Länderrisiko · Sudan

Sudan: Sanktionen und Länderrisiko

Für Sudan weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 44 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „mittel“, Rang 17 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 373 aktive Sanktionslisten-Einträge und ein EU-Waffenembargo. Allein in den letzten 12 Monaten kamen 79 Listungen hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zu Sudan müssen deshalb laufend geprüft werden.

Tobias Siemssen, LL.M. CEO, Siemssen Consulting GmbH Ich bin Jurist, Steuerberater, Systementwickler, Unternehmer und Investor. Ich habe easycompliance entwickelt und verbinde juristische Expertise praxisnah mit über 15 Jahren Compliance-Erfahrung, neuester Technologie und internationalem Blick. LinkedIn XING E-Mail Telefon KI-Transparenz So entstehen unsere Länderseiten Die Länderinformationen werden mit Hilfe von KI aggregiert – aus den Sanktions- und PEP-Daten von easycompliance sowie aus öffentlichen und privaten Quellen wie EUR-Lex, BAFA, FATF und Reguvis. Rechtsangaben in KI-Texten werden automatisch mit diesen Quellen abgeglichen; die Redaktion kann jeden Text korrigieren. Wie wir KI nutzen Zuletzt aktualisiert:

SD Sudan · auf der Weltkarte
mittel

Rang 17 von 250 Ländern · Stand 27.10.2026

373Listeneinträge
5Länderprogramme
79neue Listungen 12 M.
3.761PEP-Datensätze

Sanktionslage mit Bezug zu Sudan

Für Geschäfte mit Bezug zu Sudan gelten auf EU-Ebene die Verordnung (EU) 747/2014 sowie die Verordnung (EU) 2023/2147 vom 9. Oktober 2023, die restriktive Maßnahmen gegen Aktivitäten vorsieht, welche die Stabilität und den politischen Übergang Sudans untergraben. Das BAFA führt Sudan als Waffenembargo- und Dual-Use-Embargoland mit Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen und Erfüllungsverbot. In den USA gelten die Darfur Sanctions Regulations (31 C.F.R. part 546) sowie die Executive Order 14098 vom 4. Mai 2023, die Sanktionen gegen Personen vorsieht, die Sudan destabilisieren und den demokratischen Übergang untergraben. Sudan ist von der FATF nicht gelistet und kein EU-Hochrisikodrittland; easycompliance stuft das Land in Risikoklasse 3 ein. Praktisch müssen Unternehmen Geschäftspartner, wirtschaftlich Berechtigte und Zahlungsempfänger gegen EU- und US-Listen prüfen, gelisteten Personen und Organisationen keine Gelder oder wirtschaftlichen Ressourcen bereitstellen und Lieferungen von Rüstungs- und Dual-Use-Gütern sowie zugehörige Dienstleistungen vorab auf Verbote und Genehmigungspflichten prüfen.

Mit Bezug zu Sudan stehen 373 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 246 Personen und 127 Organisationen. 5 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen Sudan (DARFUR, SDNZ, SU1, SUD, SUDAN-EO14098); die übrigen Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zu Terrorismus oder Proliferation. In den letzten 12 Monaten kamen 79 Einträge hinzu; die Maßnahmen wurden 8-mal durch Verordnungen oder Verordnungsänderungen angepasst. Unsere PEP-Datenbank enthält 3.761 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Sudan.

Lagebild mit Hilfe von KI erstellt aus den Listendaten und amtlichen Quellen, Stand 27.10.2026. Quellen: eur-lex.europa.eu · ofac.treasury.gov.

Warum Geschäftspartner mit Bezug zu Sudan laufend geprüft werden müssen

79neue Listungen mit Bezug zu Sudan in 12 Monaten
2neue Listungen pro Woche im Schnitt
10.10.2026letzte Änderung: EU-Rechtsakt (EU) 2026/2262

Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.

  • Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
  • Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
  • Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
  • Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.

PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend

Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 163 PEP-Datensätze mit Bezug zu Sudan neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen

Sanktionsprogramme mit Bezug zu Sudan

Mit Bezug zu Sudan stehen 373 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 246 Personen und 127 Organisationen (EU 48, USA 92, HADDEX 233). 5 Programme richten sich ausdrücklich gegen Sudan, darunter DARFUR, SDNZ, SU1, SUD, SUDAN-EO14098; die übrigen sind thematisch, etwa zu Terrorismus oder Proliferation, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.

Listungen und Daten im Detail

Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.

