Großbritannien: Sanktionen und Länderrisiko
Für Großbritannien weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 25 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „mittel“, Rang 44 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 738 aktive Sanktionslisten-Einträge. Allein in den letzten 12 Monaten kamen 66 Listungen hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zu Großbritannien müssen deshalb laufend geprüft werden.
Rang 44 von 250 Ländern · Stand 27.10.2026
Sanktionslage mit Bezug zu Großbritannien
Mit Bezug zu Großbritannien stehen 738 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 348 Personen und 390 Organisationen. Kein Sanktionsprogramm richtet sich ausdrücklich gegen Großbritannien; die Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zur Terrorismusbekämpfung, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. In den letzten 12 Monaten kamen 66 Einträge hinzu. Unsere PEP-Datenbank enthält 23.136 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Großbritannien.
Warum Geschäftspartner mit Bezug zu Großbritannien laufend geprüft werden müssen
Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.
- Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
- Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
- Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
- Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.
PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend
Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 2.902 PEP-Datensätze mit Bezug zu Großbritannien neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.
So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen
Sanktionsprogramme mit Bezug zu Großbritannien
Mit Bezug zu Großbritannien stehen 738 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 348 Personen und 390 Organisationen (EU 29, USA 280, HADDEX 429). Kein Programm richtet sich ausdrücklich gegen Großbritannien; die Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zur Terrorismusbekämpfung. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.
Listungen und Daten im Detail
Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.
Alle Programme mit Bezug zu Großbritannien
| Code | Programm | Herausgeber | Einträge | Neu (12 M.) |
|---|---|---|---|---|
SDGT | Specially Designated Global Terrorist | USA | 77 | 11 |
HMT | UK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury) | Vereinigtes Königreich | 63 | 11 |
RUSSIA-EO14024 | Blocking Property With Respect To Specified Harmful Foreign Activities of the Government of the Russian FederationDas Programm wurde von den USA erlassen und wird vom OFAC verwaltet. Es beruht auf der Executive Order 14024 vom 15. April 2021 und richtet sich gegen bestimmte schädliche ausländische Aktivitäten der Regierung der Russischen Föderation. | USA | 40 | 1 |
ENT | US-Entity List | USA | 39 | 0 |
SEC | CH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs) | Schweiz | 23 | 8 |
IFSR | Iranian Financial Sanctions Regulations, 31 CFR part 561Die USA haben die Iranian Financial Sanctions Regulations (31 CFR part 561) erlassen. Sie richten sich gegen ausländische Finanzinstitute, die bestimmte Transaktionen oder Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit Iran erleichtern. | USA | 20 | 4 |
IRAN-EO13902 | Imposing Sanctions With Respect to Additional Sectors of IranExecutive Order 13902 der USA, die OFAC im Rahmen der Iran-Sanktionen verwaltet. Sie erlaubt Sanktionen in Bezug auf weitere Sektoren der iranischen Wirtschaft. | USA | 20 | 11 |
AUS | AU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade) | Australien | 19 | 0 |
TCO | Transnational Criminal Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 590; Executive Order 13581 | USA | 18 | 12 |
DPL | US-Denied Persons ListDie Denied Persons List wird vom Bureau of Industry and Security (BIS) im US-Handelsministerium geführt. Sie erfasst Personen und Unternehmen, denen die Exportberechtigung entzogen wurde. Geschäfte mit ihnen über Güter, die dem US-Exportrecht unterliegen, sind untersagt. | USA | 17 | 3 |
IRAN | Iran Sanctions; Iranian Transactions and Sanctions Regulations - ITSR (E.O.13599)Dies ist ein US-Sanktionsprogramm gegen Iran. Es beruht auf den vom OFAC verwalteten Iranian Transactions and Sanctions Regulations (ITSR) und auf der Executive Order 13599, die Vermögen der iranischen Regierung und iranischer Finanzinstitute sperrt. | USA | 17 | 0 |
UNS | UN-United Nations Security Council Consolidated List | Vereinte Nationen | 13 | 0 |
TAL | EU-ISIL (Da'esh) und Al-Qaida-Netzwerk (früher auch: Taliban/Osama bin Laden) | EU | 11 | 0 |
ILLICIT-DRUGS-EO14059 | — | — | 7 | 5 |
PAARSSR-EO13894 | Executive Order 13894, as amended by Executive Order 14142 and the Executive Order of June 30, 2025US-Sanktionsprogramm auf Grundlage der Executive Order 13894 mit ihren Änderungen, das vom US-Finanzministerium (OFAC) verwaltet wird. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die mit der Lage in Syrien in Verbindung stehen, unter anderem mit dem früheren Assad-Regime und der Destabilisierung der Region. | USA | 7 | 0 |
