Ukraine: Sanktionen und Länderrisiko
Für die Ukraine weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 65 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „hoch“, Rang 8 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 6.322 aktive Sanktionslisten-Einträge. Allein in den letzten 12 Monaten kamen 101 Listungen hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zur Ukraine müssen deshalb laufend geprüft werden.
Rang 8 von 250 Ländern · Stand 27.10.2026
Sanktionslage mit Bezug zur Ukraine
Für Geschäfte mit Bezug zur Ukraine gilt kein umfassendes Länderembargo. Die BAFA ordnet die Maßnahmen als personenbezogene Finanzsanktionen mit Erfüllungsverbot und weiteren Beschränkungen ein. Rechtsgrundlagen sind die Verordnungen (EU) 208/2014, Nr. 269/2014, 692/2014 und 2022/263. Das EU-Regime zum Schutz der territorialen Unversehrtheit, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine richtet sich gegen die Verantwortlichen für deren Untergrabung oder Bedrohung, und der Rat hat diese Listungen im September 2026 um drei Jahre verlängert. Eigene Beschränkungen gelten für die besetzten Gebiete Krim und Sewastopol sowie Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja. Unternehmen müssen deshalb Warenursprung, Lieferketten und Vertragspartner auf Verbindungen zu diesen Regionen prüfen. In den USA verwaltet OFAC das aktive Programm Ukraine-/Russia-related Sanctions mit Listungen nach den Executive Orders 13660, 13661, 13662 und 13685. Die Ukraine wird weder von der FATF gelistet noch von der EU als Drittland mit hohem Risiko eingestuft. Im Mittelpunkt steht daher die Prüfung von Geschäftspartnern und wirtschaftlich Berechtigten gegen die EU- und US-Listen.
Mit Bezug zur Ukraine stehen 6.322 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 3.326 Personen und 2.996 Organisationen. 5 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen die Ukraine (SSI-UKRAINE-EO13662, UKR, UKRAINE, UKRAINE-EO13685, UKRAINE2); die übrigen Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zu Terrorismus oder Proliferation. In den letzten 12 Monaten kamen 101 Einträge hinzu; die Maßnahmen wurden einmal durch eine Verordnung oder Verordnungsänderung angepasst. Unsere PEP-Datenbank enthält 17.224 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zur Ukraine.
Lagebild mit Hilfe von KI erstellt aus den Listendaten und amtlichen Quellen, Stand 27.10.2026. Quellen: www.consilium.europa.eu · ofac.treasury.gov · eur-lex.europa.eu.
Warum Geschäftspartner mit Bezug zur Ukraine laufend geprüft werden müssen
Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.
- Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
- Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
- Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
- Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.
PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend
Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 1.558 PEP-Datensätze mit Bezug zur Ukraine neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.
So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen
Sanktionsprogramme mit Bezug zur Ukraine
Mit Bezug zur Ukraine stehen 6.322 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 3.326 Personen und 2.996 Organisationen (EU 2.969, USA 1.353, HADDEX 2.000). 5 Programme richten sich ausdrücklich gegen die Ukraine, darunter SSI-UKRAINE-EO13662, UKR, UKRAINE, UKRAINE-EO13685, UKRAINE2; die übrigen sind thematisch, etwa zu Terrorismus oder Proliferation, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.
Listungen und Daten im Detail
Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.
