Länderrisiko · Pakistan

Pakistan: Sanktionen und Länderrisiko

Für Pakistan weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 29 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „mittel“, Rang 37 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 1.167 aktive Sanktionslisten-Einträge. Allein in den letzten 12 Monaten kamen 33 Listungen hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zu Pakistan müssen deshalb laufend geprüft werden.

Tobias Siemssen, LL.M. CEO, Siemssen Consulting GmbH Ich bin Jurist, Steuerberater, Systementwickler, Unternehmer und Investor. Ich habe easycompliance entwickelt und verbinde juristische Expertise praxisnah mit über 15 Jahren Compliance-Erfahrung, neuester Technologie und internationalem Blick. LinkedIn XING E-Mail Telefon KI-Transparenz So entstehen unsere Länderseiten Die Länderinformationen werden mit Hilfe von KI aggregiert – aus den Sanktions- und PEP-Daten von easycompliance sowie aus öffentlichen und privaten Quellen wie EUR-Lex, BAFA, FATF und Reguvis. Rechtsangaben in KI-Texten werden automatisch mit diesen Quellen abgeglichen; die Redaktion kann jeden Text korrigieren. Wie wir KI nutzen Zuletzt aktualisiert:

PK Pakistan · auf der Weltkarte
mittel

Rang 37 von 250 Ländern · Stand 27.10.2026

1.167Listeneinträge
0Länderprogramme
33neue Listungen 12 M.
10.984PEP-Datensätze

Sanktionslage mit Bezug zu Pakistan

Für Pakistan gilt kein Embargo. Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos mit Stand 15.06.2026 führt das Land nicht, und auch das OFAC hat kein eigenes Länderprogramm für Pakistan. Die FATF hat Pakistan im Oktober 2022 aus der verstärkten Beobachtung entlassen. Derzeit ist das Land weder bei der FATF gelistet noch von der EU als Drittland mit hohem Risiko im Sinne des Geldwäscherechts eingestuft, sodass sich daraus keine länderbezogenen verstärkten Sorgfaltspflichten ergeben. Relevant bleiben aber Listungen einzelner Personen und Organisationen, vor allem bei der Terrorismusbekämpfung, wo das OFAC auch Personen und Organisationen mit Bezug zu Pakistan benannt hat. Für Ausfuhren nach Pakistan verlangt das BIS eine gründliche Prüfung gegen die Entity List und weist darauf hin, dass automatisiertes Screening dafür nicht immer ausreicht und seit 1992 Beschränkungen für bestimmte Endverwendungen bestehen. Unternehmen sollten Geschäftspartner daher laufend gegen die einschlägigen Sanktionslisten prüfen und bei Dual-Use-Gütern Endverwendung und Endverwender genau klären.

Mit Bezug zu Pakistan stehen 1.167 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 530 Personen und 637 Organisationen. Kein Sanktionsprogramm richtet sich ausdrücklich gegen Pakistan; die Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zur Terrorismusbekämpfung, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. In den letzten 12 Monaten kamen 33 Einträge hinzu. Unsere PEP-Datenbank enthält 10.984 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Pakistan.

Lagebild mit Hilfe von KI erstellt aus den Listendaten und amtlichen Quellen, Stand 27.10.2026. Quellen: www.fatf-gafi.org · www.bis.doc.gov · ofac.treasury.gov.

Warum Geschäftspartner mit Bezug zu Pakistan laufend geprüft werden müssen

33neue Listungen mit Bezug zu Pakistan in 12 Monaten
alle 11 Tageeine neue Listung im Schnitt
957PEP-Datensätze neu oder mit geändertem Namen in 90 Tagen

Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.

  • Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
  • Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
  • Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
  • Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.

PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend

Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 957 PEP-Datensätze mit Bezug zu Pakistan neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen

Sanktionsprogramme mit Bezug zu Pakistan

Mit Bezug zu Pakistan stehen 1.167 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 530 Personen und 637 Organisationen (EU 52, USA 387, HADDEX 728). Kein Programm richtet sich ausdrücklich gegen Pakistan; die Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zur Terrorismusbekämpfung. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.

Listungen und Daten im Detail

Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.

