Länderrisiko · Guatemala

Guatemala: Sanktionen und Länderrisiko

Für Guatemala weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 20 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „niedrig“, Rang 51 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 160 aktive Sanktionslisten-Einträge. Allein in den letzten 12 Monaten kamen 3 Listungen hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zu Guatemala müssen deshalb laufend geprüft werden.

Tobias Siemssen, LL.M. CEO, Siemssen Consulting GmbH Ich bin Jurist, Steuerberater, Systementwickler, Unternehmer und Investor. Ich habe easycompliance entwickelt und verbinde juristische Expertise praxisnah mit über 15 Jahren Compliance-Erfahrung, neuester Technologie und internationalem Blick. LinkedIn XING E-Mail Telefon KI-Transparenz So entstehen unsere Länderseiten Die Länderinformationen werden mit Hilfe von KI aggregiert – aus den Sanktions- und PEP-Daten von easycompliance sowie aus öffentlichen und privaten Quellen wie EUR-Lex, BAFA, FATF und Reguvis. Rechtsangaben in KI-Texten werden automatisch mit diesen Quellen abgeglichen; die Redaktion kann jeden Text korrigieren. Wie wir KI nutzen Zuletzt aktualisiert:

Sanktionslage mit Bezug zu Guatemala

Für Guatemala besteht kein umfassendes Handels- oder Sektorembargo; die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) ordnet das Land ausschließlich personenbezogenen Finanzsanktionen zu. Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EU) 2024/287 des Rates vom 12. Januar 2024, die gezielte restriktive Maßnahmen angesichts einer Lage vorsieht, die nach Feststellung des Rates die Stabilität Guatemalas und der Region bedroht. Danach sind Gelder und wirtschaftliche Ressourcen gelisteter Personen, Organisationen und Einrichtungen einzufrieren, und es ist verboten, ihnen solche Mittel zur Verfügung zu stellen; hinzu kommen ein Erfüllungsverbot für Ansprüche und sonstige Maßnahmen. Guatemala ist weder von der FATF gelistet noch als Drittland mit hohem Risiko nach EU-Geldwäscherecht eingestuft, sodass sich daraus keine länderbezogenen verstärkten Sorgfaltspflichten ergeben. Für Unternehmen sind Geschäfte mit Guatemala damit grundsätzlich zulässig, Geschäftspartner, wirtschaftlich Berechtigte und Zahlungsempfänger sind jedoch laufend gegen die EU-Sanktionslisten zu prüfen.

Mit Bezug zu Guatemala stehen 160 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 106 Personen und 54 Organisationen. 1 Sanktionsprogramm richtet sich ausdrücklich gegen Guatemala (GTM); die übrigen Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zu Terrorismus oder Proliferation. In den letzten 12 Monaten kamen 3 Einträge hinzu; die Maßnahmen wurden einmal durch eine Verordnung oder Verordnungsänderung angepasst. Unsere PEP-Datenbank enthält 3.745 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Guatemala.

Lagebild mit Hilfe von KI erstellt aus den Listendaten und amtlichen Quellen, Stand 27.10.2026. Quellen: eur-lex.europa.eu.

Warum Geschäftspartner mit Bezug zu Guatemala laufend geprüft werden müssen

3neue Listungen mit Bezug zu Guatemala in 12 Monaten
alle 122 Tageeine neue Listung im Schnitt
13.01.2026letzte Änderung: EU-Rechtsakt (EU) 2026/87

Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.

  • Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
  • Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
  • Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
  • Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.

PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend

Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 334 PEP-Datensätze mit Bezug zu Guatemala neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

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Sanktionsprogramme mit Bezug zu Guatemala

Mit Bezug zu Guatemala stehen 160 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 106 Personen und 54 Organisationen (EU 9, USA 63, HADDEX 88). 1 Programm richtet sich ausdrücklich gegen Guatemala, darunter GTM; die übrigen sind thematisch, etwa zu Terrorismus oder Proliferation, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.

Listungen und Daten im Detail

Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.

Alle Programme mit Bezug zu Guatemala

CodeProgrammHerausgeberEinträgeNeu
(12 M.)
GTM LänderprogrammEU-GuatemalaEU90
SDNTKSpecially Designated Narcotics Traffickers (Kingpin Act)USA270
ILLICIT-DRUGS-EO14059——213
GLOMAGGlobal Magnitsky Sanctions EO 13818USA90
HMTUK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury)Vereinigtes Königreich80
SECCH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs)Schweiz80
TCOTransnational Criminal Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 590; Executive Order 13581USA60
FTOForeign Terrorist Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 597USA20
SDGTSpecially Designated Global TerroristUSA20