Alle Programme mit Bezug zu Sudan

CodeProgrammHerausgeberEinträgeNeu
(12 M.)
SUDAN-EO14098 Länderprogramm——5726
SUD LänderprogrammEU-SudanEU3111
DARFUR LänderprogrammDarfur Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 546Die Darfur Sanctions Regulations (31 C.F.R. part 546) des US-Finanzministeriums (OFAC) richten sich gegen Personen und Organisationen, die zum Konflikt in der sudanesischen Region Darfur beitragen.USA60
SU1 LänderprogrammEU-Sudan (Handlungen, die die Stabilität und den politischen Übergang Sudans untergraben)EU33
HMTUK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury)Vereinigtes Königreich3617
SECCH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs)Schweiz3411
AUSAU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade)Australien165
SDGTSpecially Designated Global TerroristUSA162
UNSUN-United Nations Security Council Consolidated ListVereinte Nationen145
CAREU-Central African RepublicDas EU-Programm beruht auf der Verordnung (EU) Nr. 224/2014 des Rates. Es sieht restriktive Maßnahmen gegen Personen und Organisationen vor, die Frieden, Stabilität oder Sicherheit in der Zentralafrikanischen Republik untergraben.EU50
SOUTH SUDANSouth Sudan Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 558; Executive Order 13664Die USA haben dieses Programm 2014 eingeführt, das OFAC setzt es um. Es sieht gezielte Sanktionen gegen bestimmte Personen und Organisationen vor, die den Frieden, die Sicherheit oder die Stabilität des Südsudan und der umliegenden Region gefährden.USA40
CYBER2Sanctions Related to Significant Malicious Cyber-Enabled ActivitiesSanktionsprogramm des US-Finanzministeriums (OFAC). Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die für erhebliche böswillige Aktivitäten im Cyberraum verantwortlich sind oder daran beteiligt sind.USA30
ELECTION-EO13848Imposing Certain Sanctions in the Event of Foreign Interference in a United States ElectionUSA30
FTOForeign Terrorist Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 597USA32
HRVEU-Schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstößeDer Rat der EU hat diese globale Sanktionsregelung am 7. Dezember 2020 mit dem Beschluss (GASP) 2020/1999 geschaffen. Sie richtet sich gegen Personen, Organisationen und Einrichtungen, die weltweit für schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstöße verantwortlich sind.EU30
UKRAINE2Ukraine - associated with Executive Order 13661USA30
GLOMAGGlobal Magnitsky Sanctions EO 13818USA20
LIBYA3Libya Sanctions - Executive Order 13726Die USA haben dieses Programm mit der Executive Order 13726 erlassen, es gehört zum Libyen-Sanktionsprogramm des OFAC. Es richtet sich mit Vermögenssperren und Einreisebeschränkungen gegen Personen, die zur Lage in Libyen beitragen.USA20
HPJEU-Hamas und Palästinensisch Islamischer DschihadDer Rat der EU hat diesen Sanktionsrahmen im Januar 2024 eingerichtet. Er richtet sich gegen Personen und Organisationen, die Gewalttaten der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Dschihad unterstützen, erleichtern oder ermöglichen.EU10
PAARSSR-EO13894Executive Order 13894, as amended by Executive Order 14142 and the Executive Order of June 30, 2025US-Sanktionsprogramm auf Grundlage der Executive Order 13894 mit ihren Änderungen, das vom US-Finanzministerium (OFAC) verwaltet wird. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die mit der Lage in Syrien in Verbindung stehen, unter anderem mit dem früheren Assad-Regime und der Destabilisierung der Region.USA10
TALEU-ISIL (Da'esh) und Al-Qaida-Netzwerk (früher auch: Taliban/Osama bin Laden)EU10