Alle Programme mit Bezug zu Pakistan

CodeProgrammHerausgeberEinträgeNeu
(12 M.)
ENTUS-Entity ListUSA1800
SDGTSpecially Designated Global TerroristUSA1403
METJP-Japanese End User List METI (Ministry of Economy, Trade and Industry)Japan1030
AUSAU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade)Australien526
HMTUK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury)Vereinigtes Königreich5010
SECCH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs)Schweiz4510
UNSUN-United Nations Security Council Consolidated ListVereinte Nationen431
TALEU-ISIL (Da'esh) und Al-Qaida-Netzwerk (früher auch: Taliban/Osama bin Laden)EU260
AFGEU-AfghanistanDas EU-Programm beruht auf der Verordnung (EU) Nr. 753/2011 des Rates. Es sieht restriktive Maßnahmen gegen bestimmte Personen, Gruppen, Unternehmen und Einrichtungen vor, die mit den Taliban in Verbindung stehen.EU200
SDNTKSpecially Designated Narcotics Traffickers (Kingpin Act)USA180
TCOTransnational Criminal Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 590; Executive Order 13581USA120
CYBER2Sanctions Related to Significant Malicious Cyber-Enabled ActivitiesSanktionsprogramm des US-Finanzministeriums (OFAC). Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die für erhebliche böswillige Aktivitäten im Cyberraum verantwortlich sind oder daran beteiligt sind.USA110
ELECTION-EO13848Imposing Certain Sanctions in the Event of Foreign Interference in a United States ElectionUSA110
FTOForeign Terrorist Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 597USA91
NPSUS-Nonproliferation Sanctions (Listen siehe unten)USA90
NPWMDNon-proliferation Sanctions Weapons of Mass DestructionUS-Sanktionsprogramm zur Nichtverbreitung, das vom US-Finanzministerium (OFAC) verwaltet wird. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die an der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägersystemen beteiligt sind oder diese unterstützen.USA82
IFSRIranian Financial Sanctions Regulations, 31 CFR part 561Die USA haben die Iranian Financial Sanctions Regulations (31 CFR part 561) erlassen. Sie richten sich gegen ausländische Finanzinstitute, die bestimmte Transaktionen oder Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit Iran erleichtern.USA32
RUSSIA-EO14024Blocking Property With Respect To Specified Harmful Foreign Activities of the Government of the Russian FederationDas Programm wurde von den USA erlassen und wird vom OFAC verwaltet. Es beruht auf der Executive Order 14024 vom 15. April 2021 und richtet sich gegen bestimmte schädliche ausländische Aktivitäten der Regierung der Russischen Föderation.USA30
UNVUS-Unverified ListUSA30
GLOMAGGlobal Magnitsky Sanctions EO 13818USA20
IRAN-EO13846Reimposing Certain Sanctions With Respect to Iran (E.O.13846)Executive Order 13846, im August 2018 vom US-Präsidenten erlassen und von OFAC verwaltet. Nach dem Ausstieg der USA aus dem JCPOA setzt sie aufgehobene Iran-Sanktionen wieder in Kraft, darunter Sperr-, Korrespondenzkonten- und Menü-Sanktionen.USA10
IRAN-EO13902Imposing Sanctions With Respect to Additional Sectors of IranExecutive Order 13902 der USA, die OFAC im Rahmen der Iran-Sanktionen verwaltet. Sie erlaubt Sanktionen in Bezug auf weitere Sektoren der iranischen Wirtschaft.USA10
IRGCIslamic Revolutionary Guard CorpsUSA10
ISLEU-ISIL (Da'esh) und Al-Qaida (zusätzliche restriktive Maßnahmen)Die Europäische Union hat dieses Programm mit der Verordnung (EU) 2016/1686 erlassen. Es sieht zusätzliche restriktive Maßnahmen wie das Einfrieren von Geldern gegen Personen, Organisationen und Einrichtungen vor, die mit ISIL (Da'esh) und Al-Qaida in Verbindung stehen.EU10
RUSEU-Russische Föderation (Unabhängigkeit der Ukraine untergrabend)EU11

