Länderrisiko · Kuba

Kuba: Sanktionen und Länderrisiko

Für Kuba weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 37 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „mittel“, Rang 25 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 863 aktive Sanktionslisten-Einträge. Ein EU-Embargo besteht nicht, wohl aber ein umfassendes US-Embargo. Allein in den letzten 12 Monaten kamen 101 Listungen hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zu Kuba müssen deshalb laufend geprüft werden.

Tobias Siemssen, LL.M. CEO, Siemssen Consulting GmbH Ich bin Jurist, Steuerberater, Systementwickler, Unternehmer und Investor. Ich habe easycompliance entwickelt und verbinde juristische Expertise praxisnah mit über 15 Jahren Compliance-Erfahrung, neuester Technologie und internationalem Blick. LinkedIn XING E-Mail Telefon KI-Transparenz So entstehen unsere Länderseiten Die Länderinformationen werden mit Hilfe von KI aggregiert – aus den Sanktions- und PEP-Daten von easycompliance sowie aus öffentlichen und privaten Quellen wie EUR-Lex, BAFA, FATF und Reguvis. Rechtsangaben in KI-Texten werden automatisch mit diesen Quellen abgeglichen; die Redaktion kann jeden Text korrigieren. Wie wir KI nutzen Zuletzt aktualisiert:

Sanktionslage mit Bezug zu Kuba

Für Kuba gilt kein EU-Embargo. Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos führt Kuba nicht als Embargoland, die FATF listet das Land nicht und die EU stuft es nicht als Hochrisiko-Drittland ein. Maßgeblich ist das US-Embargo nach den Cuban Assets Control Regulations (31 C.F.R. part 515), nach denen die meisten Transaktionen zwischen Kuba und Personen unter US-Jurisdiktion weiterhin verboten sind. Executive Order 14404 und die darauf gestützten Cuba Sanctions Regulations erlauben es auch, nicht-US-amerikanische Personen zu sanktionieren. Ausländischen Finanzinstituten drohen Sanktionen, wenn sie bedeutende Transaktionen für danach blockierte Personen durchführen oder ermöglichen. Seit dem 30. September 2026 dürfen US-Banken sogenannte U-Turn-Zahlungen mit kubanischem Bezug nicht mehr abwickeln, und die Änderung betrifft auch die Verbote zur Cuba Restricted List des US-Außenministeriums, die vom kubanischen Militär kontrollierte oder für dieses handelnde Einrichtungen erfasst.

Mit Bezug zu Kuba stehen 863 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 99 Personen und 764 Organisationen. 3 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen Kuba (CUBA, CUBA-EO14404, CUBA-RES); die übrigen Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zu Terrorismus oder Proliferation. In den letzten 12 Monaten kamen 101 Einträge hinzu. Unsere PEP-Datenbank enthält 4.260 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Kuba.

Lagebild mit Hilfe von KI erstellt aus den Listendaten und amtlichen Quellen, Stand 27.10.2026. Quellen: ofac.treasury.gov · ofac.treasury.gov · ofac.treasury.gov · ofac.treasury.gov · ofac.treasury.gov.

Warum Geschäftspartner mit Bezug zu Kuba laufend geprüft werden müssen

101neue Listungen mit Bezug zu Kuba in 12 Monaten
2neue Listungen pro Woche im Schnitt
229PEP-Datensätze neu oder mit geändertem Namen in 90 Tagen

Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.

  • Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
  • Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
  • Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
  • Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.

PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend

Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 229 PEP-Datensätze mit Bezug zu Kuba neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen

Sanktionsprogramme mit Bezug zu Kuba

Mit Bezug zu Kuba stehen 863 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 99 Personen und 764 Organisationen (EU 1, USA 430, HADDEX 432). 3 Programme richten sich ausdrücklich gegen Kuba, darunter CUBA, CUBA-EO14404, CUBA-RES; die übrigen sind thematisch, etwa zu Terrorismus oder Proliferation, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.

Listungen und Daten im Detail

Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.

