Länderrisiko · China

China: Sanktionen und Länderrisiko

Für China weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 58 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „hoch“, Rang 12 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 5.423 aktive Sanktionslisten-Einträge und ein EU-Waffenembargo. Allein in den letzten 12 Monaten kamen 408 Listungen hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zu China müssen deshalb laufend geprüft werden.

Tobias Siemssen, LL.M. CEO, Siemssen Consulting GmbH Ich bin Jurist, Steuerberater, Systementwickler, Unternehmer und Investor. Ich habe easycompliance entwickelt und verbinde juristische Expertise praxisnah mit über 15 Jahren Compliance-Erfahrung, neuester Technologie und internationalem Blick. LinkedIn XING E-Mail Telefon KI-Transparenz So entstehen unsere Länderseiten Die Länderinformationen werden mit Hilfe von KI aggregiert – aus den Sanktions- und PEP-Daten von easycompliance sowie aus öffentlichen und privaten Quellen wie EUR-Lex, BAFA, FATF und Reguvis. Rechtsangaben in KI-Texten werden automatisch mit diesen Quellen abgeglichen; die Redaktion kann jeden Text korrigieren. Wie wir KI nutzen Zuletzt aktualisiert:

CN China · auf der Weltkarte
hoch

Rang 12 von 250 Ländern · Stand 27.10.2026

5.423Listeneinträge
2Länderprogramme
408neue Listungen 12 M.
30.899PEP-Datensätze

Sanktionslage mit Bezug zu China

Mit Bezug zu China stehen 5.423 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 787 Personen und 4.636 Organisationen. 2 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen China (CMIC-EO13959, UHRPA); die übrigen Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zu Terrorismus oder Proliferation. In den letzten 12 Monaten kamen 408 Einträge hinzu. Unsere PEP-Datenbank enthält 30.899 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu China.

Warum Geschäftspartner mit Bezug zu China laufend geprüft werden müssen

408neue Listungen mit Bezug zu China in 12 Monaten
8neue Listungen pro Woche im Schnitt
1.470PEP-Datensätze neu oder mit geändertem Namen in 90 Tagen

Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.

  • Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
  • Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
  • Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
  • Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.

PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend

Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 1.470 PEP-Datensätze mit Bezug zu China neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen

Sanktionsprogramme mit Bezug zu China

Mit Bezug zu China stehen 5.423 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 787 Personen und 4.636 Organisationen (EU 52, USA 2.402, HADDEX 2.969). 2 Programme richten sich ausdrücklich gegen China, darunter CMIC-EO13959, UHRPA; die übrigen sind thematisch, etwa zu Terrorismus oder Proliferation, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.

Listungen und Daten im Detail

Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.

