Länderrisiko · Somalia

Somalia: Sanktionen und Länderrisiko

Für Somalia weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 30 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „mittel“, Rang 33 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 318 aktive Sanktionslisten-Einträge und ein EU-Waffen- und Wirtschaftsembargo. Allein in den letzten 12 Monaten kamen 9 Listungen hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zu Somalia müssen deshalb laufend geprüft werden.

Tobias Siemssen, LL.M. CEO, Siemssen Consulting GmbH Ich bin Jurist, Steuerberater, Systementwickler, Unternehmer und Investor. Ich habe easycompliance entwickelt und verbinde juristische Expertise praxisnah mit über 15 Jahren Compliance-Erfahrung, neuester Technologie und internationalem Blick. LinkedIn XING E-Mail Telefon KI-Transparenz So entstehen unsere Länderseiten Die Länderinformationen werden mit Hilfe von KI aggregiert – aus den Sanktions- und PEP-Daten von easycompliance sowie aus öffentlichen und privaten Quellen wie EUR-Lex, BAFA, FATF und Reguvis. Rechtsangaben in KI-Texten werden automatisch mit diesen Quellen abgeglichen; die Redaktion kann jeden Text korrigieren. Wie wir KI nutzen Zuletzt aktualisiert:

Sanktionslage mit Bezug zu Somalia

Für Somalia gilt laut der BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) ein Waffen- und Wirtschaftsembargo. Es umfasst ein Waffenembargo, die Einstufung als Dual-Use-Embargoland, Beschränkungen bei Ausfuhren, Einfuhren und Dienstleistungen sowie Finanzsanktionen. Rechtsgrundlagen in der EU sind die Verordnung (EG) Nr. 147/2003 und die Verordnung (EU) Nr. 356/2010. Diese Verordnung richtet wegen der Lage in Somalia gezielte restriktive Maßnahmen gegen bestimmte natürliche oder juristische Personen, Organisationen und Einrichtungen. Die USA führen mit den Somalia Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 551, ein eigenes Programm, das bei Geschäften mit US-Bezug zu beachten ist. Die FATF listet Somalia nicht, und die EU stuft das Land nicht als Drittland mit hohem Risiko ein. Unternehmen sollten daher Geschäftspartner, wirtschaftlich Berechtigte und Zahlungsempfänger mit den EU- und US-Listen abgleichen und gelisteten Personen oder Organisationen keine Gelder bereitstellen. Lieferungen von Rüstungs- und Dual-Use-Gütern sowie damit verbundene Dienstleistungen sollten sie vorab auf Verbote und Genehmigungspflichten beim BAFA prüfen.

Mit Bezug zu Somalia stehen 318 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 280 Personen und 38 Organisationen. 2 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen Somalia (SOM, SOMALIA); die übrigen Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zu Terrorismus oder Proliferation. In den letzten 12 Monaten kamen 9 Einträge hinzu. Unsere PEP-Datenbank enthält 3.678 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Somalia.

Lagebild mit Hilfe von KI erstellt aus den Listendaten und amtlichen Quellen, Stand 27.10.2026. Quellen: eur-lex.europa.eu · eur-lex.europa.eu.

Warum Geschäftspartner mit Bezug zu Somalia laufend geprüft werden müssen

9neue Listungen mit Bezug zu Somalia in 12 Monaten
alle 41 Tageeine neue Listung im Schnitt
837PEP-Datensätze neu oder mit geändertem Namen in 90 Tagen

Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.

  • Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
  • Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
  • Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
  • Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.

PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend

Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 837 PEP-Datensätze mit Bezug zu Somalia neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen

Sanktionsprogramme mit Bezug zu Somalia

Mit Bezug zu Somalia stehen 318 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 280 Personen und 38 Organisationen (EU 23, USA 94, HADDEX 201). 2 Programme richten sich ausdrücklich gegen Somalia, darunter SOM, SOMALIA; die übrigen sind thematisch, etwa zu Terrorismus oder Proliferation, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.

Listungen und Daten im Detail

Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.

Alle Programme mit Bezug zu Somalia

CodeProgrammHerausgeberEinträgeNeu
(12 M.)
SOMALIA LänderprogrammSomalia Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 551Das US-Finanzministerium setzt dieses Programm über sein Office of Foreign Assets Control (OFAC) um. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die den Frieden, die Sicherheit oder die Stabilität Somalias gefährden. Dazu zählt auch die Terrororganisation al-Shabaab.USA303
SOM LänderprogrammEU-SomaliaDie Europäische Union hat dieses Sanktionsprogramm wegen der Lage in Somalia erlassen. Es umfasst unter anderem ein Waffenembargo, Beschränkungen für militärische Hilfe, ein Einfuhrverbot für Holzkohle aus Somalia und gezielte Maßnahmen gegen bestimmte Personen und Organisationen.EU240
SDGTSpecially Designated Global TerroristUSA684
AUSAU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade)Australien221
SECCH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs)Schweiz200
HMTUK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury)Vereinigtes Königreich193
UNSUN-United Nations Security Council Consolidated ListVereinte Nationen191
TALEU-ISIL (Da'esh) und Al-Qaida-Netzwerk (früher auch: Taliban/Osama bin Laden)EU30
FTOForeign Terrorist Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 597USA10