Neueste Listungen mit Bezug zu Sudan

DatumListe / ProgrammTypName
10.10.2026EG-VO Nr.2262/2026-A01PersonM******* I***** S*******
10.10.2026EG-VO Nr.2262/2026-A01PersonM****** I****** A**** N*** M******
10.10.2026EG-VO Nr.2262/2026-A01PersonA** A*** K*****
17.07.2026UKHMTOrganisationO******* M*****
17.07.2026UKHMTOrganisationS****** C****** L******
17.07.2026UKHMTPersonA**** H**** E* B***** H*****
17.07.2026UKHMTPersonA**** A******
17.07.2026UKHMTOrganisationA**** M***** C****** L******
17.07.2026UKHMTPersonM**** G********* M****** F*******
17.07.2026UKHMTPersonA** D**** A**** N*** H******** A*****
26.06.2026USSDN - SUDAN-EO14098PersonF**** A******** L**** O*****
26.06.2026USSDN - SUDAN-EO14098PersonJ*** P**** D***** G*****
26.06.2026USSDN - SUDAN-EO14098PersonE****** D***** P******* Q**********
26.06.2026USSDN - SUDAN-EO14098PersonA*** C********
26.06.2026USSDN - SUDAN-EO14098OrganisationS** E***** L******
26.06.2026USSDN - SUDAN-EO14098PersonT**** H****** M******* M*****
26.06.2026USSDN - SUDAN-EO14098OrganisationP**** E********** C****** L**
26.06.2026USSDN - SUDAN-EO14098OrganisationT***** M************** C****** L**
22.06.2026EG-VO Nr.1393/2026-A01PersonA****** H*****
08.05.2026AUDFATPersonA******* H***** D*****
06.05.2026EG-VO Nr.1051/2026-A01PersonA***** A***** Q****** B******
06.05.2026EG-VO Nr.1051/2026-A01PersonC****** V****** O******* F*****
06.05.2026EG-VO Nr.1051/2026-A01PersonM**** A***** D**** B*****
29.04.2026UKHMTPersonA******* H***** D*****
29.04.2026CHSECO - SUDANPersonA****** H***** D*****

Neueste PEP-Einträge mit Bezug zu Sudan

Nur Funktionsbereich, ohne Angehörige und nahestehende Personen.

Neu/geändertFunktionsbereichName
02.09.2026Staatsunternehmen & ZentralbankA**** H***** A****
02.09.2026Militär & SicherheitK********* A******* I**** A**********
02.09.2026Staatsunternehmen & ZentralbankS*** A********** S****
02.09.2026Staatsunternehmen & ZentralbankM******* A****** Z**********
02.09.2026Militär & SicherheitA*** A**** M***** F***
02.09.2026Staatsunternehmen & ZentralbankA******** A******* A**** A*****
02.09.2026Militär & SicherheitH***** A** e******** A**
02.09.2026Staatsunternehmen & ZentralbankA******* A******** A*******
02.09.2026Militär & SicherheitZ****** I****** M****** A****
02.09.2026JustizI****** A*******
02.09.2026Regierung & VerwaltungM******** S****
02.09.2026Sonstige öffentliche FunktionY**** T*** S****
02.09.2026Regierung & VerwaltungA*** A*** D******
02.09.2026JustizS****** S***** H****
02.09.2026Regierung & VerwaltungI**** n**** M*** O*** B*****
02.09.2026Regierung & VerwaltungA**** M***** M*** M******
02.09.2026Regierung & VerwaltungI**** Q****** A******* M*******
02.09.2026Sonstige öffentliche FunktionS**** A**** J***** A********
02.09.2026Sonstige öffentliche FunktionN***** A** M****** M****** T****
02.09.2026Regierung & VerwaltungA** B*** A** A******* A******

Verordnungen der letzten 12 Monate

ProgrammRechtsaktGeändertVeröffentlicht
SU1(EU) 2026/2262Anhang I10.10.2026
SUD(EU) 2026/1724Rechtsakt14.07.2026
SUD(EU) 2026/1393Anhang I22.06.2026
SUD(EU) 2026/1051Anhang I07.05.2026
SUDBANZ 20260506—06.05.2026
SUD(EU) 2026/531Anhang I05.03.2026
SUD(EU) 2026/251Anhang I29.01.2026
SUD(EU) 2025/2368Anhang I20.11.2025

Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen

In den letzten 24 Monaten kamen 118 Einträge mit Bezug zu Sudan neu auf die Listen, davon 79 in den letzten 12 Monaten. Zu Programmen, die sich ausdrücklich gegen Sudan richten, gab es in den letzten 12 Monaten 8 Verordnungen bzw. Verordnungsänderungen.