Alle Programme mit Bezug zu China

CodeProgrammHerausgeberEinträgeNeu
(12 M.)
CMIC-EO13959 Länderprogramm—Die USA haben das Programm auf Grundlage der Executive Order 13959 erlassen, die Verwaltung liegt beim OFAC. Es beschränkt Investitionen in öffentlich gehandelte Wertpapiere von Unternehmen, die dem militärisch-industriellen Komplex der Volksrepublik China zugeordnet werden.—680
UHRPA LänderprogrammUyghur Human Rights Policy Act of 2020 - Global MagnitskyUS-Sanktionsprogramm auf Grundlage des Uyghur Human Rights Policy Act of 2020. Es richtet sich gegen ausländische Personen, die für Menschenrechtsverletzungen an Uiguren und anderen turkstämmigen muslimischen Minderheiten in der Region Xinjiang in China verantwortlich sind.USA10
ENTUS-Entity ListUSA9430
RUSSIA-EO14024Blocking Property With Respect To Specified Harmful Foreign Activities of the Government of the Russian FederationDas Programm wurde von den USA erlassen und wird vom OFAC verwaltet. Es beruht auf der Executive Order 14024 vom 15. April 2021 und richtet sich gegen bestimmte schädliche ausländische Aktivitäten der Regierung der Russischen Föderation.USA2953
IFSRIranian Financial Sanctions Regulations, 31 CFR part 561Die USA haben die Iranian Financial Sanctions Regulations (31 CFR part 561) erlassen. Sie richten sich gegen ausländische Finanzinstitute, die bestimmte Transaktionen oder Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit Iran erleichtern.USA24948
NPWMDNon-proliferation Sanctions Weapons of Mass DestructionUS-Sanktionsprogramm zur Nichtverbreitung, das vom US-Finanzministerium (OFAC) verwaltet wird. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die an der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägersystemen beteiligt sind oder diese unterstützen.USA22437
IRAN-EO13902Imposing Sanctions With Respect to Additional Sectors of IranExecutive Order 13902 der USA, die OFAC im Rahmen der Iran-Sanktionen verwaltet. Sie erlaubt Sanktionen in Bezug auf weitere Sektoren der iranischen Wirtschaft.USA14177
SDGTSpecially Designated Global TerroristUSA14014
METJP-Japanese End User List METI (Ministry of Economy, Trade and Industry)Japan1330
SECCH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs)Schweiz13251
HMTUK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury)Vereinigtes Königreich12682
IRAN-EO13846Reimposing Certain Sanctions With Respect to Iran (E.O.13846)Executive Order 13846, im August 2018 vom US-Präsidenten erlassen und von OFAC verwaltet. Nach dem Ausstieg der USA aus dem JCPOA setzt sie aufgehobene Iran-Sanktionen wieder in Kraft, darunter Sperr-, Korrespondenzkonten- und Menü-Sanktionen.USA9713
RU2EU-Russische Föderation (Lage in der Ukraine destabilisierend)EU9035
MEUUS-Military End User List / Military Intelligence End Users ListListe des US-Handelsministeriums (Bureau of Industry and Security). Sie richtet sich gegen ausländische Stellen, die als militärische Endverwender oder als Endverwender militärischer Nachrichtendienste eingestuft sind. Für Ausfuhren an diese Stellen gelten zusätzliche Genehmigungspflichten.USA550
ILLICIT-DRUGS-EO14059——540
TCOTransnational Criminal Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 590; Executive Order 13581USA4818
DPRK4North Korea Sanctions Regulations (E.O.13810)Von den USA erlassene und vom OFAC verwaltete zusätzliche Sanktionen gegen Nordkorea nach E.O. 13810. Sie sollen verhindern, dass Nordkorea seine Programme für Massenvernichtungswaffen und ballistische Raketen finanzieren kann, und führen neue Kriterien für Listungen ein.USA473
UNVUS-Unverified ListUSA430
HKAAHong Kong Autonomy Act (HKAA), H.R. 7440, Public Law No. 116-149 - Hong KongUSA3939
RUSEU-Russische Föderation (Unabhängigkeit der Ukraine untergrabend)EU359
SSI-UKRAINE-EO13662Ukraine - Sectoral Sanctions Identifications List - Executive Order 13662USA352
DPRK3North Korea Sanctions Regulations (E.O.13722)Von den USA erlassene und vom OFAC verwaltete Sanktionen nach E.O. 13722: Das Vermögen der Regierung Nordkoreas und der Partei der Arbeit Koreas wird gesperrt. Außerdem sind Exporte und Reexporte nach Nordkorea sowie neue Investitionen dort verboten.USA332
SDNTKSpecially Designated Narcotics Traffickers (Kingpin Act)USA300
GLOMAGGlobal Magnitsky Sanctions EO 13818USA280
DPRK2North Korea Sanctions Regulations (E.O.13687)US-Sanktionen gegen Nordkorea nach den North Korea Sanctions Regulations auf Grundlage der Executive Order 13687, verwaltet vom US-Finanzministerium (OFAC). Sie richten sich gegen Amtsträger, Behörden und sonstige Stellen der Regierung Nordkoreas und der Arbeiterpartei Koreas.USA200
NPSUS-Nonproliferation Sanctions (Listen siehe unten)USA201
AUSAU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade)Australien180
CYBER2Sanctions Related to Significant Malicious Cyber-Enabled ActivitiesSanktionsprogramm des US-Finanzministeriums (OFAC). Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die für erhebliche böswillige Aktivitäten im Cyberraum verantwortlich sind oder daran beteiligt sind.USA140
DPLUS-Denied Persons ListDie Denied Persons List wird vom Bureau of Industry and Security (BIS) im US-Handelsministerium geführt. Sie erfasst Personen und Unternehmen, denen die Exportberechtigung entzogen wurde. Geschäfte mit ihnen über Güter, die dem US-Exportrecht unterliegen, sind untersagt.USA120
IFCAIran Freedom and Counter-Proliferation Act of 2012Der Iran Freedom and Counter-Proliferation Act of 2012 ist ein US-Gesetz. Er richtet sich gegen den Energie-, Schifffahrts- und Schiffbausektor Irans sowie gegen Personen, die bestimmte Geschäfte mit diesen Sektoren tätigen.USA120
IRAN-EO13871Imposing Sanctions With Respect to the Iron, Steel, Aluminum and Copper Sectors of IranExecutive Order 13871, im Mai 2019 vom US-Präsidenten erlassen und von OFAC verwaltet. Sie richtet sich gegen den Eisen-, Stahl-, Aluminium- und Kupfersektor Irans und soll der iranischen Regierung Einnahmen aus diesen Sektoren entziehen.USA94
UNSUN-United Nations Security Council Consolidated ListVereinte Nationen80
HRVEU-Schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstößeDer Rat der EU hat diese globale Sanktionsregelung am 7. Dezember 2020 mit dem Beschluss (GASP) 2020/1999 geschaffen. Sie richtet sich gegen Personen, Organisationen und Einrichtungen, die weltweit für schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstöße verantwortlich sind.EU72
NKOEU-Nordkorea (Demokratische Volksrepublik Korea)Restriktive Maßnahmen des Rates der EU gegen die Demokratische Volksrepublik Korea. Sie setzen Maßnahmen der Vereinten Nationen um, ergänzen diese durch eigene EU-Maßnahmen und richten sich gegen die Nuklear- und ballistischen Raketenprogramme des Landes sowie gegen daran beteiligte Personen und Organisationen.EU70
CYBEU-CyberangriffeDer Rat der Europäischen Union hat im Mai 2019 einen Sanktionsrahmen geschaffen. Er erlaubt gezielte restriktive Maßnahmen, um Cyberangriffe abzuwehren und darauf zu reagieren, die eine Bedrohung von außen für die EU oder ihre Mitgliedstaaten darstellen.EU63
CYBER3Executive Order 13694; Executive Order 13757; Executive Order 14144US-Sanktionen auf Grundlage der Executive Orders 13694, 13757 und 14144, verwaltet vom US-Finanzministerium (OFAC). Sie richten sich gegen Personen und Organisationen, die für erhebliche böswillige Aktivitäten im Cyberraum verantwortlich sind.USA60
DPRKNorth Korea Sanctions Regulations (E.O.13551)US-Sanktionen gegen Nordkorea nach den North Korea Sanctions Regulations auf Grundlage der Executive Order 13551, verwaltet vom US-Finanzministerium (OFAC). Sie richten sich u. a. gegen Personen, die am Waffenhandel, am Handel mit Luxusgütern oder an illegalen Wirtschaftsaktivitäten Nordkoreas beteiligt sind.USA51
IRANIran Sanctions; Iranian Transactions and Sanctions Regulations - ITSR (E.O.13599)Dies ist ein US-Sanktionsprogramm gegen Iran. Es beruht auf den vom OFAC verwalteten Iranian Transactions and Sanctions Regulations (ITSR) und auf der Executive Order 13599, die Vermögen der iranischen Regierung und iranischer Finanzinstitute sperrt.USA50
PAIPAProtecting American Intellectual Property Act of 2022 (PAIPA), Public Law: 117-336USA55
IRGCIslamic Revolutionary Guard CorpsUSA40