Neueste Listungen mit Bezug zu Somalia

DatumListe / ProgrammTypName
27.07.2026USSDN - SDGT, SOMALIAPersonH***** A******* H**** A*******
27.07.2026USSDN - SDGT, SOMALIAPersonA**** A*** A*********
27.07.2026USSDN - SDGT, SOMALIAPersonH***** D**** A****
25.06.2026USSDN - SDGTOrganisationG***** R***** F********** I***
24.02.2026AUDFATPersonM****** O*** M******
16.01.2026UKHMTPersonM****** M*** M******
16.01.2026UKHMTPersonM****** O*** H***
16.01.2026UKHMTPersonA******** M****** A********
07.12.2025UNSCSL - SomaliaPersonA******** O**** M****** C*****
03.06.2025CHSECO - ISIL-ALQAIDAPersonC******** M****** C****
03.06.2025CHSECO - ISIL-ALQAIDAPersonA**** D**** A****
27.08.2024AUDFATPersonM****** M****** M***
27.08.2024AUDFATPersonA******** M****** A********
27.08.2024AUDFATPersonA******** O**** M****** C*****
25.07.2024AUDFATOrganisationG***** R***** F*********
17.06.2024EG-VO Nr.1724/2024-A01PersonM*** U*****
17.06.2024EG-VO Nr.1724/2024-A01PersonM****** M***
17.06.2024EG-VO Nr.1724/2024-A01PersonA******** M****** A********
22.05.2024CHSECO - SOMALIAPersonM*** U*****
22.05.2024CHSECO - SOMALIAPersonM****** M***
22.05.2024CHSECO - SOMALIAPersonA******** M****** A********
22.05.2024UNSCSL - SomaliaPersonM****** O*** M******
22.05.2024UNSCSL - SomaliaPersonM****** M****** M***
22.05.2024UNSCSL - SomaliaPersonA******** M****** A********
11.03.2024USSDN - SDGTPersonH***** A********* M******

Neueste PEP-Einträge mit Bezug zu Somalia

Nur Funktionsbereich, ohne Angehörige und nahestehende Personen.

Neu/geändertFunktionsbereichName
02.09.2026Regierung & VerwaltungI****** M****** C***
02.09.2026Regierung & VerwaltungY**** A********* M******
02.09.2026Regierung & VerwaltungA******** M****** F**** W****
02.09.2026Regierung & VerwaltungH***** M****** H****** M*******
02.09.2026Militär & SicherheitM****** M****** A******
02.09.2026Regierung & VerwaltungA*** J***** H**** M******
02.09.2026Regierung & VerwaltungA********* H**** F****
02.09.2026Regierung & VerwaltungO*** A******* O***
02.09.2026Militär & SicherheitI****** M****** M******
02.09.2026Regierung & VerwaltungA** M****** A********* A***
02.09.2026Regierung & VerwaltungS**** D**** M***
02.09.2026Militär & SicherheitA******** M****** H***
02.09.2026Regierung & VerwaltungA******** A******** S****
02.09.2026Regierung & VerwaltungH**** M****** A**
02.09.2026Militär & SicherheitA**** I*** A****
02.09.2026Regierung & VerwaltungA********* A******** A**
02.09.2026Staatsunternehmen & ZentralbankH****** S***** O****
02.09.2026Regierung & VerwaltungS**** A***** G****
02.09.2026Regierung & VerwaltungM******* S***** I******* M****
02.09.2026Regierung & VerwaltungA***** S***** O****

Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen

In den letzten 24 Monaten kamen 11 Einträge mit Bezug zu Somalia neu auf die Listen, davon 9 in den letzten 12 Monaten.