0102030Nov 2024: 11 neue ListungenDez 2024: 3 neue ListungenJan 2025: 16 neue ListungenJan 25Feb 2025: 0 neue ListungenMär 2025: 1 neue ListungApr 2025: 0 neue ListungenApr 25Mai 2025: 0 neue ListungenJun 2025: 2 neue ListungenJul 2025: 3 neue ListungenJul 25Aug 2025: 2 neue ListungenSep 2025: 1 neue ListungOkt 2025: 0 neue ListungenOkt 25Nov 2025: 0 neue ListungenDez 2025: 10 neue ListungenJan 2026: 5 neue ListungenJan 26Feb 2026: 23 neue ListungenMär 2026: 9 neue ListungenApr 2026: 9 neue ListungenApr 26Mai 2026: 4 neue ListungenJun 2026: 9 neue ListungenJul 2026: 7 neue ListungenJul 26Aug 2026: 0 neue ListungenSep 2026: 0 neue ListungenOkt 2026: 3 neue ListungenOkt 26

Embargo: Was für Sudan gilt

Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Sudan ein Waffenembargo aus 2 Rechtsakten. Es umfasst: Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Erfüllungsverbot, Sonstiges. Im eLI zählt es mit 15 Punkten zur Komponente „Sanktionsprogramme & Embargo“ (Waffenembargo 15, Wirtschaftsembargo 15 Punkte).

Embargo-Matrix Sudan laut BAFA-Übersicht, Stand 15.06.2026
MaßnahmeVerordnung (EU) 747/2014zuletzt geändert: Durchführungsverordnung (EU) 2026/53Verordnung (EU) 2023/2147zuletzt geändert: Durchführungsverordnung (EU) 2026/887
Waffenembargo giltgilt nicht
Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung giltgilt nicht
Güter der internen Repressiongilt nichtgilt nicht
Ausfuhr- und Lieferbeschränkungengilt nichtgilt nicht
Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungengilt nichtgilt nicht
Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen giltgilt nicht
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote) gilt gilt
Erfüllungsverbot gilt gilt
Sonstiges gilt gilt
Fundstellen: Verordnung (EU) 747/2014
Waffenembargo
  • §§ 74ff.AWV in Bezug auf Güter des Teils I Abschnitt A der Ausfuhrliste
Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen
  • Verbote für Dienstleistungen i. Z. m. militärischen Aktivitäten Art. 2
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
  • Art. 5 i.V.m. Anhang I
Erfüllungsverbot
  • Art. 12
Sonstiges
  • Zusammenarbeit mit Behörden Art. 9
Fundstellen: Verordnung (EU) 2023/2147
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
  • Art. 2 i.V.m. Anhang I
Erfüllungsverbot
  • Art. 11
Sonstiges
  • Zusammenarbeit mit Behörden Art. 8

Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Die Übersicht ist nach Angabe des BAFA unverbindlich und bildet weder Umgehungsverbote noch Ausnahmen oder Altverträge ab; maßgeblich sind die im Amtsblatt der EU veröffentlichten Rechtsakte. „Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung“: Genehmigungspflicht für nicht gelistete Dual-Use-Güter bei militärischer Endverwendung (Art. 4 Abs. 1 b) Verordnung (EU) 2021/821). Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.

Vor Lieferungen, Einkäufen und Dienstleistungen mit Bezug zu Sudan prüfen Sie Güter, Genehmigungspflichten und Empfänger – die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel

127gelistete Organisationen mit Bezug zu Sudan
> 50 %Eigentum – Schwelle der EU
≥ 50 %OFAC 50 Percent Rule (USA)

Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.

Mit Bezug zu Sudan stehen derzeit 127 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei Geschäftspartnern mit verschachtelten Beteiligungen lohnt sich trotzdem der Blick auf die Eigentümerstruktur.

Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.

SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel

FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex

FATF-Einstufung: nicht gelistet

Die FATF führt Sudan derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.

EU-Hochrisiko-Drittland: nein

Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Sudan nicht.

Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 14 von 100

Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht Sudan 14 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.

PEP-Daten mit Bezug zu Sudan

Unsere PEP-Datenbank enthält 3.761 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Sudan, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 163 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Die neuesten Einträge stehen maskiert und nur mit Funktionsbereich unter Listungen & Daten.

Was Unternehmen bei Bezug zu Sudan tun sollten

  • Geschäftspartner prüfen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende mit Bezug zu Sudan täglich gegen die EU-Sanktionslisten prüfen – Pflicht nach VO (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002.
    Sanktionslistenprüfung · Tarife vergleichen
  • 50-%-Regel beachten. Auch nicht gelistete Unternehmen im Eigentum oder unter Kontrolle gelisteter Personen fallen unter das Bereitstellungsverbot. Eigentümerstrukturen deckt die Watchlist SCO ab.
    Mittelbare Sanktionslistenprüfung · SCO-Angebot anfordern
  • Güter und Endverwendung klären. Das Waffenembargo betrifft bestimmte Güter, Dienstleistungen und Zahlungen. Vor Lieferungen Güterlisten, Genehmigungspflichten und das Bereitstellungsverbot prüfen.
    Das Bereitstellungsverbot
  • US-Listen einbeziehen. 92 der Einträge stammen aus US-Listen. Bei US-Bezug (Waren, Dollar-Zahlungen, US-Gesellschaften) die OFAC- und BIS-Listen mitprüfen.
    Welche Listen sind Pflicht? · easy plus anfragen
Ihr Geschäft mit Sudan

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So setzt sich der eLI-Score zusammen

Der Score von 44 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.