Neueste Listungen mit Bezug zu Guatemala

DatumListe / ProgrammTypName
24.04.2026USSDN - ILLICIT-DRUGS-EO14059OrganisationJ* A** C* I*****
24.04.2026USSDN - ILLICIT-DRUGS-EO14059PersonJ**** A****** B********* C****
24.04.2026USSDN - ILLICIT-DRUGS-EO14059OrganisationC****** L******** D* S********
23.09.2025USSDN - FTO, SDGTOrganisationB***** 1*
25.06.2025CHSECO - GUATEMALAPersonR*** A****** F**** O*****
25.06.2025CHSECO - GUATEMALAPersonR****** R***** M********** V*****
25.06.2025CHSECO - GUATEMALAPersonJ*** R****** B***** R******
25.06.2025CHSECO - GUATEMALAPersonF**** R*** O******* L*****
25.06.2025CHSECO - GUATEMALAPersonL***** E****** M****** L*** D* S******
25.06.2025CHSECO - GUATEMALAPersonJ*** R***** C********** C****
25.06.2025CHSECO - GUATEMALAPersonÁ**** A****** P***** Á****
25.06.2025CHSECO - GUATEMALAPersonM**** C******* P***** A****** D* P*****
12.06.2025EG-VO Nr.1198/2025-A01OrganisationF**
12.06.2025EG-VO Nr. 87/2026-A01PersonR*** A****** F**** O*****
12.06.2025EG-VO Nr. 87/2026-A01PersonR****** R***** M********** V*****
12.06.2025EG-VO Nr.1198/2025-A01PersonJ*** R****** B***** R******
02.04.2025UKHMTPersonL*** M***** M******* M******
02.04.2025UKHMTPersonM***** E****** Q******* V***
02.04.2025UKHMTPersonJ*** R***** C********** C****
02.04.2025UKHMTPersonM**** C******* P***** A****** D* P*****
02.04.2025UKHMTPersonC****** E******* M********* G****
02.04.2025UKHMTPersonA**** A****** P***** A****
02.04.2025UKHMTPersonA******** E****** G********* F****
20.02.2025USSDN - FTO, SDGT, TCOOrganisationM****
25.07.2024USSDN - TCOPersonK**** S****** H******** V******

Verordnungen der letzten 12 Monate

ProgrammRechtsaktGeändertVeröffentlicht
GTM(EU) 2026/87Anhang I13.01.2026

Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen

In den letzten 24 Monaten kamen 24 Einträge mit Bezug zu Guatemala neu auf die Listen, davon 3 in den letzten 12 Monaten. Zu Programmen, die sich ausdrücklich gegen Guatemala richten, gab es in den letzten 12 Monaten 1 Verordnung bzw. Verordnungsänderung.

051015Nov 2024: 0 neue ListungenDez 2024: 0 neue ListungenJan 2025: 0 neue ListungenJan 25Feb 2025: 1 neue ListungMär 2025: 0 neue ListungenApr 2025: 7 neue ListungenApr 25Mai 2025: 0 neue ListungenJun 2025: 12 neue ListungenJul 2025: 0 neue ListungenJul 25Aug 2025: 0 neue ListungenSep 2025: 1 neue ListungOkt 2025: 0 neue ListungenOkt 25Nov 2025: 0 neue ListungenDez 2025: 0 neue ListungenJan 2026: 0 neue ListungenJan 26Feb 2026: 0 neue ListungenMär 2026: 0 neue ListungenApr 2026: 3 neue ListungenApr 26Mai 2026: 0 neue ListungenJun 2026: 0 neue ListungenJul 2026: 0 neue ListungenJul 26Aug 2026: 0 neue ListungenSep 2026: 0 neue ListungenOkt 2026: 0 neue ListungenOkt 26

Embargo: Was für Guatemala gilt

Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Guatemala kein Waffen- oder Wirtschaftsembargo, sondern nur personenbezogene Finanzsanktionen: Gelder der gelisteten Personen und Organisationen sind einzufrieren, und ihnen dürfen weder Gelder noch wirtschaftliche Ressourcen bereitgestellt werden. Weil diese Maßnahmen an gelistete Personen anknüpfen, ist die Prüfung der Geschäftspartner gegen die Sanktionslisten hier das entscheidende Werkzeug.

Embargo-Matrix Guatemala laut BAFA-Übersicht, Stand 15.06.2026
MaßnahmeVerordnung (EU) 2024/287zuletzt geändert: Durchführungsverordnung (EU) 2026/87
Waffenembargogilt nicht
Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnunggilt nicht
Güter der internen Repressiongilt nicht
Ausfuhr- und Lieferbeschränkungengilt nicht
Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungengilt nicht
Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfengilt nicht
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote) gilt
Erfüllungsverbot gilt
Sonstiges gilt
Fundstellen: Verordnung (EU) 2024/287
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
  • Art. 2 i.V.m. Anhang I
Erfüllungsverbot
  • Art. 11
Sonstiges
  • Zusammenarbeit mit Behörden Art. 8

Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Die Übersicht ist nach Angabe des BAFA unverbindlich und bildet weder Umgehungsverbote noch Ausnahmen oder Altverträge ab; maßgeblich sind die im Amtsblatt der EU veröffentlichten Rechtsakte. „Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung“: Genehmigungspflicht für nicht gelistete Dual-Use-Güter bei militärischer Endverwendung (Art. 4 Abs. 1 b) Verordnung (EU) 2021/821). Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.