Alle Programme mit Bezug zu Kuba

CodeProgrammHerausgeberEinträgeNeu
(12 M.)
CUBA-RES LänderprogrammCuba Restricted List - redaktionelle Ergänzung, kein originäres SDN-ProgrammDie Cuba Restricted List ist eine Liste des US-Außenministeriums mit kubanischen Einrichtungen und Untereinrichtungen. Sie ist kein SDN-Programm. Nach den Cuban Assets Control Regulations (OFAC) sind Personen unter US-Jurisdiktion Finanztransaktionen mit den gelisteten Stellen untersagt.USA2380
CUBA-EO14404 LänderprogrammExecutive Order 14404USA9898
CUBA LänderprogrammCuban Assets Control Regulations, 31 C.F.R. part 515Die USA haben das Programm erlassen, die Verwaltung liegt beim OFAC. Grundlage sind die Cuban Assets Control Regulations (31 C.F.R. part 515). Es handelt sich um ein umfassendes Embargo gegen Kuba, das Transaktionen mit Bezug zu Kuba weitgehend beschränkt.USA773
GLOMAGGlobal Magnitsky Sanctions EO 13818USA136
SDGTSpecially Designated Global TerroristUSA61
MEUUS-Military End User List / Military Intelligence End Users ListListe des US-Handelsministeriums (Bureau of Industry and Security). Sie richtet sich gegen ausländische Stellen, die als militärische Endverwender oder als Endverwender militärischer Nachrichtendienste eingestuft sind. Für Ausfuhren an diese Stellen gelten zusätzliche Genehmigungspflichten.USA20
VENEZUELA-EO13850Venezuela Executive Order 13850US-Sanktionsprogramm nach Executive Order 13850 vom 1. November 2018, verwaltet von OFAC. Es erlaubt die Sperrung des Vermögens von Personen, die in bestimmten Sektoren der venezolanischen Wirtschaft wie dem Goldsektor tätig sind oder an korrupten Transaktionen mit der Regierung beteiligt sind.USA20
AUSAU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade)Australien10
ENTUS-Entity ListUSA10
HMTUK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury)Vereinigtes Königreich11
ILLICIT-DRUGS-EO14059——11
NPWMDNon-proliferation Sanctions Weapons of Mass DestructionUS-Sanktionsprogramm zur Nichtverbreitung, das vom US-Finanzministerium (OFAC) verwaltet wird. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die an der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägersystemen beteiligt sind oder diese unterstützen.USA10

Neueste Listungen mit Bezug zu Kuba

DatumListe / ProgrammTypName
15.10.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationB**** I************ D* C******* S***
29.09.2026USSDN - SDGT, ILLICIT-DRUGS-EO14059PersonD******* S***** C******* V*******
23.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationC***** D* I************ Y* D********* D* A******** D* I*********
17.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationC***** D* I************* D********* Y* P********* G**** D* B****
17.09.2026USSDN - CUBA-EO14404PersonJ**** H****** B*********
17.09.2026USSDN - CUBA-EO14404PersonD****** P****** A*******
17.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationC***** D* I************ Y* D********* N****
17.09.2026USSDN - CUBA-EO14404PersonJ****** F******** C***** M*********
17.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationC***** D* I************ Y* D********* D* S**********
17.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationP****** S***
17.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationC***** D* I************** D** N***** C****** A****** F******** M***** D* O**
17.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationE****** D* I********* Y* P******** D** N*****
17.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationE****** D* S******** T******* D* C********** C************* Y* E**********
09.09.2026USSDN - CUBAOrganisationN********** C******** B*** N***
03.09.2026USSDN - CUBA-EO14404PersonF**** E****** C***** C****
03.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationB**** E******* D* C***
03.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationE****** I********** D* A************* P*** E* P*******
03.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationC******** C**** S***
03.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationE****** I********** Y* A*********** D** N*****
03.09.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationE****** D* S******** C********* R*** R**** L*****
20.08.2026USSDN - CUBA-EO14404PersonF******* G******* L****
20.08.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationA****** D* C*********** A* R*************** C********** S***
20.08.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationC****** S***
20.08.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationE****** C****** D* A************* Y* V***** D* E****** D* T********* P***** Y* S** P*****
20.08.2026USSDN - CUBA-EO14404OrganisationA***** C********

Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen

In den letzten 24 Monaten kamen 101 Einträge mit Bezug zu Kuba neu auf die Listen, davon 101 in den letzten 12 Monaten.