Neueste Listungen mit Bezug zu Pakistan

DatumListe / ProgrammTypName
29.09.2026USSDN - NPWMD, IFSROrganisationC******* D******* P****** L******
29.09.2026USSDN - NPWMD, IFSRPersonW***** P**** T*******
09.09.2026USSDN - FTO, SDGTOrganisationI*** K*******
20.08.2026UKHMTOrganisationA********** F*********
18.08.2026CHSECO - ISIL-ALQAIDAOrganisationA********** F*********
25.06.2026USSDN - SDGTOrganisationG***** R***** F********** I***
08.05.2026AUDFATPersonJ****** B*****
08.05.2026AUDFATPersonH***** R****
08.05.2026AUDFATPersonB***** Z***
08.05.2026AUDFATOrganisationB********** L********* A***
11.03.2026UKHMTPersonA********
11.03.2026CHSECO - TALIBANPersonA**** B*****
11.03.2026CHSECO - TALIBANPersonA*** K*** A*******
11.03.2026CHSECO - TALIBANPersonH*** A**** S***
11.03.2026CHSECO - TALIBANPersonH*** K*********
11.03.2026CHSECO - TALIBANPersonA**** S**** A**** M****
11.03.2026CHSECO - TALIBANPersonA**** M*******
11.03.2026CHSECO - TALIBANPersonF******** N****** A***** M******* M*** K***
11.03.2026CHSECO - TALIBANPersonA**** Q***** B**** A**** B*****
10.03.2026UNSCSL - TalibanPersonH**** M**** N******
24.02.2026AUDFATOrganisationJ**************
24.02.2026AUDFATPersonM****** S***** B************
04.02.2026UKHMTPerson'*** A*****
16.01.2026UKHMTPersonA*******
16.01.2026UKHMTPersonA**** S***

Neueste PEP-Einträge mit Bezug zu Pakistan

Nur Funktionsbereich, ohne Angehörige und nahestehende Personen.

Neu/geändertFunktionsbereichName
15.10.2026Parlament & ParteienK****** J*******
15.10.2026Parlament & ParteienM******* N*****
15.10.2026Militär & SicherheitC******** A*** A****
15.10.2026Parlament & ParteienA**** J****
15.10.2026Regierung & VerwaltungA**** U****
15.10.2026Parlament & ParteienI**** H*****
15.10.2026Parlament & ParteienS*** S***** A****
15.10.2026Regierung & VerwaltungI**** G*****
15.10.2026Militär & SicherheitU*** B*****
15.10.2026Parlament & ParteienA*** S*****
15.10.2026Parlament & ParteienJ******* B******
15.10.2026Parlament & ParteienA***** A****
15.10.2026Parlament & ParteienA*** A**
15.10.2026Parlament & ParteienZ******* A** M****
15.10.2026Parlament & ParteienI**** N*****
15.10.2026JustizN**** A***** A*****
15.10.2026JustizS*** U****
15.10.2026Parlament & ParteienR*** F***** A**
15.10.2026Regierung & VerwaltungA**** K**** R***
15.10.2026JustizA*** U**** K***

Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen

In den letzten 24 Monaten kamen 121 Einträge mit Bezug zu Pakistan neu auf die Listen, davon 33 in den letzten 12 Monaten.

0102030Nov 2024: 1 neue ListungDez 2024: 6 neue ListungenJan 2025: 3 neue ListungenJan 25Feb 2025: 0 neue ListungenMär 2025: 27 neue ListungenApr 2025: 2 neue ListungenApr 25Mai 2025: 3 neue ListungenJun 2025: 29 neue ListungenJul 2025: 1 neue ListungJul 25Aug 2025: 2 neue ListungenSep 2025: 8 neue ListungenOkt 2025: 6 neue ListungenOkt 25Nov 2025: 1 neue ListungDez 2025: 1 neue ListungJan 2026: 8 neue ListungenJan 26Feb 2026: 3 neue ListungenMär 2026: 10 neue ListungenApr 2026: 0 neue ListungenApr 26Mai 2026: 4 neue ListungenJun 2026: 1 neue ListungJul 2026: 0 neue ListungenJul 26Aug 2026: 2 neue ListungenSep 2026: 3 neue ListungenOkt 2026: 0 neue ListungenOkt 26

Embargo: Was für Pakistan gilt

Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Pakistan kein länderbezogenes Embargo. Personenbezogene Sanktionen gelten trotzdem: 1.167 Personen und Organisationen mit Bezug zu Pakistan stehen auf den Sanktionslisten. Geschäftspartner mit Bezug zu Pakistan müssen deshalb ebenso geprüft werden.

Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.

Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel

637gelistete Organisationen mit Bezug zu Pakistan
> 50 %Eigentum – Schwelle der EU
≥ 50 %OFAC 50 Percent Rule (USA)

Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.

Mit Bezug zu Pakistan stehen derzeit 637 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei Geschäftspartnern mit verschachtelten Beteiligungen lohnt sich trotzdem der Blick auf die Eigentümerstruktur.

Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.

SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel

FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex

FATF-Einstufung: nicht gelistet

Die FATF führt Pakistan derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.

EU-Hochrisiko-Drittland: nein

Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Pakistan nicht.

Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 28 von 100

Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht Pakistan 28 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.

PEP-Daten mit Bezug zu Pakistan

Unsere PEP-Datenbank enthält 10.984 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Pakistan, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 957 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Die neuesten Einträge stehen maskiert und nur mit Funktionsbereich unter Listungen & Daten.

Was Unternehmen bei Bezug zu Pakistan tun sollten

Ihr Geschäft mit Pakistan

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So setzt sich der eLI-Score zusammen

Der Score von 29 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.

Sanktionsintensität · 40 %
54 /100 · 21,6 P.
Sanktionsprogramme & Embargo · 15 %
0 /100 · 0,0 P.
Sanktionsdynamik (12 Monate) · 10 %
0 /100 · 0,0 P.
Amtliche Einstufungen (FATF / EU) · 25 %
0 /100 · 0,0 P.
PEP-Dichte · 10 %
75 /100 · 7,5 P.

Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu Pakistan

Gegen Pakistan richtet sich kein eigenes Sanktionsprogramm. Mit Bezug zu Pakistan stehen 1.167 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 530 Personen und 637 Organisationen (Stand 27.10.2026): Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land, gelistet unter thematischen Programmen etwa zur Terrorismusbekämpfung oder Nichtverbreitung. Die Prüfpflicht aus den EU-Verordnungen (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002 gilt deshalb auch bei Geschäften mit Pakistan.

Weil sich die Listen laufend ändern: In den letzten 12 Monaten kamen 33 Einträge mit Bezug zu Pakistan neu hinzu. Neue Listungen gelten in der Regel ab dem Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU – ohne Übergangsfrist und auch für bestehende Geschäftsbeziehungen. Wer einem inzwischen gelisteten Partner weiter Gelder oder Waren bereitstellt, verstößt gegen das Bereitstellungsverbot und macht sich nach § 18 AWG strafbar. Deshalb sollten Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende täglich gegen die aktuellen Listen geprüft werden.

Die FATF führt Pakistan derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die FATF aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober; der eLI gleicht die Einstufung wöchentlich ab (zuletzt geprüft am 27.10.2026).

Nein. Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Pakistan nicht. Es gelten die allgemeinen Sorgfaltspflichten nach § 10 GwG; die eigene Risikoanalyse nach § 5 GwG kann im Einzelfall dennoch ein erhöhtes Risiko ergeben.

Für Verpflichtete nach § 2 GwG ja: Sie müssen klären, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte PEP sind (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG), und die Geschäftsbeziehung kontinuierlich überwachen (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status ändert sich laufend durch Wahlen und Ernennungen: In den letzten 90 Tagen kamen 957 PEP-Datensätze mit Bezug zu Pakistan neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Für Unternehmen, die nicht unter das Geldwäschegesetz fallen, besteht keine gesetzliche PEP-Prüfpflicht.

Nein. Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Pakistan kein Embargo. Personenbezogene Sanktionen gelten trotzdem: 1.167 Personen und Organisationen mit Bezug zu Pakistan stehen auf den Sanktionslisten, vor allem unter thematischen Programmen etwa zur Terrorismusbekämpfung. Geschäftspartner mit Bezug zu Pakistan müssen deshalb ebenso gegen die Listen geprüft werden. Ob ein konkretes Geschäft betroffen ist, hängt von Gut, Empfänger und Verwendungszweck ab; die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Ja, unter Umständen. Nach den EU-Sanktionsverordnungen dürfen gelisteten Personen Gelder und wirtschaftliche Ressourcen auch nicht mittelbar bereitgestellt werden. Ein nicht gelistetes Unternehmen ist betroffen, wenn gelistete Personen mehr als 50 % der Anteile halten oder es im Einzelfall kontrollieren; nach der OFAC 50 Percent Rule genügen in den USA 50 % oder mehr. Mit Bezug zu Pakistan stehen derzeit 637 Organisationen auf den Sanktionslisten, deren Beteiligungen eine reine Namensprüfung nicht erkennt.

Länder mit ähnlichem Risikoprofil

Mali 28 Nicaragua 30 Somalia 30 Türkei 30 USA 28

Quellen

Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.

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