Vor Lieferungen, Einkäufen und Dienstleistungen mit Bezug zu Guatemala prüfen Sie Güter, Genehmigungspflichten und Empfänger – die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel

54gelistete Organisationen mit Bezug zu Guatemala
> 50 %Eigentum – Schwelle der EU
≥ 50 %OFAC 50 Percent Rule (USA)

Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.

Mit Bezug zu Guatemala stehen derzeit 54 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei Geschäftspartnern mit verschachtelten Beteiligungen lohnt sich trotzdem der Blick auf die Eigentümerstruktur.

Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.

SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel

FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex

FATF-Einstufung: nicht gelistet

Die FATF führt Guatemala derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.

EU-Hochrisiko-Drittland: nein

Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Guatemala nicht.

Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 26 von 100

Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht Guatemala 26 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.

PEP-Daten mit Bezug zu Guatemala

Unsere PEP-Datenbank enthält 3.745 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Guatemala, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 334 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

Was Unternehmen bei Bezug zu Guatemala tun sollten

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So setzt sich der eLI-Score zusammen

Der Score von 20 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.

Sanktionsintensität · 40 %
20 /100 · 8,0 P.
Sanktionsprogramme & Embargo · 15 %
25 /100 · 3,8 P.
Sanktionsdynamik (12 Monate) · 10 %
20 /100 · 2,0 P.
Amtliche Einstufungen (FATF / EU) · 25 %
0 /100 · 0,0 P.
PEP-Dichte · 10 %
66 /100 · 6,6 P.

Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu Guatemala

Ja. Mit Bezug zu Guatemala stehen 160 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 106 Personen und 54 Organisationen (Stand 27.10.2026). 1 Sanktionsprogramm richtet sich ausdrücklich gegen Guatemala, darunter GTM. Die Pflicht, Geschäftspartner zu prüfen, folgt aus den EU-Verordnungen (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002 sowie den länderbezogenen EU-Verordnungen.

Weil sich die Listen laufend ändern: In den letzten 12 Monaten kamen 3 Einträge mit Bezug zu Guatemala neu hinzu, zuletzt angepasst wurden die Maßnahmen durch den EU-Rechtsakt (EU) 2026/87 vom 13.01.2026. Neue Listungen gelten in der Regel ab dem Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU – ohne Übergangsfrist und auch für bestehende Geschäftsbeziehungen. Wer einem inzwischen gelisteten Partner weiter Gelder oder Waren bereitstellt, verstößt gegen das Bereitstellungsverbot und macht sich nach § 18 AWG strafbar. Deshalb sollten Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende täglich gegen die aktuellen Listen geprüft werden.

Die FATF führt Guatemala derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die FATF aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober; der eLI gleicht die Einstufung wöchentlich ab (zuletzt geprüft am 27.10.2026).

Nein. Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Guatemala nicht. Es gelten die allgemeinen Sorgfaltspflichten nach § 10 GwG; die eigene Risikoanalyse nach § 5 GwG kann im Einzelfall dennoch ein erhöhtes Risiko ergeben.

Für Verpflichtete nach § 2 GwG ja: Sie müssen klären, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte PEP sind (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG), und die Geschäftsbeziehung kontinuierlich überwachen (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status ändert sich laufend durch Wahlen und Ernennungen: In den letzten 90 Tagen kamen 334 PEP-Datensätze mit Bezug zu Guatemala neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Für Unternehmen, die nicht unter das Geldwäschegesetz fallen, besteht keine gesetzliche PEP-Prüfpflicht.

Nein, ein Länderembargo besteht nicht. Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Guatemala nur personenbezogene Finanzsanktionen nach Verordnung (EU) 2024/287: Gelder gelisteter Personen und Organisationen sind einzufrieren, und ihnen dürfen keine Gelder oder wirtschaftlichen Ressourcen bereitgestellt werden. Geschäftspartner mit Bezug zu Guatemala müssen deshalb gegen die Sanktionslisten geprüft werden. Ob ein konkretes Geschäft betroffen ist, hängt von Gut, Empfänger und Verwendungszweck ab; die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Ja, unter Umständen. Nach den EU-Sanktionsverordnungen dürfen gelisteten Personen Gelder und wirtschaftliche Ressourcen auch nicht mittelbar bereitgestellt werden. Ein nicht gelistetes Unternehmen ist betroffen, wenn gelistete Personen mehr als 50 % der Anteile halten oder es im Einzelfall kontrollieren; nach der OFAC 50 Percent Rule genügen in den USA 50 % oder mehr. Mit Bezug zu Guatemala stehen derzeit 54 Organisationen auf den Sanktionslisten, deren Beteiligungen eine reine Namensprüfung nicht erkennt.

Länder mit ähnlichem Risikoprofil

Zypern 19 Guinea 19 Italien 19 Singapur 19 Schweiz 18

Quellen

Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.

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