GLOMAG | Global Magnitsky Sanctions EO 13818 | USA | 6 | 0 |
NPS | US-Nonproliferation Sanctions (Listen siehe unten) | USA | 6 | 0 |
NPWMD | Non-proliferation Sanctions Weapons of Mass DestructionUS-Sanktionsprogramm zur Nichtverbreitung, das vom US-Finanzministerium (OFAC) verwaltet wird. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die an der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägersystemen beteiligt sind oder diese unterstützen. | USA | 6 | 1 |
CUBA | Cuban Assets Control Regulations, 31 C.F.R. part 515Die USA haben das Programm erlassen, die Verwaltung liegt beim OFAC. Grundlage sind die Cuban Assets Control Regulations (31 C.F.R. part 515). Es handelt sich um ein umfassendes Embargo gegen Kuba, das Transaktionen mit Bezug zu Kuba weitgehend beschränkt. | USA | 5 | 0 |
IRN | EU-Iran | EU | 5 | 0 |
RU5 | EU-Russische Föderation (destabilisierende Aktivitäten Russlands) | EU | 4 | 1 |
RUS | EU-Russische Föderation (Unabhängigkeit der Ukraine untergrabend) | EU | 4 | 0 |
IRAN-EO13846 | Reimposing Certain Sanctions With Respect to Iran (E.O.13846)Executive Order 13846, im August 2018 vom US-Präsidenten erlassen und von OFAC verwaltet. Nach dem Ausstieg der USA aus dem JCPOA setzt sie aufgehobene Iran-Sanktionen wieder in Kraft, darunter Sperr-, Korrespondenzkonten- und Menü-Sanktionen. | USA | 3 | 3 |
SDNTK | Specially Designated Narcotics Traffickers (Kingpin Act) | USA | 3 | 0 |
VENEZUELA-EO13850 | Venezuela Executive Order 13850US-Sanktionsprogramm nach Executive Order 13850 vom 1. November 2018, verwaltet von OFAC. Es erlaubt die Sperrung des Vermögens von Personen, die in bestimmten Sektoren der venezolanischen Wirtschaft wie dem Goldsektor tätig sind oder an korrupten Transaktionen mit der Regierung beteiligt sind. | USA | 3 | 1 |
CYBER4 | Executive Order 13694; Executive Order 13757; Executive Order 14144; Executive Order 14306US-Sanktionen auf Grundlage der Executive Orders 13694, 13757, 14144 und 14306, verwaltet vom US-Finanzministerium (OFAC). Sie richten sich gegen Personen und Organisationen, die für erhebliche böswillige Aktivitäten im Cyberraum verantwortlich sind. | USA | 2 | 1 |
DPRK4 | North Korea Sanctions Regulations (E.O.13810)Von den USA erlassene und vom OFAC verwaltete zusätzliche Sanktionen gegen Nordkorea nach E.O. 13810. Sie sollen verhindern, dass Nordkorea seine Programme für Massenvernichtungswaffen und ballistische Raketen finanzieren kann, und führen neue Kriterien für Listungen ein. | USA | 2 | 0 |
DRCONGO | Democratic Republic of the Congo Sanctions Regulations, 31 C.F.R. 547 | USA | 2 | 0 |
FTO | Foreign Terrorist Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 597 | USA | 2 | 0 |
IRAN-EO13871 | Imposing Sanctions With Respect to the Iron, Steel, Aluminum and Copper Sectors of IranExecutive Order 13871, im Mai 2019 vom US-Präsidenten erlassen und von OFAC verwaltet. Sie richtet sich gegen den Eisen-, Stahl-, Aluminium- und Kupfersektor Irans und soll der iranischen Regierung Einnahmen aus diesen Sektoren entziehen. | USA | 2 | 0 |
IRAQ2 | Iraq Sanctions II | USA | 2 | 0 |
IRQ | EU-Irak | EU | 2 | 0 |
UKRAINE2 | Ukraine - associated with Executive Order 13661 | USA | 2 | 0 |
CAATSA - RUSSIA | —Die USA haben das Programm auf Grundlage des Countering America's Adversaries Through Sanctions Act of 2017 erlassen, die Verwaltung liegt beim OFAC. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die mit bestimmten Aktivitäten der Russischen Föderation in Verbindung stehen. | — | 1 | 1 |
DPRK3 | North Korea Sanctions Regulations (E.O.13722)Von den USA erlassene und vom OFAC verwaltete Sanktionen nach E.O. 13722: Das Vermögen der Regierung Nordkoreas und der Partei der Arbeit Koreas wird gesperrt. Außerdem sind Exporte und Reexporte nach Nordkorea sowie neue Investitionen dort verboten. | USA | 1 | 0 |
FRA | FR-France Dispositif national de gel | Frankreich | 1 | 0 |
ICC-EO14203 | Executive Order 14203 | USA | 1 | 0 |
IRGC | Islamic Revolutionary Guard Corps | USA | 1 | 0 |
LBY | EU-LibyenDie Europäische Union hat dieses Programm mit der Verordnung (EU) 2016/44 erlassen. Es sieht restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Libyen vor, darunter das Einfrieren von Geldern gelisteter Personen und Organisationen. | EU | 1 | 0 |
LEBANON | Lebanon Sanctions | USA | 1 | 0 |
Neueste Listungen mit Bezug zu Großbritannien
| Datum | Liste / Programm | Typ | Name |
|---|---|---|---|
| 08.10.2026 | USSDN - IRAN-EO13846 | Organisation | O** P*** I************ C* L** |
| 08.10.2026 | USSDN - IRAN-EO13902 | Organisation | S**** A******* I************ C* L** |
| 08.09.2026 | USSDN - SDGT, IFSR | Organisation | E** A******* S****** L** |
| 26.08.2026 | USSDN - SDGT | Organisation | P******** A***** |
| 24.08.2026 | USSDN - IRAN-EO13902 | Organisation | E******* T****** L** |
| 24.07.2026 | USSDN - SDGT | Person | M****** E******** |
| 14.07.2026 | USSDN - IRAN-EO13902 | Person | M***** T********* |
