Guinea-Bissau: Sanktionen und Länderrisiko
Für Guinea-Bissau weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 10 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „niedrig“, Rang 122 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 45 aktive Sanktionslisten-Einträge. Allein in den letzten 12 Monaten kamen 17 Listungen hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zu Guinea-Bissau müssen deshalb laufend geprüft werden.
Rang 122 von 250 Ländern · Stand 27.10.2026
Sanktionslage mit Bezug zu Guinea-Bissau
Laut der BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) gilt für Guinea-Bissau kein umfassendes Embargo. Es bestehen ausschließlich personenbezogene Sanktionen der EU, und zwar Finanzsanktionen sowie weitere Maßnahmen, die das BAFA als „Sonstiges“ einordnet. Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EU) 377/2012. Sie richtet sich gegen bestimmte Personen, Organisationen und Einrichtungen, die den Frieden, die Sicherheit oder die Stabilität der Republik Guinea-Bissau gefährden. Für Unternehmen bedeutet das: Gelder gelisteter Personen und Organisationen sind einzufrieren, und ihnen dürfen weder direkt noch indirekt Mittel zur Verfügung gestellt werden. Deshalb sind Geschäftspartner, wirtschaftlich Berechtigte und Zahlungsbeteiligte gegen die EU-Sanktionslisten zu prüfen. Ein Länderprogramm ist nicht hinterlegt, die FATF listet das Land nicht und die EU stuft es nicht als Drittland mit hohem Risiko ein, sodass der allgemeine Handel keinen länderbezogenen Embargobeschränkungen unterliegt.
Mit Bezug zu Guinea-Bissau stehen 45 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 45 Personen. Kein Sanktionsprogramm richtet sich ausdrücklich gegen Guinea-Bissau; die Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zur Terrorismusbekämpfung, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. In den letzten 12 Monaten kamen 17 Einträge hinzu. Unsere PEP-Datenbank enthält 848 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Guinea-Bissau.
Lagebild mit Hilfe von KI erstellt aus den Listendaten und amtlichen Quellen, Stand 27.10.2026. Quellen: eur-lex.europa.eu.
Warum Geschäftspartner mit Bezug zu Guinea-Bissau laufend geprüft werden müssen
Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.
- Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
- Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
- Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
- Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.
PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend
Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 88 PEP-Datensätze mit Bezug zu Guinea-Bissau neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.
So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen
Sanktionsprogramme mit Bezug zu Guinea-Bissau
Mit Bezug zu Guinea-Bissau stehen 45 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 45 Personen (EU 0, USA 2, HADDEX 43). Kein Programm richtet sich ausdrücklich gegen Guinea-Bissau; die Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zur Terrorismusbekämpfung. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.
Listungen und Daten im Detail
Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.
Alle Programme mit Bezug zu Guinea-Bissau
| Code | Programm | Herausgeber | Einträge | Neu (12 M.) |
|---|---|---|---|---|
HMT | UK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury) | Vereinigtes Königreich | 12 | 7 |
AUS | AU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade) | Australien | 10 | 10 |
UNS | UN-United Nations Security Council Consolidated List | Vereinte Nationen | 10 | 0 |
SEC | CH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs) | Schweiz | 9 | 0 |
SDNTK | Specially Designated Narcotics Traffickers (Kingpin Act) | USA | 2 | 0 |
Neueste Listungen mit Bezug zu Guinea-Bissau
| Datum | Liste / Programm | Typ | Name |
|---|---|---|---|
| 16.01.2026 | UKHMT | Person | I****** D**** |
| 16.01.2026 | UKHMT | Person | T**** N* M** |
| 16.01.2026 | UKHMT | Person | T***** N* B**** |
| 16.01.2026 | UKHMT | Person | J**** N**** |
| 16.01.2026 | UKHMT | Person | C***** D**** |
| 16.01.2026 | UKHMT | Person | I****** C***** |
| 16.01.2026 | UKHMT | Person | E****** N* M*** |
| 12.11.2025 | AUDFAT | Person | T***** N* B**** |
| 12.11.2025 | AUDFAT | Person | J**** N**** |
| 12.11.2025 | AUDFAT | Person | T**** N* M** |
| 12.11.2025 | AUDFAT | Person | I****** D**** |
| 12.11.2025 | AUDFAT | Person | C***** D**** |
| 12.11.2025 | AUDFAT | Person | D*** N****** |
| 12.11.2025 | AUDFAT | Person | I****** C***** |
| 12.11.2025 | AUDFAT | Person | E****** N* M*** |
| 12.11.2025 | AUDFAT | Person | M***** T*** |
| 12.11.2025 | AUDFAT | Person | A****** I**** |
| 07.10.2025 | CHSECO - GUINEABISSAU | Person | J**** N**** |
| 07.10.2025 | CHSECO - GUINEABISSAU | Person | D*** N* W**** |
| 07.10.2025 | CHSECO - GUINEABISSAU | Person | I****** C***** |
| 07.10.2025 | CHSECO - GUINEABISSAU | Person | N******* |
| 07.10.2025 | CHSECO - GUINEABISSAU | Person | A****** I***** |
| 08.10.2024 | CHSECO - GUINEABISSAU | Person | I****** D**** |
| 08.10.2024 | CHSECO - GUINEABISSAU | Person | T***** N* B**** |
| 24.01.2023 | CHSECO - GUINEABISSAU | Person | T**** N* M** |
Neueste PEP-Einträge mit Bezug zu Guinea-Bissau
Nur Funktionsbereich, ohne Angehörige und nahestehende Personen.