0102030Nov 2024: 0 neue ListungenDez 2024: 0 neue ListungenJan 2025: 0 neue ListungenJan 25Feb 2025: 0 neue ListungenMär 2025: 0 neue ListungenApr 2025: 0 neue ListungenApr 25Mai 2025: 0 neue ListungenJun 2025: 0 neue ListungenJul 2025: 0 neue ListungenJul 25Aug 2025: 0 neue ListungenSep 2025: 0 neue ListungenOkt 2025: 0 neue ListungenOkt 25Nov 2025: 0 neue ListungenDez 2025: 0 neue ListungenJan 2026: 0 neue ListungenJan 26Feb 2026: 0 neue ListungenMär 2026: 0 neue ListungenApr 2026: 0 neue ListungenApr 26Mai 2026: 18 neue ListungenJun 2026: 16 neue ListungenJul 2026: 21 neue ListungenJul 26Aug 2026: 26 neue ListungenSep 2026: 19 neue ListungenOkt 2026: 1 neue ListungOkt 26

Embargo: Was für Kuba gilt

Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Kuba kein länderbezogenes Embargo. Personenbezogene Sanktionen gelten trotzdem: 863 Personen und Organisationen mit Bezug zu Kuba stehen auf den Sanktionslisten. Geschäftspartner mit Bezug zu Kuba müssen deshalb ebenso geprüft werden.

US-Embargo gegen Kuba (kein EU-Embargo)

Die EU hat kein Embargo gegen Kuba verhängt. Die USA unterhalten dagegen ein umfassendes Handels- und Finanzembargo (Cuban Assets Control Regulations, 31 C.F.R. Part 515). Für Unternehmen in der EU gilt zugleich die EU-Blocking-Verordnung (EG) Nr. 2271/96: Sie verbietet, bestimmten extraterritorialen US-Sanktionen gegen Kuba Folge zu leisten. Bei US-Bezug (US-Personen, US-Waren, Dollar-Zahlungen) entsteht dadurch ein Spannungsfeld, das im Einzelfall rechtlich geprüft werden sollte.

Quellen: 31 C.F.R. Part 515 – Cuban Assets Control Regulations (eCFR) · Verordnung (EG) Nr. 2271/96 – EU-Blocking-Verordnung (EUR-Lex)

Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.

Vor Lieferungen, Einkäufen und Dienstleistungen mit Bezug zu Kuba prüfen Sie Güter, Genehmigungspflichten und Empfänger – die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel

764gelistete Organisationen mit Bezug zu Kuba
> 50 %Eigentum – Schwelle der EU
≥ 50 %OFAC 50 Percent Rule (USA)

Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.

Mit Bezug zu Kuba stehen derzeit 764 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei Geschäftspartnern mit verschachtelten Beteiligungen lohnt sich trotzdem der Blick auf die Eigentümerstruktur.

Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.

SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel

FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex

FATF-Einstufung: nicht gelistet

Die FATF führt Kuba derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.

EU-Hochrisiko-Drittland: nein

Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Kuba nicht.

Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 40 von 100

Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht Kuba 40 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.

PEP-Daten mit Bezug zu Kuba

Unsere PEP-Datenbank enthält 4.260 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Kuba, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 229 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

Was Unternehmen bei Bezug zu Kuba tun sollten

  • Geschäftspartner prüfen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende mit Bezug zu Kuba täglich gegen die EU-Sanktionslisten prüfen – Pflicht nach VO (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002.
    Sanktionslistenprüfung · Tarife vergleichen
  • 50-%-Regel beachten. Auch nicht gelistete Unternehmen im Eigentum oder unter Kontrolle gelisteter Personen fallen unter das Bereitstellungsverbot. Eigentümerstrukturen deckt die Watchlist SCO ab.
    Mittelbare Sanktionslistenprüfung · SCO-Angebot anfordern
  • US-Bezug klären. Bei US-Personen, US-Waren oder Dollar-Zahlungen greift das US-Embargo; zugleich untersagt die EU-Blocking-Verordnung (EG) Nr. 2271/96, bestimmten US-Sanktionen Folge zu leisten. Die Konstellation im Einzelfall rechtlich prüfen.
    Beratung anfragen
  • US-Listen einbeziehen. 430 der Einträge stammen aus US-Listen. Bei US-Bezug (Waren, Dollar-Zahlungen, US-Gesellschaften) die OFAC- und BIS-Listen mitprüfen.
    Welche Listen sind Pflicht? · easy plus anfragen
Ihr Geschäft mit Kuba

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So setzt sich der eLI-Score zusammen

Der Score von 37 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.