Alle Programme mit Bezug zur Ukraine
| Code | Programm | Herausgeber | Einträge | Neu (12 M.) |
|---|---|---|---|---|
SSI-UKRAINE-EO13662 Länderprogramm | Ukraine - Sectoral Sanctions Identifications List - Executive Order 13662 | USA | 732 | 11 |
UKRAINE2 Länderprogramm | Ukraine - associated with Executive Order 13661 | USA | 196 | 1 |
UKRAINE Länderprogramm | Ukraine - associated with Executive Order 13660Von den USA mit Executive Order 13660 vom 6. März 2014 begründetes, von OFAC verwaltetes Programm. Es richtet sich gegen Personen, die demokratische Prozesse, Frieden, Sicherheit, Souveränität oder territoriale Integrität der Ukraine untergraben oder ukrainisches Vermögen veruntreuen. | USA | 154 | 0 |
UKRAINE-EO13685 Länderprogramm | Ukraine Executive Order 13685US-Sanktionsprogramm nach Executive Order 13685 vom 19. Dezember 2014, verwaltet von OFAC. Es richtet sich gegen Personen und Einrichtungen in der Krim-Region der Ukraine und verbietet dorthin Ein- und Ausfuhren von Waren, Dienstleistungen und Technologie sowie Neuinvestitionen von US-Personen. | USA | 101 | 2 |
UKR Länderprogramm | EU-Ukraine | EU | 3 | 0 |
RUSSIA-EO14024 | Blocking Property With Respect To Specified Harmful Foreign Activities of the Government of the Russian FederationDas Programm wurde von den USA erlassen und wird vom OFAC verwaltet. Es beruht auf der Executive Order 14024 vom 15. April 2021 und richtet sich gegen bestimmte schädliche ausländische Aktivitäten der Regierung der Russischen Föderation. | USA | 691 | 12 |
HMT | UK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury) | Vereinigtes Königreich | 321 | 31 |
AUS | AU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade) | Australien | 147 | 7 |
RUS | EU-Russische Föderation (Unabhängigkeit der Ukraine untergrabend) | EU | 85 | 23 |
SEC | CH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs) | Schweiz | 76 | 13 |
ELECTION-EO13848 | Imposing Certain Sanctions in the Event of Foreign Interference in a United States Election | USA | 51 | 0 |
CYBER2 | Sanctions Related to Significant Malicious Cyber-Enabled ActivitiesSanktionsprogramm des US-Finanzministeriums (OFAC). Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die für erhebliche böswillige Aktivitäten im Cyberraum verantwortlich sind oder daran beteiligt sind. | USA | 44 | 0 |
ENT | US-Entity List | USA | 37 | 0 |
HRV | EU-Schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstößeDer Rat der EU hat diese globale Sanktionsregelung am 7. Dezember 2020 mit dem Beschluss (GASP) 2020/1999 geschaffen. Sie richtet sich gegen Personen, Organisationen und Einrichtungen, die weltweit für schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstöße verantwortlich sind. | EU | 8 | 6 |
IRAN-EO13846 | Reimposing Certain Sanctions With Respect to Iran (E.O.13846)Executive Order 13846, im August 2018 vom US-Präsidenten erlassen und von OFAC verwaltet. Nach dem Ausstieg der USA aus dem JCPOA setzt sie aufgehobene Iran-Sanktionen wieder in Kraft, darunter Sperr-, Korrespondenzkonten- und Menü-Sanktionen. | USA | 7 | 4 |
NPWMD | Non-proliferation Sanctions Weapons of Mass DestructionUS-Sanktionsprogramm zur Nichtverbreitung, das vom US-Finanzministerium (OFAC) verwaltet wird. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die an der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägersystemen beteiligt sind oder diese unterstützen. | USA | 7 | 2 |
RUSSIA-EO14065 | Executive Order 14065Die Executive Order 14065 wurde von den USA erlassen. Sie verbietet bestimmte Tätigkeiten mit den sogenannten Regionen Volksrepublik Donezk und Volksrepublik Luhansk der Ukraine sowie mit weiteren Regionen der Ukraine, die das US-Finanzministerium festlegt. | USA | 7 | 0 |
