Schnittstelle

n8n mit easycompliance verbinden

Mit der Workflow-Automatisierung n8n binden Sie die Sanktionslisten- und PEP-Prüfung ohne eigene Programmierung in Ihre Prozesse ein – über die REST-API oder den automatischen CSV-Import.

Zuletzt aktualisiert:

n8n ist eine Workflow-Automatisierung, die – selbst gehostet oder als n8n Cloud – hunderte Systeme per Drag-and-drop verbindet. easycompliance lässt sich darin ohne eigenen Programmcode auf zwei grundverschiedenen Wegen einbinden: Die REST-API übernimmt Einzelprüfungen und die Pflege Ihrer Monitoring-Liste in Echtzeit direkt aus dem Workflow – sie setzt einen API-Zugang voraus. Der automatische CSV-Import hält komplette Bestandslisten aktuell und kommt ganz ohne API-Anbindung aus. Ein spezieller n8n-Endpunkt ist nicht erforderlich – für die API gelten dieselbe URL und derselbe API-Key, die Sie vom Kundenservice erhalten.

Was Sie mit n8n automatisieren können

  • Einzelprüfung im Prozess: Neue Kunden, Lieferanten oder Bewerber direkt bei der Anlage im CRM/ERP gegen Sanktions- und PEP-Listen prüfen (method=1).
  • Monitoring pflegen: Geschäftspartner automatisch in die tägliche Listenprüfung aufnehmen (method=2) oder daraus entfernen (method=5) – Ihre Prüfliste bleibt ohne manuelle Pflege synchron zum Quellsystem.
  • Treffer weiterverarbeiten: Die Treffer der letzten 24 Stunden abrufen (method=3) und z. B. an Ticketsystem, Slack oder E-Mail-Verteiler übergeben.
  • CSV-Import automatisieren: Aus dem Quellsystem exportierte Bestandslisten per FTPS an easycompliance übertragen.

Welcher Weg passt zu Ihnen: CSV-Import oder API?

Die beiden Wege unterscheiden sich grundlegend – technisch wie preislich. Der CSV-Import per FTPS (Weg 2) benötigt keine API-Anbindung an easycompliance und verursacht damit auch keine API-Kosten: Sie übertragen Ihre Bestandsliste, der Import in das tägliche Monitoring läuft jede Nacht automatisch, Treffer meldet easycompliance per E-Mail. Die REST-API (Weg 1) setzt dagegen einen API-Zugang voraus, der als kostenpflichtiger Zusatz zum Tarif gebucht wird – dafür erhält Ihr Workflow das Prüfergebnis in Echtzeit zurück und kann es direkt weiterverarbeiten.

KriteriumCSV-Import per FTPS (Weg 2)REST-API (Weg 1)
API-Zugang erforderlichNein – keine API-KostenJa – kostenpflichtiger Tarif-Zusatz
Prüfergebnis im n8n-WorkflowNein – Treffer kommen per E-Mail-BenachrichtigungJa – JSON-Antwort in Sekunden, bidirektional weiterverarbeitbar
Aktualisierung des MonitoringsNächtlicher Import der kompletten CSV-ListeSofort je Datensatz (method=2 / method=5)
Einzelprüfung in Echtzeit (z. B. bei Neukundenanlage)NeinJa (method=1)
Typischer EinsatzBestandsdaten einfach und kostengünstig ins Monitoring bringenSanktionslistenprüfung bidirektional in eigene Systeme und Prozesse einbetten

Kurz: Wer nur einen einfachen und kostengünstigen Weg sucht, seine Daten in das easycompliance-Monitoring zu importieren, fährt mit dem CSV-Import (Weg 2) gut. Wer die Sanktionslistenprüfung bidirektional im eigenen System abbilden oder z. B. bei der Neukundenanlage in Echtzeit prüfen will, setzt auf die REST-API (Weg 1).

Voraussetzungen

Für beide Wege benötigen Sie ein easycompliance-Konto (Tarife im Überblick, kostenfrei testen) sowie eine n8n-Installation (self-hosted) oder einen n8n-Cloud-Account. Nur für Weg 1 (REST-API) braucht es zusätzlich den kostenpflichtigen API-Zugang; die API-URL samt API-Key erhalten Sie vom Kundenservice. Für Weg 2 (CSV-Import) richtet der Kundenservice stattdessen Ihren FTPS-Zugang und die Autoimport-Konfiguration ein – ein API-Zugang ist dafür nicht nötig.

Weg 1: Prüfungen über die REST-API (HTTP-Request-Node)

Alle Funktionen der API-Dokumentation stehen in n8n über den Standard-Node HTTP Request zur Verfügung. Für Sanktionslisten- und PEP-Prüfung gibt es zwei getrennte API-Instanzen – legen Sie je Prüfung einen eigenen HTTP-Request-Node an.