Neueste Listungen mit Bezug zu China

DatumListe / ProgrammTypName
19.10.2026USSDN - PAIPAOrganisationS******* Z****** T********* C* L**
19.10.2026USSDN - PAIPAOrganisationB****** Q*** C******** Z****** E********* M********* C***** L****** P**********
19.10.2026USSDN - PAIPAOrganisationB****** Q*** C******** P**** I* V****** C****** C***** L****** P**********
19.10.2026USSDN - PAIPAOrganisationB****** Q*** C******** P**** I* V****** C****** C***** L****** P**********
19.10.2026USSDN - PAIPAOrganisationQ*** C******** B****** I********* M********* C* L**
15.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationE********** T****** C*** L******
08.10.2026UKHMTOrganisationY******* D********* I****** C* L**
08.10.2026UKHMTOrganisationS******* X**** R*** I************ T**** C*** L**
08.10.2026UKHMTOrganisationC******* M******** (******** C*** L**
08.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationB**** S******* C****** L******
08.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationS******** S******* L******
08.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationS******* S*** M********* L******
08.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationJ** D***** C****** L******
08.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationH******* I************ G**** L******
05.10.2026USSDN - NPWMD, IFSROrganisationA* I************ T**** C* L******
05.10.2026USSDN - NPWMD, IFSROrganisationH** Y** T****** C****** L******
05.10.2026USSDN - NPWMD, IFSROrganisationQ*** X* L*** T****** C* L******
01.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationT**** G***** T****** H*** K*** L******
01.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationH********* C*** L******
01.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationE*** C****** D********** L******
01.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationM**** C*** L******
01.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationB****** G**** C*** L******
01.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationH**** S******* C*** L***
01.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationD******* T****** G**** L******
01.10.2026USSDN - IRAN-EO13902OrganisationK** T****** L******

Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen

In den letzten 24 Monaten kamen 1.181 Einträge mit Bezug zu China neu auf die Listen, davon 408 in den letzten 12 Monaten.

0255075100125150175Nov 2024: 13 neue ListungenDez 2024: 171 neue ListungenJan 2025: 124 neue ListungenJan 25Feb 2025: 31 neue ListungenMär 2025: 94 neue ListungenApr 2025: 18 neue ListungenApr 25Mai 2025: 47 neue ListungenJun 2025: 33 neue ListungenJul 2025: 43 neue ListungenJul 25Aug 2025: 25 neue ListungenSep 2025: 75 neue ListungenOkt 2025: 100 neue ListungenOkt 25Nov 2025: 11 neue ListungenDez 2025: 22 neue ListungenJan 2026: 4 neue ListungenJan 26Feb 2026: 70 neue ListungenMär 2026: 9 neue ListungenApr 2026: 46 neue ListungenApr 26Mai 2026: 66 neue ListungenJun 2026: 34 neue ListungenJul 2026: 69 neue ListungenJul 26Aug 2026: 41 neue ListungenSep 2026: 5 neue ListungenOkt 2026: 30 neue ListungenOkt 26

Embargo: Was für China gilt

Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für China ein Waffenembargo. Es umfasst: Waffenembargo. Im eLI zählt es mit 15 Punkten zur Komponente „Sanktionsprogramme & Embargo“ (Waffenembargo 15, Wirtschaftsembargo 15 Punkte).

Embargo-Matrix China laut BAFA-Übersicht, Stand 15.06.2026
MaßnahmeChina (VR)
Waffenembargo gilt
Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnunggilt nicht
Güter der internen Repressiongilt nicht
Ausfuhr- und Lieferbeschränkungengilt nicht
Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungengilt nicht
Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfengilt nicht
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)gilt nicht
Erfüllungsverbotgilt nicht
Sonstigesgilt nicht
Fundstellen: China (VR)
Waffenembargo
  • Gemeinsame Erklärung der Außenminister der EU vom 27.06.1989 (Anhang 11)

Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Die Übersicht ist nach Angabe des BAFA unverbindlich und bildet weder Umgehungsverbote noch Ausnahmen oder Altverträge ab; maßgeblich sind die im Amtsblatt der EU veröffentlichten Rechtsakte. „Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung“: Genehmigungspflicht für nicht gelistete Dual-Use-Güter bei militärischer Endverwendung (Art. 4 Abs. 1 b) Verordnung (EU) 2021/821). Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.

Vor Lieferungen, Einkäufen und Dienstleistungen mit Bezug zu China prüfen Sie Güter, Genehmigungspflichten und Empfänger – die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel

4.636gelistete Organisationen mit Bezug zu China
> 50 %Eigentum – Schwelle der EU
≥ 50 %OFAC 50 Percent Rule (USA)

Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.

Mit Bezug zu China stehen derzeit 4.636 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei einem Länderrisiko der Klasse „hoch“ lohnt sich der Blick auf die Eigentümerstruktur von Geschäftspartnern besonders.

Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.

SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel

FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex

FATF-Einstufung: nicht gelistet

Die FATF führt China derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.

EU-Hochrisiko-Drittland: nein

Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt China nicht.

Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 43 von 100

Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht China 43 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.