SDGT | Specially Designated Global Terrorist | USA | 6 | 1 |
CAATSA - RUSSIA | —Die USA haben das Programm auf Grundlage des Countering America's Adversaries Through Sanctions Act of 2017 erlassen, die Verwaltung liegt beim OFAC. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die mit bestimmten Aktivitäten der Russischen Föderation in Verbindung stehen. | — | 5 | 0 |
IFSR | Iranian Financial Sanctions Regulations, 31 CFR part 561Die USA haben die Iranian Financial Sanctions Regulations (31 CFR part 561) erlassen. Sie richten sich gegen ausländische Finanzinstitute, die bestimmte Transaktionen oder Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit Iran erleichtern. | USA | 5 | 3 |
IRAN-EO13902 | Imposing Sanctions With Respect to Additional Sectors of IranExecutive Order 13902 der USA, die OFAC im Rahmen der Iran-Sanktionen verwaltet. Sie erlaubt Sanktionen in Bezug auf weitere Sektoren der iranischen Wirtschaft. | USA | 5 | 1 |
RU5 | EU-Russische Föderation (destabilisierende Aktivitäten Russlands) | EU | 5 | 2 |
TCO | Transnational Criminal Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 590; Executive Order 13581 | USA | 3 | 0 |
VENEZUELA-EO13850 | Venezuela Executive Order 13850US-Sanktionsprogramm nach Executive Order 13850 vom 1. November 2018, verwaltet von OFAC. Es erlaubt die Sperrung des Vermögens von Personen, die in bestimmten Sektoren der venezolanischen Wirtschaft wie dem Goldsektor tätig sind oder an korrupten Transaktionen mit der Regierung beteiligt sind. | USA | 3 | 0 |
BELARUS | Belarus Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 548; Executive Order 13405Die USA haben das Programm erlassen, die Verwaltung liegt beim OFAC. Grundlage sind die Belarus Sanctions Regulations (31 C.F.R. part 548) und die Executive Order 13405. Es richtet sich gegen Personen, die demokratische Prozesse oder Institutionen in Belarus untergraben. | USA | 2 | 0 |
CYBER4 | Executive Order 13694; Executive Order 13757; Executive Order 14144; Executive Order 14306US-Sanktionen auf Grundlage der Executive Orders 13694, 13757, 14144 und 14306, verwaltet vom US-Finanzministerium (OFAC). Sie richten sich gegen Personen und Organisationen, die für erhebliche böswillige Aktivitäten im Cyberraum verantwortlich sind. | USA | 2 | 2 |
GLOMAG | Global Magnitsky Sanctions EO 13818 | USA | 2 | 0 |
RU2 | EU-Russische Föderation (Lage in der Ukraine destabilisierend) | EU | 2 | 1 |
BELARUS-EO14038 | Executive Order 14038Die USA haben das Programm mit der Executive Order 14038 erlassen, die Verwaltung liegt beim OFAC. Es weitet die Sanktionen in Bezug auf Belarus aus und richtet sich gegen Personen und Organisationen, die die belarussische Regierung unterstützen oder in bestimmten Wirtschaftssektoren des Landes tätig sind. | USA | 1 | 0 |
CAR | EU-Central African RepublicDas EU-Programm beruht auf der Verordnung (EU) Nr. 224/2014 des Rates. Es sieht restriktive Maßnahmen gegen Personen und Organisationen vor, die Frieden, Stabilität oder Sicherheit in der Zentralafrikanischen Republik untergraben. | EU | 1 | 0 |
DPL | US-Denied Persons ListDie Denied Persons List wird vom Bureau of Industry and Security (BIS) im US-Handelsministerium geführt. Sie erfasst Personen und Unternehmen, denen die Exportberechtigung entzogen wurde. Geschäfte mit ihnen über Güter, die dem US-Exportrecht unterliegen, sind untersagt. | USA | 1 | 0 |
DPRK3 | North Korea Sanctions Regulations (E.O.13722)Von den USA erlassene und vom OFAC verwaltete Sanktionen nach E.O. 13722: Das Vermögen der Regierung Nordkoreas und der Partei der Arbeit Koreas wird gesperrt. Außerdem sind Exporte und Reexporte nach Nordkorea sowie neue Investitionen dort verboten. | USA | 1 | 0 |