0123Nov 2024: 0 neue ListungenDez 2024: 0 neue ListungenJan 2025: 0 neue ListungenJan 25Feb 2025: 0 neue ListungenMär 2025: 0 neue ListungenApr 2025: 0 neue ListungenApr 25Mai 2025: 0 neue ListungenJun 2025: 2 neue ListungenJul 2025: 0 neue ListungenJul 25Aug 2025: 0 neue ListungenSep 2025: 0 neue ListungenOkt 2025: 0 neue ListungenOkt 25Nov 2025: 0 neue ListungenDez 2025: 1 neue ListungJan 2026: 3 neue ListungenJan 26Feb 2026: 1 neue ListungMär 2026: 0 neue ListungenApr 2026: 0 neue ListungenApr 26Mai 2026: 0 neue ListungenJun 2026: 1 neue ListungJul 2026: 3 neue ListungenJul 26Aug 2026: 0 neue ListungenSep 2026: 0 neue ListungenOkt 2026: 0 neue ListungenOkt 26

Embargo: Was für Somalia gilt

Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Somalia ein Waffen- und Wirtschaftsembargo. Es umfasst: Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Ausfuhrbeschränkungen, Einfuhrbeschränkungen, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Sonstiges. Im eLI zählt es mit 30 Punkten zur Komponente „Sanktionsprogramme & Embargo“ (Waffenembargo 15, Wirtschaftsembargo 15 Punkte).

Embargo-Matrix Somalia laut BAFA-Übersicht, Stand 15.06.2026
MaßnahmeVerordnung (EU) 356/2010; Verordnung (EG) Nr. 147/2003zuletzt geändert: Durchführungsverordnung (EU) 2024/2465; Verordnung (EU) Nr. 2024/2465
Waffenembargo gilt
Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung gilt
Güter der internen Repressiongilt nicht
Ausfuhr- und Lieferbeschränkungen gilt
Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungen gilt
Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen gilt
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote) gilt
Erfüllungsverbotgilt nicht
Sonstiges gilt
Fundstellen: Verordnung (EU) 356/2010; Verordnung (EG) Nr. 147/2003
Waffenembargo
  • §§ 74ff. AWV in Bezug auf Güter des Teil I Abschnitt A der Ausfuhrliste
Ausfuhr- und Lieferbeschränkungen
  • Komponenten behelfsmäßiger Sprengvorrichtungen Verbot i. Z. m. Verkauf/Ausfuhr/Lieferung/Weitergabe bestimmter Komponenten von behelfsmäßigen Sprengvorrichtungen (Art. 3c der Verordnung EG 147/2003). Zudem sind alle Ausführer aufgefordert, bei der Ausfuhr von Explosivstoffen und deren Vorprodukte Wachsamkeit zu üben und zu prüfen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass diese Waren zur Herstellung behelfsmäßiger Sprengvorrichtungen verwendet werden könnten. In Zweifelsfällen können sich Ausführer an das BAFA wenden.
Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungen
  • Einfuhrverbot für Holzkohle Art. 3b der Verordnung (EG) 147/2003 i.V.m. Anhang II
Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen
  • Militärische Aktivitäten Art. 1 der Verordnung (EG) 147/2003
  • Dienstleistungen i. Z. m. den in Art. 8 i.V.m. den in Anhang I genannten Personen der Verordnung (EU) 356/2010
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
  • Art. 2 i.V.m. Anhang I der Verordnung (EU) 356/2010
Sonstiges
  • Zusammenarbeit mit Behörden Art. 9 der Verordnung (EU) 356/2010

Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Die Übersicht ist nach Angabe des BAFA unverbindlich und bildet weder Umgehungsverbote noch Ausnahmen oder Altverträge ab; maßgeblich sind die im Amtsblatt der EU veröffentlichten Rechtsakte. „Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung“: Genehmigungspflicht für nicht gelistete Dual-Use-Güter bei militärischer Endverwendung (Art. 4 Abs. 1 b) Verordnung (EU) 2021/821). Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.

Vor Lieferungen, Einkäufen und Dienstleistungen mit Bezug zu Somalia prüfen Sie Güter, Genehmigungspflichten und Empfänger – die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel

38gelistete Organisationen mit Bezug zu Somalia
> 50 %Eigentum – Schwelle der EU
≥ 50 %OFAC 50 Percent Rule (USA)

Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.

Mit Bezug zu Somalia stehen derzeit 38 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei Geschäftspartnern mit verschachtelten Beteiligungen lohnt sich trotzdem der Blick auf die Eigentümerstruktur.

Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.

SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel

FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex

FATF-Einstufung: nicht gelistet

Die FATF führt Somalia derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.

EU-Hochrisiko-Drittland: nein

Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Somalia nicht.

Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 9 von 100

Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht Somalia 9 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.

PEP-Daten mit Bezug zu Somalia

Unsere PEP-Datenbank enthält 3.678 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Somalia, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 837 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Die neuesten Einträge stehen maskiert und nur mit Funktionsbereich unter Listungen & Daten.