Sanktionsintensität · 40 %
46 /100 · 18,6 P.
Sanktionsprogramme & Embargo · 15 %
75 /100 · 11,3 P.
Sanktionsdynamik (12 Monate) · 10 %
0 /100 · 0,0 P.
Amtliche Einstufungen (FATF / EU) · 25 %
0 /100 · 0,0 P.
PEP-Dichte · 10 %
67 /100 · 6,7 P.

Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu Kuba

Ja. Mit Bezug zu Kuba stehen 863 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 99 Personen und 764 Organisationen (Stand 27.10.2026). 3 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen Kuba, darunter CUBA, CUBA-EO14404, CUBA-RES. Die Pflicht, Geschäftspartner zu prüfen, folgt aus den EU-Verordnungen (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002 sowie den länderbezogenen EU-Verordnungen.

Weil sich die Listen laufend ändern: In den letzten 12 Monaten kamen 101 Einträge mit Bezug zu Kuba neu hinzu. Neue Listungen gelten in der Regel ab dem Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU – ohne Übergangsfrist und auch für bestehende Geschäftsbeziehungen. Wer einem inzwischen gelisteten Partner weiter Gelder oder Waren bereitstellt, verstößt gegen das Bereitstellungsverbot und macht sich nach § 18 AWG strafbar. Deshalb sollten Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende täglich gegen die aktuellen Listen geprüft werden.

Die FATF führt Kuba derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die FATF aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober; der eLI gleicht die Einstufung wöchentlich ab (zuletzt geprüft am 27.10.2026).

Nein. Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Kuba nicht. Es gelten die allgemeinen Sorgfaltspflichten nach § 10 GwG; die eigene Risikoanalyse nach § 5 GwG kann im Einzelfall dennoch ein erhöhtes Risiko ergeben.

Für Verpflichtete nach § 2 GwG ja: Sie müssen klären, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte PEP sind (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG), und die Geschäftsbeziehung kontinuierlich überwachen (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status ändert sich laufend durch Wahlen und Ernennungen: In den letzten 90 Tagen kamen 229 PEP-Datensätze mit Bezug zu Kuba neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Für Unternehmen, die nicht unter das Geldwäschegesetz fallen, besteht keine gesetzliche PEP-Prüfpflicht.

Nein. Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Kuba kein Embargo. Die EU hat kein Embargo gegen Kuba verhängt. Die USA unterhalten dagegen ein umfassendes Handels- und Finanzembargo (Cuban Assets Control Regulations, 31 C.F.R. Part 515). Für Unternehmen in der EU gilt zugleich die EU-Blocking-Verordnung (EG) Nr. 2271/96: Sie verbietet, bestimmten extraterritorialen US-Sanktionen gegen Kuba Folge zu leisten. Bei US-Bezug (US-Personen, US-Waren, Dollar-Zahlungen) entsteht dadurch ein Spannungsfeld, das im Einzelfall rechtlich geprüft werden sollte. Ob ein konkretes Geschäft betroffen ist, hängt von Gut, Empfänger und Verwendungszweck ab; die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Ja. Die USA unterhalten seit 1962 ein umfassendes Embargo gegen Kuba, geregelt in den Cuban Assets Control Regulations (31 C.F.R. Part 515). Die EU hat kein eigenes Embargo verhängt; für Unternehmen in der EU gilt vielmehr die EU-Blocking-Verordnung (EG) Nr. 2271/96, die die Befolgung bestimmter US-Sanktionen untersagt. Wer US-Bezug hat, sollte die Konstellation im Einzelfall rechtlich prüfen lassen.

Ja, unter Umständen. Nach den EU-Sanktionsverordnungen dürfen gelisteten Personen Gelder und wirtschaftliche Ressourcen auch nicht mittelbar bereitgestellt werden. Ein nicht gelistetes Unternehmen ist betroffen, wenn gelistete Personen mehr als 50 % der Anteile halten oder es im Einzelfall kontrollieren; nach der OFAC 50 Percent Rule genügen in den USA 50 % oder mehr. Mit Bezug zu Kuba stehen derzeit 764 Organisationen auf den Sanktionslisten, deren Beteiligungen eine reine Namensprüfung nicht erkennt.

Länder mit ähnlichem Risikoprofil

Vereinigte Arabische Emirate 38 Hongkong 39 Mexiko 40 Libyen 41 Nicaragua 30

Quellen

Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.

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