Südafrika: Sanktionen und Länderrisiko
Für Südafrika weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 15 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „niedrig“, Rang 73 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 141 aktive Sanktionslisten-Einträge. Neue Listungen gelten ab dem Tag ihrer Veröffentlichung – Geschäftspartner mit Bezug zu Südafrika müssen deshalb laufend geprüft werden.
Rang 73 von 250 Ländern · Stand 27.10.2026
Sanktionslage mit Bezug zu Südafrika
Mit Bezug zu Südafrika stehen 141 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 62 Personen und 79 Organisationen. Kein Sanktionsprogramm richtet sich ausdrücklich gegen Südafrika; die Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zur Terrorismusbekämpfung, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. Unsere PEP-Datenbank enthält 14.166 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Südafrika.
Warum Geschäftspartner mit Bezug zu Südafrika laufend geprüft werden müssen
Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.
- Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
- Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
- Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
- Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.
PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend
Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 2.158 PEP-Datensätze mit Bezug zu Südafrika neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.
So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen
Sanktionsprogramme mit Bezug zu Südafrika
Mit Bezug zu Südafrika stehen 141 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 62 Personen und 79 Organisationen (EU 0, USA 67, HADDEX 74). Kein Programm richtet sich ausdrücklich gegen Südafrika; die Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zur Terrorismusbekämpfung. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.
Listungen und Daten im Detail
Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.
Alle Programme mit Bezug zu Südafrika
| Code | Programm | Herausgeber | Einträge | Neu (12 M.) |
|---|---|---|---|---|
SDGT | Specially Designated Global Terrorist | USA | 39 | 0 |
ENT | US-Entity List | USA | 15 | 0 |
HMT | UK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury) | Vereinigtes Königreich | 5 | 0 |
GLOMAG | Global Magnitsky Sanctions EO 13818 | USA | 4 | 0 |
RUSSIA-EO14024 | Blocking Property With Respect To Specified Harmful Foreign Activities of the Government of the Russian FederationDas Programm wurde von den USA erlassen und wird vom OFAC verwaltet. Es beruht auf der Executive Order 14024 vom 15. April 2021 und richtet sich gegen bestimmte schädliche ausländische Aktivitäten der Regierung der Russischen Föderation. | USA | 4 | 0 |
AUS | AU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade) | Australien | 2 | 0 |
IRAN | Iran Sanctions; Iranian Transactions and Sanctions Regulations - ITSR (E.O.13599)Dies ist ein US-Sanktionsprogramm gegen Iran. Es beruht auf den vom OFAC verwalteten Iranian Transactions and Sanctions Regulations (ITSR) und auf der Executive Order 13599, die Vermögen der iranischen Regierung und iranischer Finanzinstitute sperrt. | USA | 2 | 0 |
IRAN-EO13846 | Reimposing Certain Sanctions With Respect to Iran (E.O.13846)Executive Order 13846, im August 2018 vom US-Präsidenten erlassen und von OFAC verwaltet. Nach dem Ausstieg der USA aus dem JCPOA setzt sie aufgehobene Iran-Sanktionen wieder in Kraft, darunter Sperr-, Korrespondenzkonten- und Menü-Sanktionen. | USA | 2 | 0 |
SDNTK | Specially Designated Narcotics Traffickers (Kingpin Act) | USA | 1 | 0 |
Neueste Listungen mit Bezug zu Südafrika
| Datum | Liste / Programm | Typ | Name |
|---|---|---|---|
| 28.03.2025 | USENT | Organisation | W****** C****** (**** L*** |
| 28.03.2025 | USENT | Organisation | B*** S** A******* (**** L*** |
| 28.03.2025 | USENT | Organisation | A** G**** (**** L** |
| 13.01.2025 | USSDN - SDGT | Person | H****** W*** M***** |
| 21.11.2024 | USSDN - RUSSIA-EO14024 | Organisation | G** A***** A** M***** E*** P** L** |
| 23.07.2024 | USSDN - SDGT | Person | Z*** G***** |
| 23.07.2024 | USSDN - SDGT | Person | A******* S****** |
| 03.07.2024 | USENT | Organisation | G**** A** (**** L** |
| 12.06.2024 | USSDN - RUSSIA-EO14024 | Person | S**** L*** |
| 12.06.2024 | USSDN - RUSSIA-EO14024 | Person | B**** W****** M** D***** |
| 04.03.2024 | USSDN - GLOMAG | Person | K********* R******* T******* |