PEP-Daten mit Bezug zu China

Unsere PEP-Datenbank enthält 30.899 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu China, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 1.470 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

Was Unternehmen bei Bezug zu China tun sollten

  • Geschäftspartner prüfen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende mit Bezug zu China täglich gegen die EU-Sanktionslisten prüfen – Pflicht nach VO (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002.
    Sanktionslistenprüfung · Tarife vergleichen
  • 50-%-Regel beachten. Auch nicht gelistete Unternehmen im Eigentum oder unter Kontrolle gelisteter Personen fallen unter das Bereitstellungsverbot. Eigentümerstrukturen deckt die Watchlist SCO ab.
    Mittelbare Sanktionslistenprüfung · SCO-Angebot anfordern
  • Güter und Endverwendung klären. Das Waffenembargo betrifft bestimmte Güter, Dienstleistungen und Zahlungen. Vor Lieferungen Güterlisten, Genehmigungspflichten und das Bereitstellungsverbot prüfen.
    Das Bereitstellungsverbot
  • US-Listen einbeziehen. 2.402 der Einträge stammen aus US-Listen. Bei US-Bezug (Waren, Dollar-Zahlungen, US-Gesellschaften) die OFAC- und BIS-Listen mitprüfen.
    Welche Listen sind Pflicht? · easy plus anfragen
Ihr Geschäft mit China

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So setzt sich der eLI-Score zusammen

Der Score von 58 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.

Sanktionsintensität · 40 %
100 /100 · 40,0 P.
Sanktionsprogramme & Embargo · 15 %
65 /100 · 9,8 P.
Sanktionsdynamik (12 Monate) · 10 %
0 /100 · 0,0 P.
Amtliche Einstufungen (FATF / EU) · 25 %
0 /100 · 0,0 P.
PEP-Dichte · 10 %
83 /100 · 8,3 P.

Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu China

Ja. Mit Bezug zu China stehen 5.423 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 787 Personen und 4.636 Organisationen (Stand 27.10.2026). 2 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen China, darunter CMIC-EO13959, UHRPA. Zusätzlich besteht ein EU-Waffenembargo (Waffenembargo). Die Pflicht, Geschäftspartner zu prüfen, folgt aus den EU-Verordnungen (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002 sowie den länderbezogenen EU-Verordnungen.

Weil sich die Listen laufend ändern: In den letzten 12 Monaten kamen 408 Einträge mit Bezug zu China neu hinzu. Neue Listungen gelten in der Regel ab dem Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU – ohne Übergangsfrist und auch für bestehende Geschäftsbeziehungen. Wer einem inzwischen gelisteten Partner weiter Gelder oder Waren bereitstellt, verstößt gegen das Bereitstellungsverbot und macht sich nach § 18 AWG strafbar. Deshalb sollten Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende täglich gegen die aktuellen Listen geprüft werden.

Die FATF führt China derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die FATF aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober; der eLI gleicht die Einstufung wöchentlich ab (zuletzt geprüft am 27.10.2026).

Nein. Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt China nicht. Es gelten die allgemeinen Sorgfaltspflichten nach § 10 GwG; die eigene Risikoanalyse nach § 5 GwG kann im Einzelfall dennoch ein erhöhtes Risiko ergeben.

Für Verpflichtete nach § 2 GwG ja: Sie müssen klären, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte PEP sind (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG), und die Geschäftsbeziehung kontinuierlich überwachen (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status ändert sich laufend durch Wahlen und Ernennungen: In den letzten 90 Tagen kamen 1.470 PEP-Datensätze mit Bezug zu China neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Für Unternehmen, die nicht unter das Geldwäschegesetz fallen, besteht keine gesetzliche PEP-Prüfpflicht.

Ja. Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für China ein EU-Waffenembargo; es umfasst Waffenembargo. Grundlage laut BAFA-Übersicht: Gemeinsame Erklärung der Außenminister der EU vom 27.06.1989. Ob ein konkretes Geschäft betroffen ist, hängt von Gut, Empfänger und Verwendungszweck ab; die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Ja, unter Umständen. Nach den EU-Sanktionsverordnungen dürfen gelisteten Personen Gelder und wirtschaftliche Ressourcen auch nicht mittelbar bereitgestellt werden. Ein nicht gelistetes Unternehmen ist betroffen, wenn gelistete Personen mehr als 50 % der Anteile halten oder es im Einzelfall kontrollieren; nach der OFAC 50 Percent Rule genügen in den USA 50 % oder mehr. Mit Bezug zu China stehen derzeit 4.636 Organisationen auf den Sanktionslisten, deren Beteiligungen eine reine Namensprüfung nicht erkennt.

Länder mit ähnlichem Risikoprofil

Belarus 63 Ukraine 65 Sudan 44 Libyen 41 Mexiko 40

Quellen

Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.

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