Schritt 1: Request konfigurieren

Im HTTP-Request-Node wählen Sie Method: POST und tragen als URL die API-URL ein, die Ihnen der Kundenservice mitgeteilt hat. Aktivieren Sie Send Body und übergeben Sie die Parameter aus der Parameter-Übersicht wahlweise als Form Urlencoded oder als JSON – die API akzeptiert beide Body-Formate. Ein JSON-Body für eine Einzelprüfung sieht so aus:

{
    "api_key": "IHR-API-KEY",
    "method": 1,
    "accuracy": 90,
    "name": "NAME FÜR PRÜFUNG",
    "ref": "12345"
}

Schritt 2: API-Key als Credential hinterlegen

Speichern Sie den API-Key nicht als Klartext im Workflow (Workflows werden häufig exportiert oder geteilt), sondern als n8n-Credential. Zwei Varianten funktionieren mit easycompliance:

  • Custom Auth (empfohlen): Credential-Typ Custom Auth anlegen und den Key als Body-Feld injizieren lassen – n8n ergänzt ihn dann bei jedem Request automatisch:
    {
        "body": {
            "api_key": "IHR-API-KEY"
        }
    }
  • Header Auth: Credential-Typ Header Auth mit Name X-API-Key und Ihrem API-Key als Wert. Die API akzeptiert den Header als Alternative zum Body-Parameter api_key; ein im Body übermittelter Key hat Vorrang.

Schritt 3: Antworten auswerten

Die API antwortet mit JSON (bei method=1, 2 oder 3) bzw. plain text (method=4) und immer mit einem HTTP-Statuscode:

StatuscodeBedeutungAuswertung in n8n
200Treffer gefunden (JSON-Array im Body)Trefferdaten weiterverarbeiten, z. B. Benachrichtigung auslösen
204Kein Treffer (leerer Body)Mit einem IF-Node auf leere Antwort prüfen; Response Format „Autodetect" verwenden
400Body als application/json deklariert, aber kein gültiges JSON-Objekt – oder Parameterwerte sind nicht Text/Zahl/BooleanJSON-Body bzw. Expressions im Node korrigieren
401API-Key ungültig, fehlend oder Konto gesperrtWorkflow-Fehlerpfad (Error Workflow) auslösen
405Request ist kein POSTNode-Konfiguration korrigieren (Method: POST)

Setzen Sie im Node ein Timeout (Options → Timeout, z. B. 10 Sekunden), damit Ihr Workflow bei Netzwerkproblemen kontrolliert in den Fehlerpfad läuft, statt zu warten.

Monitoring-Liste per Workflow synchron halten

Mit method=2 wird der übergebene Name zusätzlich in Ihre tägliche Listenprüfung (Monitoring) aufgenommen, mit method=5 daraus entfernt – die Duplikaterkennung steuert der Parameter duplicate_by (name oder ref). Ein n8n-Workflow, der bei Neuanlage und Löschung im Quellsystem diese beiden Aufrufe ausführt, hält Ihre Prüfliste vollautomatisch aktuell. Das ist zugleich der empfohlene Weg für n8n Cloud, wo der FTPS-Upload aus Weg 2 nicht direkt möglich ist.

Weg 2: Automatischer CSV-Import per FTPS – ohne API-Zugang

Beim automatischen Datenimport laden Sie Ihre Bestandsliste als CSV-Datei auf unseren FTPS-Server; der Import läuft jede Nacht automatisch. Eine API-Anbindung ist dafür nicht erforderlich – der Weg steht damit auch ohne den kostenpflichtigen API-Zugang offen. Die Einrichtung (Zugangsdaten, Dateiname, Spaltenzuordnung) übernimmt der Kundenservice; den Aufbau der CSV-Datei beschreibt das Handbuch. Die Eckdaten:

EinstellungWert
Serverftps.easycompliance.de
Protokoll / PortFTPS mit explizitem TLS, Port 21
ZielordnerAnmelde-/Home-Verzeichnis des FTPS-Kontos (keinen Unterordner wählen)
DateinameExakt wie in Ihrer Autoimport-Konfiguration hinterlegt (ohne Zeitstempel o. Ä.)
Upload-ZeitfensterTäglich bis 22:00 Uhr, sonst verschiebt sich der Import um einen Tag
FirewallAusgehende Verbindungen zu Port 21 und zu den Passiv-Ports 40000–40099 erlauben; ggf. IP-Freischaltung durch den Kundenservice

Wichtig: FTPS im n8n-FTP-Node

Der eingebaute FTP-Node von n8n unterstützt nur FTP und SFTP – kein FTPS (Stand Juli 2026). Für den Upload zu easycompliance gibt es deshalb drei praxistaugliche Wege:

  • n8n self-hosted – Execute-Command-Node mit curl: curl beherrscht explizites FTPS; --ssl-reqd erzwingt die TLS-Verschlüsselung:
    curl -T "/daten/Kundenliste.csv" --ssl-reqd \
         --user "kunde16000:IHR-FTPS-PASSWORT" \
         ftp://ftps.easycompliance.de/
    Ersetzen Sie Pfad, Benutzername (kunde<Kundennummer>) und Passwort durch Ihre Zugangsdaten. Schlägt die Zertifikatsprüfung in Ihrer Umgebung fehl, können Sie – wie beim WinSCP-Kit aus dem Handbuch – dem Serverzertifikat automatisch vertrauen (curl-Option --insecure): Die Übertragung bleibt TLS-verschlüsselt, verzichtet dann aber auf die Prüfung des Zertifikats.
  • n8n Cloud: Dort steht der Execute-Command-Node nicht zur Verfügung. Pflegen Sie die Monitoring-Liste stattdessen über die REST-API (Weg 1, method=2/5) – fachlich das gleiche Ergebnis wie der CSV-Import.
  • Upload außerhalb von n8n: Der zeitgesteuerte Upload mit dem vorkonfigurierten WinSCP-Kit läuft unabhängig von n8n – sinnvoll, wenn n8n nur die Datei-Erzeugung im Quellsystem anstößt.