| 16.01.2024 | AUDFAT | Person | B***** S**** |
| 27.09.2023 | USSDN - SDGT | Organisation | S**** A***** P** L** |
| 14.06.2023 | USENT | Organisation | T** T*** F***** A****** o* S**** A***** |
| 14.06.2023 | USENT | Organisation | T** T*** F***** A****** o* S**** A****** |
| 14.06.2023 | USENT | Organisation | A*** I************ F***** T******* A****** |
| 18.04.2023 | USSDN - SDGT | Organisation | M** S*** D****** T****** |
| 18.04.2023 | USSDN - SDGT | Organisation | M** C****** P** L** |
| 18.04.2023 | USSDN - SDGT | Organisation | M*** G*** P** L** |
| 18.04.2023 | USSDN - SDGT | Organisation | 7* B****** G***** T**** |
| 18.04.2023 | USSDN - SDGT | Organisation | F***** S* A* C* |
| 18.04.2023 | USSDN - SDGT | Organisation | T**** U*** T****** |
| 18.04.2023 | USSDN - SDGT | Organisation | H******* P******* I********** P** L** |
| 18.04.2023 | USSDN - SDGT | Organisation | G**** T******* P** L** |
| 18.04.2023 | USSDN - SDGT | Organisation | D****** P********** L** |
Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen
In den letzten 24 Monaten kamen 5 Einträge mit Bezug zu Südafrika neu auf die Listen, davon 0 in den letzten 12 Monaten.
Embargo: Was für Südafrika gilt
Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Südafrika kein länderbezogenes Embargo. Personenbezogene Sanktionen gelten trotzdem: 141 Personen und Organisationen mit Bezug zu Südafrika stehen auf den Sanktionslisten. Geschäftspartner mit Bezug zu Südafrika müssen deshalb ebenso geprüft werden.
Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.
Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel
Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.
Mit Bezug zu Südafrika stehen derzeit 79 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei Geschäftspartnern mit verschachtelten Beteiligungen lohnt sich trotzdem der Blick auf die Eigentümerstruktur.
Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.
SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel
FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex
FATF-Einstufung: nicht gelistet
Die FATF führt Südafrika derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.
EU-Hochrisiko-Drittland: nein
Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Südafrika nicht.
Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 41 von 100
Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht Südafrika 41 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.
PEP-Daten mit Bezug zu Südafrika
Unsere PEP-Datenbank enthält 14.166 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Südafrika, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 2.158 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.
Was Unternehmen bei Bezug zu Südafrika tun sollten
- Geschäftspartner prüfen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende mit Bezug zu Südafrika täglich gegen die EU-Sanktionslisten prüfen – Pflicht nach VO (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002.
Sanktionslistenprüfung · Tarife vergleichen - 50-%-Regel beachten. Auch nicht gelistete Unternehmen im Eigentum oder unter Kontrolle gelisteter Personen fallen unter das Bereitstellungsverbot. Eigentümerstrukturen deckt die Watchlist SCO ab.
Mittelbare Sanktionslistenprüfung · SCO-Angebot anfordern - US-Listen einbeziehen. 67 der Einträge stammen aus US-Listen. Bei US-Bezug (Waren, Dollar-Zahlungen, US-Gesellschaften) die OFAC- und BIS-Listen mitprüfen.
Welche Listen sind Pflicht? · easy plus anfragen
Welche Prüfung brauchen Sie wirklich?
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So setzt sich der eLI-Score zusammen
Der Score von 15 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.
Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu Südafrika
Länder mit ähnlichem Risikoprofil
Belgien 15 Spanien 15 Israel 15 Jordanien 15 Ruanda 15
Quellen
- Konsolidierte EU-Sanktionsliste (CFSP) – EU-Listeneinträge
- OFAC Sanctions Programs and Country Information – US-Programme
- HADDEX-Sanktionslisten von Reguvis – Gesamtliste und Verordnungs-Historie
- FATF Schwarze und Graue Liste – FATF-Einstufung
- Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675 – EU-Hochrisiko-Drittländer
- BAFA – Übersicht über die länderbezogenen Embargos – Embargo-Matrix (Stand 15.06.2026)
- Transparency International, CPI 2025 (CC BY 4.0) – Zusatzinfo, nicht im eLI-Score enthalten
Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.