Was Unternehmen bei Bezug zu Somalia tun sollten

  • Geschäftspartner prüfen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende mit Bezug zu Somalia täglich gegen die EU-Sanktionslisten prüfen – Pflicht nach VO (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002.
    Sanktionslistenprüfung · Tarife vergleichen
  • 50-%-Regel beachten. Auch nicht gelistete Unternehmen im Eigentum oder unter Kontrolle gelisteter Personen fallen unter das Bereitstellungsverbot. Eigentümerstrukturen deckt die Watchlist SCO ab.
    Mittelbare Sanktionslistenprüfung · SCO-Angebot anfordern
  • Güter und Endverwendung klären. Das Waffen- und Wirtschaftsembargo betrifft bestimmte Güter, Dienstleistungen und Zahlungen. Vor Lieferungen Güterlisten, Genehmigungspflichten und das Bereitstellungsverbot prüfen.
    Das Bereitstellungsverbot
  • US-Listen einbeziehen. 94 der Einträge stammen aus US-Listen. Bei US-Bezug (Waren, Dollar-Zahlungen, US-Gesellschaften) die OFAC- und BIS-Listen mitprüfen.
    Welche Listen sind Pflicht? · easy plus anfragen
Ihr Geschäft mit Somalia

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So setzt sich der eLI-Score zusammen

Der Score von 30 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.

Sanktionsintensität · 40 %
28 /100 · 11,3 P.
Sanktionsprogramme & Embargo · 15 %
80 /100 · 12,0 P.
Sanktionsdynamik (12 Monate) · 10 %
0 /100 · 0,0 P.
Amtliche Einstufungen (FATF / EU) · 25 %
0 /100 · 0,0 P.
PEP-Dichte · 10 %
66 /100 · 6,6 P.

Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu Somalia

Ja. Mit Bezug zu Somalia stehen 318 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 280 Personen und 38 Organisationen (Stand 27.10.2026). 2 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen Somalia, darunter SOM, SOMALIA. Zusätzlich besteht ein EU-Waffen- und Wirtschaftsembargo (Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Ausfuhrbeschränkungen, Einfuhrbeschränkungen, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Sonstiges). Die Pflicht, Geschäftspartner zu prüfen, folgt aus den EU-Verordnungen (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002 sowie den länderbezogenen EU-Verordnungen.

Weil sich die Listen laufend ändern: In den letzten 12 Monaten kamen 9 Einträge mit Bezug zu Somalia neu hinzu. Neue Listungen gelten in der Regel ab dem Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU – ohne Übergangsfrist und auch für bestehende Geschäftsbeziehungen. Wer einem inzwischen gelisteten Partner weiter Gelder oder Waren bereitstellt, verstößt gegen das Bereitstellungsverbot und macht sich nach § 18 AWG strafbar. Deshalb sollten Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende täglich gegen die aktuellen Listen geprüft werden.

Die FATF führt Somalia derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die FATF aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober; der eLI gleicht die Einstufung wöchentlich ab (zuletzt geprüft am 27.10.2026).

Nein. Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt Somalia nicht. Es gelten die allgemeinen Sorgfaltspflichten nach § 10 GwG; die eigene Risikoanalyse nach § 5 GwG kann im Einzelfall dennoch ein erhöhtes Risiko ergeben.

Für Verpflichtete nach § 2 GwG ja: Sie müssen klären, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte PEP sind (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG), und die Geschäftsbeziehung kontinuierlich überwachen (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status ändert sich laufend durch Wahlen und Ernennungen: In den letzten 90 Tagen kamen 837 PEP-Datensätze mit Bezug zu Somalia neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Für Unternehmen, die nicht unter das Geldwäschegesetz fallen, besteht keine gesetzliche PEP-Prüfpflicht.

Ja. Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Somalia ein EU-Waffen- und Wirtschaftsembargo; es umfasst Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Ausfuhrbeschränkungen, Einfuhrbeschränkungen, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Sonstiges. Rechtsgrundlage sind Verordnung (EU) 356/2010 und Verordnung (EG) Nr. 147/2003, EU-Verordnungen nach Art. 215 AEUV, die in allen Mitgliedstaaten unmittelbar gelten. Ob ein konkretes Geschäft betroffen ist, hängt von Gut, Empfänger und Verwendungszweck ab; die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Ja, unter Umständen. Nach den EU-Sanktionsverordnungen dürfen gelisteten Personen Gelder und wirtschaftliche Ressourcen auch nicht mittelbar bereitgestellt werden. Ein nicht gelistetes Unternehmen ist betroffen, wenn gelistete Personen mehr als 50 % der Anteile halten oder es im Einzelfall kontrollieren; nach der OFAC 50 Percent Rule genügen in den USA 50 % oder mehr. Mit Bezug zu Somalia stehen derzeit 38 Organisationen auf den Sanktionslisten, deren Beteiligungen eine reine Namensprüfung nicht erkennt.

Länder mit ähnlichem Risikoprofil

Nicaragua 30 Türkei 30 Pakistan 29 Mali 28 USA 28

Quellen

Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.

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