IRAN-CON-ARMS-EO | Blocking Property of Certain Persons with respect to the conventional arms acitivities of Iran | USA | 1 | 0 |
LEBANON | Lebanon Sanctions | USA | 1 | 0 |
MAGNIT | Sergei Magnitsky Rule of Law Accountability Act of 2012 | USA | 1 | 0 |
PAARSSR-EO13894 | Executive Order 13894, as amended by Executive Order 14142 and the Executive Order of June 30, 2025US-Sanktionsprogramm auf Grundlage der Executive Order 13894 mit ihren Änderungen, das vom US-Finanzministerium (OFAC) verwaltet wird. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die mit der Lage in Syrien in Verbindung stehen, unter anderem mit dem früheren Assad-Regime und der Destabilisierung der Region. | USA | 1 | 0 |
PEESA-EO14039 | —Das Programm wurde von den USA erlassen und wird vom OFAC verwaltet. Es beruht auf der Executive Order 14039 vom 20. August 2021 und sperrt Vermögen im Zusammenhang mit bestimmten russischen Energieexportpipelines, darunter das Projekt Nord Stream 2. | — | 1 | 0 |
SUDAN-EO14098 | — | — | 1 | 0 |
Neueste Listungen mit Bezug zur Ukraine
| Datum | Liste / Programm | Typ | Name |
|---|---|---|---|
| 12.10.2026 | EG-VO Nr.2281/2026-A01 | Organisation | Ф********** г************** у******** п********** 1* с************ з**** ч********** |
| 12.10.2026 | EG-VO Nr.2281/2026-A01 | Organisation | A*********** o********* N*********************** i******* a********** s***** |
| 12.10.2026 | EG-VO Nr.2281/2026-A01 | Organisation | Ф********** г************** у******** п********** 7** р******** з**** с****** с**** ч* |
| 12.10.2026 | EG-VO Nr.2281/2026-A01 | Organisation | A*********** o********* S************** z**** i**** B*** B***** |
| 12.10.2026 | EG-VO Nr.2281/2026-A01 | Organisation | A*********** o********* Z**** F****** |
| 12.10.2026 | EG-VO Nr.2292/2026-A01 | Person | С***** Г********** А****** |
| 01.10.2026 | UKHMT | Person | D**** C******** |
| 01.10.2026 | UKHMT | Person | A******** A************ F**** |
| 01.10.2026 | UKHMT | Person | V***** V********** C***** |
| 01.10.2026 | UKHMT | Person | N****** I******** D***** |
| 28.09.2026 | EG-VO Nr.2184/2026-A01 | Organisation | »*********** g*********** |
| 28.09.2026 | EG-VO Nr.2184/2026-A01 | Organisation | »********** g*********** |
| 28.09.2026 | EG-VO Nr.2184/2026-A01 | Person | A*** S************ M********* |
| 28.09.2026 | EG-VO Nr.2184/2026-A01 | Person | Р***** В*********** К********* |
| 28.09.2026 | EG-VO Nr.2184/2026-A01 | Person | М***** Н********* Ш*** |
| 28.09.2026 | EG-VO Nr.2184/2026-A01 | Person | И**** В********* К******** |
| 24.09.2026 | AUDFAT | Organisation | M***************** C*** "******** |
| 24.09.2026 | AUDFAT | Organisation | C***** P****** C***** |
| 24.09.2026 | AUDFAT | Organisation | F****** S**** B******** E********** I********** "************* C********* C***** A***** |
| 24.09.2026 | AUDFAT | Person | D**** S********** C******** |
| 24.09.2026 | AUDFAT | Person | A******* S********** G******** |
| 24.09.2026 | AUDFAT | Person | L**** V********* S******** |
| 24.09.2026 | AUDFAT | Person | E**** V********* R*********** |
| 14.09.2026 | USSDN - SSI-UKRAINE-EO13662, IRAN-EO13902, RUSSIA-EO14024 | Organisation | V** B*** P***** J**** S**** C****** |
| 24.08.2026 | USSDN - SDGT, IFSR | Person | I*** O****** |
Verordnungen der letzten 12 Monate
| Programm | Rechtsakt | Geändert | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
UKR | (EU) 2026/489 | Anhang I | 03.03.2026 |
Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen
In den letzten 24 Monaten kamen 601 Einträge mit Bezug zur Ukraine neu auf die Listen, davon 101 in den letzten 12 Monaten. Zu Programmen, die sich ausdrücklich gegen die Ukraine richten, gab es in den letzten 12 Monaten 1 Verordnung bzw. Verordnungsänderung.