Sanktionsintensität · 40 %
31 /100 · 12,2 P.
Sanktionsprogramme & Embargo · 15 %
100 /100 · 15,0 P.
Sanktionsdynamik (12 Monate) · 10 %
100 /100 · 10,0 P.
Amtliche Einstufungen (FATF / EU) · 25 %
0 /100 · 0,0 P.
PEP-Dichte · 10 %
66 /100 · 6,6 P.

Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu Sudan

Ja. Mit Bezug zu Sudan stehen 373 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 246 Personen und 127 Organisationen (Stand 27.10.2026). 5 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen Sudan, darunter DARFUR, SDNZ, SU1, SUD. Zusätzlich besteht ein EU-Waffenembargo (Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Erfüllungsverbot, Sonstiges). Die Pflicht, Geschäftspartner zu prüfen, folgt aus den EU-Verordnungen (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002 sowie den länderbezogenen EU-Verordnungen.

Weil sich die Listen laufend ändern: In den letzten 12 Monaten kamen 79 Einträge mit Bezug zu Sudan neu hinzu, zuletzt angepasst wurden die Maßnahmen durch den EU-Rechtsakt (EU) 2026/2262 vom 10.10.2026. Neue Listungen gelten in der Regel ab dem Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU – ohne Übergangsfrist und auch für bestehende Geschäftsbeziehungen. Wer einem inzwischen gelisteten Partner weiter Gelder oder Waren bereitstellt, verstößt gegen das Bereitstellungsverbot und macht sich nach § 18 AWG strafbar. Deshalb sollten Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende täglich gegen die aktuellen Listen geprüft werden.

Die FATF führt Sudan derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die FATF aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober; der eLI gleicht die Einstufung wöchentlich ab (zuletzt geprüft am 27.10.2026).

Nein. Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Sudan nicht. Es gelten die allgemeinen Sorgfaltspflichten nach § 10 GwG; die eigene Risikoanalyse nach § 5 GwG kann im Einzelfall dennoch ein erhöhtes Risiko ergeben.

Für Verpflichtete nach § 2 GwG ja: Sie müssen klären, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte PEP sind (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG), und die Geschäftsbeziehung kontinuierlich überwachen (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status ändert sich laufend durch Wahlen und Ernennungen: In den letzten 90 Tagen kamen 163 PEP-Datensätze mit Bezug zu Sudan neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Für Unternehmen, die nicht unter das Geldwäschegesetz fallen, besteht keine gesetzliche PEP-Prüfpflicht.

Ja. Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Sudan ein EU-Waffenembargo; es umfasst Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Erfüllungsverbot, Sonstiges. Rechtsgrundlage sind Verordnung (EU) 747/2014 und Verordnung (EU) 2023/2147, EU-Verordnungen nach Art. 215 AEUV, die in allen Mitgliedstaaten unmittelbar gelten. Ob ein konkretes Geschäft betroffen ist, hängt von Gut, Empfänger und Verwendungszweck ab; die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Ja, unter Umständen. Nach den EU-Sanktionsverordnungen dürfen gelisteten Personen Gelder und wirtschaftliche Ressourcen auch nicht mittelbar bereitgestellt werden. Ein nicht gelistetes Unternehmen ist betroffen, wenn gelistete Personen mehr als 50 % der Anteile halten oder es im Einzelfall kontrollieren; nach der OFAC 50 Percent Rule genügen in den USA 50 % oder mehr. Mit Bezug zu Sudan stehen derzeit 127 Organisationen auf den Sanktionslisten, deren Beteiligungen eine reine Namensprüfung nicht erkennt.

Länder mit ähnlichem Risikoprofil

Libyen 41 Mexiko 40 Hongkong 39 Vereinigte Arabische Emirate 38 Kuba 37

Quellen

Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.

Geschäftspartner mit Bezug zu Sudan automatisch prüfen

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