Eigener easycompliance-Node für n8n

Der Community-Node n8n-nodes-easycompliance bündelt Einzelprüfung, Monitoring-Pflege und Datenstand-Abfrage für Sanktionslisten und PEP als vorkonfigurierte Operationen – ohne manuelle Request-Konfiguration. Selbst gehostete n8n-Installationen installieren ihn über Settings → Community Nodes mit dem Paketnamen n8n-nodes-easycompliance (veröffentlicht auf npm); der Quellcode ist auf GitHub einsehbar. Für n8n Cloud ist die Freischaltung als verifizierter Community-Node bei n8n beantragt und wartet derzeit auf Bestätigung – dort deckt bis dahin der HTTP-Request-Node (Weg 1) den vollen Funktionsumfang ab. Auch der Node nutzt die REST-API und benötigt deshalb den API-Zugang samt API-Key – Fragen dazu beantwortet der Kundenservice direkt im Chat.

Häufige Fragen zur n8n-Anbindung

Nein. n8n nutzt die normale REST-API von easycompliance per POST-Request. Der API-Key kann im Request-Body (form-encodiert oder als JSON) oder alternativ im HTTP-Header X-API-Key übermittelt werden. Für die sichere Ablage in n8n eignet sich ein Custom-Auth-Credential, das den Key als Body-Feld injiziert, oder ein Header-Auth-Credential mit dem Namen X-API-Key.

Nein. Nur der Weg über die REST-API (Einzelprüfung und Monitoring-Pflege direkt aus dem Workflow) setzt den API-Zugang voraus, der als kostenpflichtiger Zusatz zum Tarif gebucht wird. Der automatische CSV-Import per FTPS kommt komplett ohne API-Anbindung aus und verursacht keine API-Kosten: Sie übertragen Ihre Bestandsliste als CSV-Datei, easycompliance importiert sie jede Nacht in das tägliche Monitoring und meldet Treffer per E-Mail.

Ja, den Community-Node n8n-nodes-easycompliance mit vorkonfigurierten Operationen für Einzelprüfung, Monitoring-Pflege und Datenstand-Abfrage (Sanktionslisten und PEP). Selbst gehostete n8n-Installationen installieren ihn über Settings → Community Nodes mit dem Paketnamen n8n-nodes-easycompliance (auf npm veröffentlicht); der Quellcode liegt unter github.com/Siemssen-Consulting-GmbH/n8n-nodes-easycompliance. Die Freischaltung als verifizierter Community-Node für n8n Cloud ist bei n8n beantragt und wartet derzeit auf Bestätigung; dort steht der volle Funktionsumfang bis dahin über den HTTP-Request-Node bereit.

Nein. Der eingebaute FTP-Node von n8n unterstützt (Stand Juli 2026) nur FTP und SFTP, nicht aber FTPS (FTP über TLS). Der CSV-Upload zu ftps.easycompliance.de erfordert FTPS auf Port 21 mit explizitem TLS. In selbst gehosteten n8n-Installationen lässt sich der Upload mit dem Execute-Command-Node und curl umsetzen; in n8n Cloud pflegen Sie die Monitoring-Liste stattdessen über die REST-API (method=2 und method=5) oder laden die CSV-Datei außerhalb von n8n hoch, etwa mit dem WinSCP-Kit aus dem Handbuch.

Ja. Jede Abfrage aus einem n8n-Workflow ist eine reguläre API-Anfrage: Sie wird im API-Log des Kundenbereichs protokolliert und zählt in das API-Kontingent Ihres Tarifs – genauso wie Anfragen aus einem ERP-System oder Onlineshop.

Am HTTP-Statuscode und am Inhalt der Antwort: Bei Treffern liefert die API den Statuscode 200 und ein JSON-Array mit den Trefferdaten. Gibt es keinen Treffer, antwortet die API mit Statuscode 204 und leerem Body. Prüfen Sie im Workflow daher mit einem IF-Node, ob die Antwort leer ist. Statuscode 401 bedeutet einen ungültigen oder fehlenden API-Key, 405 einen Request ohne POST-Methode.
Zahlen & Fakten

Verlässlichkeit in Zahlen

167.700
aktive Namen auf Sanktionslisten
1.300.000
Namen auf PEP-Listen
33 Mio.
Prüfungen täglich
100 %
Kundenzufriedenheit

Kundenzufriedenheit: laufende interne Kundenbefragungen und Qualitätssicherung – seit 2012, auf Basis von über 3.000 Kunden.

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