| Neu/geändert | Funktionsbereich | Name |
|---|---|---|
| 02.09.2026 | Regierung & Verwaltung | K**** F******* D*** C****** |
| 02.09.2026 | Regierung & Verwaltung | V******* M**** d* C*** G****** P**** C****** |
| 02.09.2026 | Regierung & Verwaltung | D*** Y***** D* F****** R**** |
| 02.09.2026 | Parlament & Parteien | U**** D**** D******* |
Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen
In den letzten 24 Monaten kamen 22 Einträge mit Bezug zu Guinea-Bissau neu auf die Listen, davon 17 in den letzten 12 Monaten.
Embargo: Was für Guinea-Bissau gilt
Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Guinea-Bissau kein Waffen- oder Wirtschaftsembargo, sondern nur personenbezogene Finanzsanktionen: Gelder der gelisteten Personen und Organisationen sind einzufrieren, und ihnen dürfen weder Gelder noch wirtschaftliche Ressourcen bereitgestellt werden. Weil diese Maßnahmen an gelistete Personen anknüpfen, ist die Prüfung der Geschäftspartner gegen die Sanktionslisten hier das entscheidende Werkzeug.
| Maßnahme | Verordnung (EU) 377/2012zuletzt geändert: Verordnung (EU) 2025/1933 |
|---|---|
| Waffenembargo | gilt nicht |
| Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung | gilt nicht |
| Güter der internen Repression | gilt nicht |
| Ausfuhr- und Lieferbeschränkungen | gilt nicht |
| Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungen | gilt nicht |
| Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen | gilt nicht |
| Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote) | gilt |
| Erfüllungsverbot | gilt nicht |
| Sonstiges | gilt |
Fundstellen: Verordnung (EU) 377/2012
- Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
- Art. 2 i.V.m. Anhang I
- Sonstiges
- Zusammenarbeit mit Behörden Art. 8
Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Die Übersicht ist nach Angabe des BAFA unverbindlich und bildet weder Umgehungsverbote noch Ausnahmen oder Altverträge ab; maßgeblich sind die im Amtsblatt der EU veröffentlichten Rechtsakte. „Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung“: Genehmigungspflicht für nicht gelistete Dual-Use-Güter bei militärischer Endverwendung (Art. 4 Abs. 1 b) Verordnung (EU) 2021/821). Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.
Vor Lieferungen, Einkäufen und Dienstleistungen mit Bezug zu Guinea-Bissau prüfen Sie Güter, Genehmigungspflichten und Empfänger – die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.
FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex
FATF-Einstufung: nicht gelistet
Die FATF führt Guinea-Bissau derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.
EU-Hochrisiko-Drittland: nein
Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Guinea-Bissau nicht.
Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 21 von 100
Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht Guinea-Bissau 21 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.
PEP-Daten mit Bezug zu Guinea-Bissau
Unsere PEP-Datenbank enthält 848 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Guinea-Bissau, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 88 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Die neuesten Einträge stehen maskiert und nur mit Funktionsbereich unter Listungen & Daten.
Was Unternehmen bei Bezug zu Guinea-Bissau tun sollten
- Geschäftspartner prüfen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende mit Bezug zu Guinea-Bissau täglich gegen die EU-Sanktionslisten prüfen – Pflicht nach VO (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002.
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So setzt sich der eLI-Score zusammen
Der Score von 10 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.
Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu Guinea-Bissau
Länder mit ähnlichem Risikoprofil
Albanien 10 Bahrain 10 Benin 10 Chile 10 Äthiopien 10
Quellen
- Konsolidierte EU-Sanktionsliste (CFSP) – EU-Listeneinträge
- OFAC Sanctions Programs and Country Information – US-Programme
- HADDEX-Sanktionslisten von Reguvis – Gesamtliste und Verordnungs-Historie
- FATF Schwarze und Graue Liste – FATF-Einstufung
- Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675 – EU-Hochrisiko-Drittländer
- BAFA – Übersicht über die länderbezogenen Embargos – Embargo-Matrix (Stand 15.06.2026)
- Transparency International, CPI 2025 (CC BY 4.0) – Zusatzinfo, nicht im eLI-Score enthalten
Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.