| 30.06.2026 | USSDN - SDGT, ILLICIT-DRUGS-EO14059 | Organisation | C******* S**** W**** L** |
| 25.06.2026 | USSDN - IRAN-EO13902 | Organisation | N****** L** |
| 25.06.2026 | USSDN - SDGT | Person | A********* E******* E***** |
| 25.06.2026 | USSDN - SDGT | Person | M***** M****** E******* |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Organisation | E*** L*** L***** L** |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Organisation | C***** L***** L****** |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Organisation | M****** L***** L** |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Organisation | T**** C**** W******* I*** O* D*** L** |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Organisation | C***** C***** H****** L****** |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Organisation | F****** N****** T********* L** |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Organisation | H*** N****** T********* L** |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Organisation | C**** T****** U* L** |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Organisation | L**** T********* N****** C****** L****** |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Organisation | D** W****** C*** L****** |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Organisation | R***** S****** L** |
| 23.06.2026 | USSDN - TCO | Person | W***** Q** |
| 04.06.2026 | UKHMT | Person | A**** Q****** |
| 26.05.2026 | UKHMT | Organisation | E*** |
Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen
In den letzten 24 Monaten kamen 138 Einträge mit Bezug zu Großbritannien neu auf die Listen, davon 66 in den letzten 12 Monaten.
Embargo: Was für Großbritannien gilt
Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Großbritannien kein länderbezogenes Embargo. Personenbezogene Sanktionen gelten trotzdem: 738 Personen und Organisationen mit Bezug zu Großbritannien stehen auf den Sanktionslisten. Geschäftspartner mit Bezug zu Großbritannien müssen deshalb ebenso geprüft werden.
Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.
Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel
Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.
Mit Bezug zu Großbritannien stehen derzeit 390 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei Geschäftspartnern mit verschachtelten Beteiligungen lohnt sich trotzdem der Blick auf die Eigentümerstruktur.
Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.
SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel
FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex
FATF-Einstufung: nicht gelistet
Die FATF führt Großbritannien derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.
EU-Hochrisiko-Drittland: nein
Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Großbritannien nicht.
Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 70 von 100
Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht Großbritannien 70 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.
PEP-Daten mit Bezug zu Großbritannien
Unsere PEP-Datenbank enthält 23.136 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Großbritannien, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 2.902 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.
Was Unternehmen bei Bezug zu Großbritannien tun sollten
- Geschäftspartner prüfen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende mit Bezug zu Großbritannien täglich gegen die EU-Sanktionslisten prüfen – Pflicht nach VO (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002.
Sanktionslistenprüfung · Tarife vergleichen - 50-%-Regel beachten. Auch nicht gelistete Unternehmen im Eigentum oder unter Kontrolle gelisteter Personen fallen unter das Bereitstellungsverbot. Eigentümerstrukturen deckt die Watchlist SCO ab.
Mittelbare Sanktionslistenprüfung · SCO-Angebot anfordern - US-Listen einbeziehen. 280 der Einträge stammen aus US-Listen. Bei US-Bezug (Waren, Dollar-Zahlungen, US-Gesellschaften) die OFAC- und BIS-Listen mitprüfen.
Welche Listen sind Pflicht? · easy plus anfragen
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So setzt sich der eLI-Score zusammen
Der Score von 25 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.
Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu Großbritannien
Länder mit ähnlichem Risikoprofil
Zentralafrikanische Republik 24 Kolumbien 24 Moldau 26 Palästinensische Gebiete 23 Tunesien 23
Quellen
- Konsolidierte EU-Sanktionsliste (CFSP) – EU-Listeneinträge
- OFAC Sanctions Programs and Country Information – US-Programme
- HADDEX-Sanktionslisten von Reguvis – Gesamtliste und Verordnungs-Historie
- FATF Schwarze und Graue Liste – FATF-Einstufung
- Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675 – EU-Hochrisiko-Drittländer
- BAFA – Übersicht über die länderbezogenen Embargos – Embargo-Matrix (Stand 15.06.2026)
- Transparency International, CPI 2025 (CC BY 4.0) – Zusatzinfo, nicht im eLI-Score enthalten
Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.