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Auch Global Player haben Probleme mit der Sanktionslistenprüfung: PayPal verstößt gegen US-Sanktionen

Der Fall PayPal zeigt: Selbst Weltkonzerne scheitern an der Sanktionslistenprüfung – und riskieren empfindliche Strafen sowie den Verlust des AEO-Status.

Tobias Siemssen, LLM. CEO, Siemssen Consulting GmbH Ich bin Jurist, Steuerberater, Systementwickler, Unternehmer und Investor. Ich habe easycompliance entwickelt und verbinde juristische Expertise praxisnah mit über 15 Jahren Compliance-Erfahrung, neuester Technologie und internationalem Blick. LinkedIn E-Mail Telefon Zuletzt aktualisiert:

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Vor allem kleinere Unternehmen stellt die Pflicht zur Sanktionslistenprüfung Ihrer Kunden, Interessenten und Mitarbeiter regelmäßig vor große Schwierigkeiten und Ratlosigkeit. Verstöße gegen diese Pflichten können den Status des AEO (Authorized Economic Operator - Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter) kosten und empfindliche Geld- und auch Gefängnisstrafen nach sich ziehen.

Dass aber nicht nur kleine Unternehmen mit diesen Problemen zu kämpfen haben, zeigt das aktuelle Beispiel der (noch) eBay-Tochter PayPal. PayPal hat es über Jahre hinweg in knapp 500 Fällen bis 2013 versäumt, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. So wurden Transaktionen an sanktionierte Personen durchgeführt. Auch konkrete Warnungen in sechs Fällen habe PayPal ignoriert. Insgesamt wurden 136 Transaktionen durchgeführt, deren Empfänger definitiv auf der Specially Designated Nationals or Blocked Persons -Liste (SDN) stehen.

PayPal hat die Verstöße selbst bei der Exportkontrollbehörde der USA gemeldet und einem Vergleich in Höhe von 5,5 Millionen Euro zugestimmt.

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