Zentralafrikanische Republik: Sanktionen und Länderrisiko
Für die Zentralafrikanische Republik weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 24 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „niedrig“, Rang 45 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 183 aktive Sanktionslisten-Einträge und ein EU-Waffenembargo. Allein in den letzten 12 Monaten kam 1 Listung hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik müssen deshalb laufend geprüft werden.
Rang 45 von 250 Ländern · Stand 27.10.2026
Sanktionslage mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik
Mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik stehen 183 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 142 Personen und 41 Organisationen. 2 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen die Zentralafrikanische Republik (CAF, CAR); die übrigen Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zu Terrorismus oder Proliferation. In den letzten 12 Monaten kam 1 Eintrag hinzu. Unsere PEP-Datenbank enthält 1.469 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik.
Warum Geschäftspartner mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik laufend geprüft werden müssen
Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.
- Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
- Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
- Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
- Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.
PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend
Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 107 PEP-Datensätze mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.
So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen
Sanktionsprogramme mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik
Mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik stehen 183 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 142 Personen und 41 Organisationen (EU 19, USA 39, HADDEX 125). 2 Programme richten sich ausdrücklich gegen die Zentralafrikanische Republik, darunter CAF, CAR; die übrigen sind thematisch, etwa zu Terrorismus oder Proliferation, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.
Listungen und Daten im Detail
Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.
Alle Programme mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik
| Code | Programm | Herausgeber | Einträge | Neu (12 M.) |
|---|---|---|---|---|
CAR Länderprogramm | EU-Central African RepublicDas EU-Programm beruht auf der Verordnung (EU) Nr. 224/2014 des Rates. Es sieht restriktive Maßnahmen gegen Personen und Organisationen vor, die Frieden, Stabilität oder Sicherheit in der Zentralafrikanischen Republik untergraben. | EU | 44 | 0 |
HMT | UK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury) | Vereinigtes Königreich | 23 | 1 |
AUS | AU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade) | Australien | 14 | 0 |
SEC | CH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs) | Schweiz | 14 | 0 |
UNS | UN-United Nations Security Council Consolidated List | Vereinte Nationen | 14 | 0 |
RUSSIA-EO14024 | Blocking Property With Respect To Specified Harmful Foreign Activities of the Government of the Russian FederationDas Programm wurde von den USA erlassen und wird vom OFAC verwaltet. Es beruht auf der Executive Order 14024 vom 15. April 2021 und richtet sich gegen bestimmte schädliche ausländische Aktivitäten der Regierung der Russischen Föderation. | USA | 9 | 0 |
HRV | EU-Schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstößeDer Rat der EU hat diese globale Sanktionsregelung am 7. Dezember 2020 mit dem Beschluss (GASP) 2020/1999 geschaffen. Sie richtet sich gegen Personen, Organisationen und Einrichtungen, die weltweit für schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstöße verantwortlich sind. | EU | 6 | 0 |
CYBER2 | Sanctions Related to Significant Malicious Cyber-Enabled ActivitiesSanktionsprogramm des US-Finanzministeriums (OFAC). Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die für erhebliche böswillige Aktivitäten im Cyberraum verantwortlich sind oder daran beteiligt sind. | USA | 4 | 0 |
ELECTION-EO13848 | Imposing Certain Sanctions in the Event of Foreign Interference in a United States Election | USA | 4 | 0 |
UKRAINE2 | Ukraine - associated with Executive Order 13661 | USA | 4 | 0 |
SDGT | Specially Designated Global Terrorist | USA | 1 | 0 |
TCO | Transnational Criminal Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 590; Executive Order 13581 | USA | 1 | 0 |
UKRAINE | Ukraine - associated with Executive Order 13660Von den USA mit Executive Order 13660 vom 6. März 2014 begründetes, von OFAC verwaltetes Programm. Es richtet sich gegen Personen, die demokratische Prozesse, Frieden, Sicherheit, Souveränität oder territoriale Integrität der Ukraine untergraben oder ukrainisches Vermögen veruntreuen. | USA | 1 | 0 |
Neueste Listungen mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik
| Datum | Liste / Programm | Typ | Name |
|---|---|---|---|
| 16.01.2026 | UKHMT | Person | M****** S***** A**** K**** |
| 21.03.2025 | UNSCSL - CAR | Person | A******** M****** |
| 21.03.2025 | UNSCSL - CAR | Person | A******** H****** |
| 21.03.2025 | UNSCSL - CAR | Person | J***** K*** |
| 07.11.2024 | UKHMT | Organisation | L********* |
| 14.06.2024 | UKHMT | Organisation | B*** R**** |
| 14.06.2024 | UKHMT | Organisation | D******** |
| 31.05.2024 | USSDN - RUSSIA-EO14024 | Organisation | M***** I********* S**** |
| 31.05.2024 | USSDN - RUSSIA-EO14024 | Organisation | L********* E********* E******** S**** |
| 08.03.2024 | USSDN - RUSSIA-EO14024 | Organisation | B*** R**** S**** |
| 06.02.2024 | UNSCSL - CAR | Person | S**** K*** |
| 06.02.2024 | UNSCSL - CAR | Person | H***** G*** |
| 06.02.2024 | UNSCSL - CAR | Person | M****** N******** A*** |
| 06.02.2024 | UNSCSL - CAR | Person | B***** Y********** |
| 08.12.2023 | USSDN - CAR | Person | J*********** B***** |
| 08.12.2023 | USSDN - CAR | Person | M****** S***** A**** K**** |
| 14.09.2023 | USSDN - RUSSIA-EO14024 | Person | V****** V********* P******* |
| 28.07.2023 | UKHMT | Person | A******** A************ I***** |
| 28.07.2023 | UKHMT | Person | V****** V*********** P******* |
| 21.07.2023 | UKHMT | Organisation | S*** S******* S******* |
| 21.07.2023 | UKHMT | Organisation | L***** I***** S**** |
| 21.07.2023 | UKHMT | Person | A******** G************ M******** |
| 20.07.2023 | EG-VO Nr.1499/2023-A01 | Person | M****** S***** A**** K**** |
| 27.06.2023 | USSDN - RUSSIA-EO14024 | Organisation | D******** S** |
| 27.06.2023 | USSDN - RUSSIA-EO14024 | Organisation | M**** R********* S**** |
Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen
In den letzten 24 Monaten kamen 5 Einträge mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik neu auf die Listen, davon 1 in den letzten 12 Monaten.