Embargo: Was für die Ukraine gilt
Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für die Ukraine kein Waffen- oder Wirtschaftsembargo, sondern nur personenbezogene Finanzsanktionen: Gelder der gelisteten Personen und Organisationen sind einzufrieren, und ihnen dürfen weder Gelder noch wirtschaftliche Ressourcen bereitgestellt werden. Weil diese Maßnahmen an gelistete Personen anknüpfen, ist die Prüfung der Geschäftspartner gegen die Sanktionslisten hier das entscheidende Werkzeug.
| Maßnahme | Verordnung (EU) 208/2014zuletzt geändert: Durchführungsverordnung (EU) 2026/489 | Verordnung (EU) Nr. 269/2014Maßnahmen zur territorialen Unversehrtheit der Ukrainezuletzt geändert: Durchführungsverordnung (EU) 2026/1055 |
|---|---|---|
| Waffenembargo | gilt nicht | gilt nicht |
| Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung | gilt nicht | gilt nicht |
| Güter der internen Repression | gilt nicht | gilt nicht |
| Ausfuhr- und Lieferbeschränkungen | gilt nicht | gilt nicht |
| Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungen | gilt nicht | gilt nicht |
| Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen | gilt nicht | gilt nicht |
| Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote) | gilt | gilt |
| Erfüllungsverbot | gilt | gilt |
| Sonstiges | gilt | gilt |
Fundstellen: Verordnung (EU) 208/2014
- Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
- Art. 2 i.V.m Anhang I
- Erfüllungsverbot
- Art. 11
- Sonstiges
- Zusammenarbeit mit Behörden Art. 8
Fundstellen: Verordnung (EU) Nr. 269/2014
- Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
- Art. 2 i.V.m Anhang I
- Erfüllungsverbot
- Art. 11
- Sonstiges
- Zusammenarbeit mit Behörden Art. 8
Embargo für besetzte Gebiete
Für folgende Gebiete gelten eigene EU-Embargos: Krim und Sewastopol sowie Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja. Sie umfassen Ausfuhrbeschränkungen, Einfuhrbeschränkungen, Dienstleistungsbeschränkungen und Erfüllungsverbot, richten sich gegen diese Gebiete und nicht gegen die Ukraine als Staat und fließen deshalb nicht in den eLI-Score ein. Liefer- und Leistungsort sowie Endverwender sind gesondert zu prüfen.
| Maßnahme | Verordnung (EU) 692/2014Krim und Sewastopolzuletzt geändert: Verordnung (EU) 2025/401 | Verordnung (EU) 2022/263Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschjazuletzt geändert: Verordnung (EU) 2025/398 |
|---|---|---|
| Waffenembargo | gilt nicht | gilt nicht |
| Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung | gilt nicht | gilt nicht |
| Güter der internen Repression | gilt nicht | gilt nicht |
| Ausfuhr- und Lieferbeschränkungen | gilt | gilt |
| Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungen | gilt | gilt |
| Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen | gilt | gilt |
| Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote) | gilt nicht | gilt nicht |
| Erfüllungsverbot | gilt | gilt |
| Sonstiges | gilt nicht | gilt nicht |
Fundstellen: Verordnung (EU) 692/2014
- Ausfuhr- und Lieferbeschränkungen
- Banknoten von Währungen der Mitgliedsstaaten Art. 2aa Güter der Bereiche Verkehr, Telekommunikation, Energie und Prospektion, Exploration, Förderung von Öl, Gas, Mineralien Art. 2b i.V.m. Anhang II
- Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungen
- Einfuhrverbot für Waren mit Ursprung aus Krim und Sewastopol Art. 2
- Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen
- Verbot der Finanzierung von Einfuhren Art. 2
- Investitionsverbote Art. 2a
- Verbot der technischen Unterstützung i. Z. m. Gütern der Bereiche Verkehr, Telekommunikation, Energie und Prospektion, Exploration, Förderung von Öl, Gas, Mineralien Art. 2b i.V.m Anhang II
- Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung (einschl. Abschlussprüfung), Buchführung, Steuerberatung, Unternehmensund Public-Relations-Beratung, Bauwesen, Architektur, Ingenieurwesen, Rechtsberatung, IT-Beratung und der Bereitstellung von Software Art. 2c i.V.m. Anhang IV
- Verbot tourismusbezogener Dienstleistungen Art. 2d
- Erfüllungsverbot
- Art. 6
Fundstellen: Verordnung (EU) 2022/263
- Ausfuhr- und Lieferbeschränkungen
- Banknoten von Währungen der Mitgliedsstaaten Art. 3a
- Güter der Bereiche Verkehr, Telekommunikation, Energie und Prospektion, Exploration, Förderung von Öl, Gas, Mineralien Art. 4 i.V.m Anhang II
- Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungen
- Einfuhrverbot für Waren mit Ursprung aus Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja Art. 2
- Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen
- Verbot der Finanzierung von Einfuhren Art. 2
- Investitionsverbote Art. 3
- Technischer Unterstützung i. Z. m. Gütern der Bereiche Verkehr, Telekommunikation, Energie und Prospektion, Exploration, Förderung von Öl, Gas, Mineralien Art. 4 i.V.m. Anhang II
- Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung (einschl. Abschlussprüfung), Buchführung, Steuerberatung, Unternehmensund Public-Relations-Beratung, Bauwesen, Architektur, Ingenieurwesen, Rechtsberatung, IT-Beratung und der Bereitstellung von Software Art. 5 i.V.m. Anhang III
- Tourismusbezogener Dienstleistungen Art. 6
- Erfüllungsverbot
- Art. 10
Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Die Übersicht ist nach Angabe des BAFA unverbindlich und bildet weder Umgehungsverbote noch Ausnahmen oder Altverträge ab; maßgeblich sind die im Amtsblatt der EU veröffentlichten Rechtsakte. „Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung“: Genehmigungspflicht für nicht gelistete Dual-Use-Güter bei militärischer Endverwendung (Art. 4 Abs. 1 b) Verordnung (EU) 2021/821). Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.
Vor Lieferungen, Einkäufen und Dienstleistungen mit Bezug zur Ukraine prüfen Sie Güter, Genehmigungspflichten und Empfänger – die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.
Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel
Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.
Mit Bezug zur Ukraine stehen derzeit 2.996 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei einem Länderrisiko der Klasse „hoch“ lohnt sich der Blick auf die Eigentümerstruktur von Geschäftspartnern besonders.
Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.
SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel
FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex
FATF-Einstufung: nicht gelistet
Die FATF führt die Ukraine derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.
EU-Hochrisiko-Drittland: nein
Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt die Ukraine nicht.
Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 36 von 100
Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht die Ukraine 36 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.
PEP-Daten mit Bezug zur Ukraine
Unsere PEP-Datenbank enthält 17.224 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zur Ukraine, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 1.558 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.
Was Unternehmen bei Bezug zur Ukraine tun sollten
- Geschäftspartner prüfen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende mit Bezug zur Ukraine täglich gegen die EU-Sanktionslisten prüfen – Pflicht nach VO (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002.
Sanktionslistenprüfung · Tarife vergleichen - 50-%-Regel beachten. Auch nicht gelistete Unternehmen im Eigentum oder unter Kontrolle gelisteter Personen fallen unter das Bereitstellungsverbot. Eigentümerstrukturen deckt die Watchlist SCO ab.
Mittelbare Sanktionslistenprüfung · SCO-Angebot anfordern - Besetzte Gebiete ausschließen. Für Krim und Sewastopol sowie Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja gelten eigene EU-Embargos mit Ein- und Ausfuhrbeschränkungen. Liefer- und Leistungsort sowie Endverwender gesondert prüfen.
Das Bereitstellungsverbot - US-Listen einbeziehen. 1.353 der Einträge stammen aus US-Listen. Bei US-Bezug (Waren, Dollar-Zahlungen, US-Gesellschaften) die OFAC- und BIS-Listen mitprüfen.
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So setzt sich der eLI-Score zusammen
Der Score von 65 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.
Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zur Ukraine
Länder mit ähnlichem Risikoprofil
Belarus 63 China 58 Sudan 44 Libyen 41 Mexiko 40
Quellen
- Konsolidierte EU-Sanktionsliste (CFSP) – EU-Listeneinträge
- OFAC Sanctions Programs and Country Information – US-Programme
- HADDEX-Sanktionslisten von Reguvis – Gesamtliste und Verordnungs-Historie
- FATF Schwarze und Graue Liste – FATF-Einstufung
- Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675 – EU-Hochrisiko-Drittländer
- BAFA – Übersicht über die länderbezogenen Embargos – Embargo-Matrix (Stand 15.06.2026)
- Transparency International, CPI 2025 (CC BY 4.0) – Zusatzinfo, nicht im eLI-Score enthalten
Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.