Embargo: Was für die Zentralafrikanische Republik gilt
Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für die Zentralafrikanische Republik ein Waffenembargo. Es umfasst: Waffenembargo, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Erfüllungsverbot, Sonstiges. Im eLI zählt es mit 15 Punkten zur Komponente „Sanktionsprogramme & Embargo“ (Waffenembargo 15, Wirtschaftsembargo 15 Punkte).
| Maßnahme | Verordnung (EU) 224/2014zuletzt geändert: Verordnung (EU) 2025/610 |
|---|---|
| Waffenembargo | gilt |
| Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung | gilt nicht |
| Güter der internen Repression | gilt nicht |
| Ausfuhr- und Lieferbeschränkungen | gilt nicht |
| Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungen | gilt nicht |
| Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen | gilt |
| Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote) | gilt |
| Erfüllungsverbot | gilt |
| Sonstiges | gilt |
Fundstellen: Verordnung (EU) 224/2014
- Waffenembargo
- Art. 2 Abs. 1 in Bezug auf Rüstungsgütern der Gemeinsamen Militärgüterliste der EU bzw. des Teil I Abschnitt A der Ausfuhrliste
- Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen
- Rüstungsgüter Art. 2
- Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
- Art. 5 i.V.m Anhang I
- Erfüllungsverbot
- Art. 14
- Sonstiges
- Zusammenarbeit mit Behörden Art. 11
Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Die Übersicht ist nach Angabe des BAFA unverbindlich und bildet weder Umgehungsverbote noch Ausnahmen oder Altverträge ab; maßgeblich sind die im Amtsblatt der EU veröffentlichten Rechtsakte. „Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung“: Genehmigungspflicht für nicht gelistete Dual-Use-Güter bei militärischer Endverwendung (Art. 4 Abs. 1 b) Verordnung (EU) 2021/821). Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.
Vor Lieferungen, Einkäufen und Dienstleistungen mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik prüfen Sie Güter, Genehmigungspflichten und Empfänger – die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.
Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel
Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.
Mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik stehen derzeit 41 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei Geschäftspartnern mit verschachtelten Beteiligungen lohnt sich trotzdem der Blick auf die Eigentümerstruktur.
Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.
SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel
FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex
FATF-Einstufung: nicht gelistet
Die FATF führt die Zentralafrikanische Republik derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.
EU-Hochrisiko-Drittland: nein
Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt die Zentralafrikanische Republik nicht.
Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 24 von 100
Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht die Zentralafrikanische Republik 24 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.
PEP-Daten mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik
Unsere PEP-Datenbank enthält 1.469 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 107 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.
Was Unternehmen bei Bezug zur Zentralafrikanischen Republik tun sollten
- Geschäftspartner prüfen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik täglich gegen die EU-Sanktionslisten prüfen – Pflicht nach VO (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002.
Sanktionslistenprüfung · Tarife vergleichen - 50-%-Regel beachten. Auch nicht gelistete Unternehmen im Eigentum oder unter Kontrolle gelisteter Personen fallen unter das Bereitstellungsverbot. Eigentümerstrukturen deckt die Watchlist SCO ab.
Mittelbare Sanktionslistenprüfung · SCO-Angebot anfordern - Güter und Endverwendung klären. Das Waffenembargo betrifft bestimmte Güter, Dienstleistungen und Zahlungen. Vor Lieferungen Güterlisten, Genehmigungspflichten und das Bereitstellungsverbot prüfen.
Das Bereitstellungsverbot
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So setzt sich der eLI-Score zusammen
Der Score von 24 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.
Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik
Länder mit ähnlichem Risikoprofil
Kolumbien 24 Großbritannien 25 Palästinensische Gebiete 23 Tunesien 23 Deutschland 22
Quellen
- Konsolidierte EU-Sanktionsliste (CFSP) – EU-Listeneinträge
- OFAC Sanctions Programs and Country Information – US-Programme
- HADDEX-Sanktionslisten von Reguvis – Gesamtliste und Verordnungs-Historie
- FATF Schwarze und Graue Liste – FATF-Einstufung
- Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675 – EU-Hochrisiko-Drittländer
- BAFA – Übersicht über die länderbezogenen Embargos – Embargo-Matrix (Stand 15.06.2026)
- Transparency International, CPI 2025 (CC BY 4.0) – Zusatzinfo, nicht im eLI-Score enthalten
Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.