Länderrisiko · USA

USA: Sanktionen und Länderrisiko

Für die USA weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 28 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „mittel“, Rang 38 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 907 aktive Sanktionslisten-Einträge. Allein in den letzten 12 Monaten kamen 30 Listungen hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zu den USA müssen deshalb laufend geprüft werden.

Tobias Siemssen, LL.M. CEO, Siemssen Consulting GmbH Ich bin Jurist, Steuerberater, Systementwickler, Unternehmer und Investor. Ich habe easycompliance entwickelt und verbinde juristische Expertise praxisnah mit über 15 Jahren Compliance-Erfahrung, neuester Technologie und internationalem Blick. LinkedIn XING E-Mail Telefon KI-Transparenz So entstehen unsere Länderseiten Die Länderinformationen werden mit Hilfe von KI aggregiert – aus den Sanktions- und PEP-Daten von easycompliance sowie aus öffentlichen und privaten Quellen wie EUR-Lex, BAFA, FATF und Reguvis. Rechtsangaben in KI-Texten werden automatisch mit diesen Quellen abgeglichen; die Redaktion kann jeden Text korrigieren. Wie wir KI nutzen Zuletzt aktualisiert:

Sanktionslage mit Bezug zu den USA

Mit Bezug zu den USA stehen 907 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 729 Personen und 178 Organisationen. Kein Sanktionsprogramm richtet sich ausdrücklich gegen die USA; die Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zur Terrorismusbekämpfung, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. In den letzten 12 Monaten kamen 30 Einträge hinzu. Unsere PEP-Datenbank enthält 74.468 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu den USA.

Warum Geschäftspartner mit Bezug zu den USA laufend geprüft werden müssen

30neue Listungen mit Bezug zu den USA in 12 Monaten
alle 12 Tageeine neue Listung im Schnitt
7.929PEP-Datensätze neu oder mit geändertem Namen in 90 Tagen

Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.

  • Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
  • Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
  • Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
  • Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.

PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend

Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 7.929 PEP-Datensätze mit Bezug zu den USA neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen

Sanktionsprogramme mit Bezug zu den USA

Mit Bezug zu den USA stehen 907 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 729 Personen und 178 Organisationen (EU 18, USA 407, HADDEX 482). Kein Programm richtet sich ausdrücklich gegen die USA; die Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zur Terrorismusbekämpfung. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.

Listungen und Daten im Detail

Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.

Alle Programme mit Bezug zu den USA

CodeProgrammHerausgeberEinträgeNeu
(12 M.)
DPLUS-Denied Persons ListDie Denied Persons List wird vom Bureau of Industry and Security (BIS) im US-Handelsministerium geführt. Sie erfasst Personen und Unternehmen, denen die Exportberechtigung entzogen wurde. Geschäfte mit ihnen über Güter, die dem US-Exportrecht unterliegen, sind untersagt.USA32618
SDNTKSpecially Designated Narcotics Traffickers (Kingpin Act)USA240
VENEZUELA-EO13850Venezuela Executive Order 13850US-Sanktionsprogramm nach Executive Order 13850 vom 1. November 2018, verwaltet von OFAC. Es erlaubt die Sperrung des Vermögens von Personen, die in bestimmten Sektoren der venezolanischen Wirtschaft wie dem Goldsektor tätig sind oder an korrupten Transaktionen mit der Regierung beteiligt sind.USA230
HMTUK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury)Vereinigtes Königreich182
SDGTSpecially Designated Global TerroristUSA184
AUSAU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade)Australien151
SECCH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs)Schweiz142
UNSUN-United Nations Security Council Consolidated ListVereinte Nationen120
TALEU-ISIL (Da'esh) und Al-Qaida-Netzwerk (früher auch: Taliban/Osama bin Laden)EU100
ILLICIT-DRUGS-EO14059——54
TCOTransnational Criminal Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 590; Executive Order 13581USA40
VENEZUELAVenezuela Sanctions - Executive Order 13692US-Sanktionsprogramm nach Executive Order 13692 vom 8. März 2015, verwaltet von OFAC. Es richtet sich gegen Personen, die zur Lage in Venezuela beitragen, etwa durch Untergrabung demokratischer Prozesse, Menschenrechtsverletzungen oder öffentliche Korruption.USA40
FTOForeign Terrorist Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 597USA30
IFSRIranian Financial Sanctions Regulations, 31 CFR part 561Die USA haben die Iranian Financial Sanctions Regulations (31 CFR part 561) erlassen. Sie richten sich gegen ausländische Finanzinstitute, die bestimmte Transaktionen oder Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit Iran erleichtern.USA31
RUSSIA-EO14024Blocking Property With Respect To Specified Harmful Foreign Activities of the Government of the Russian FederationDas Programm wurde von den USA erlassen und wird vom OFAC verwaltet. Es beruht auf der Executive Order 14024 vom 15. April 2021 und richtet sich gegen bestimmte schädliche ausländische Aktivitäten der Regierung der Russischen Föderation.USA30
NPWMDNon-proliferation Sanctions Weapons of Mass DestructionUS-Sanktionsprogramm zur Nichtverbreitung, das vom US-Finanzministerium (OFAC) verwaltet wird. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die an der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägersystemen beteiligt sind oder diese unterstützen.USA21
RUSEU-Russische Föderation (Unabhängigkeit der Ukraine untergrabend)EU20
BELARUSBelarus Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 548; Executive Order 13405Die USA haben das Programm erlassen, die Verwaltung liegt beim OFAC. Grundlage sind die Belarus Sanctions Regulations (31 C.F.R. part 548) und die Executive Order 13405. Es richtet sich gegen Personen, die demokratische Prozesse oder Institutionen in Belarus untergraben.USA10
CUBACuban Assets Control Regulations, 31 C.F.R. part 515Die USA haben das Programm erlassen, die Verwaltung liegt beim OFAC. Grundlage sind die Cuban Assets Control Regulations (31 C.F.R. part 515). Es handelt sich um ein umfassendes Embargo gegen Kuba, das Transaktionen mit Bezug zu Kuba weitgehend beschränkt.USA10
GLOMAGGlobal Magnitsky Sanctions EO 13818USA10
HRVEU-Schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstößeDer Rat der EU hat diese globale Sanktionsregelung am 7. Dezember 2020 mit dem Beschluss (GASP) 2020/1999 geschaffen. Sie richtet sich gegen Personen, Organisationen und Einrichtungen, die weltweit für schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstöße verantwortlich sind.EU10
IRANIran Sanctions; Iranian Transactions and Sanctions Regulations - ITSR (E.O.13599)Dies ist ein US-Sanktionsprogramm gegen Iran. Es beruht auf den vom OFAC verwalteten Iranian Transactions and Sanctions Regulations (ITSR) und auf der Executive Order 13599, die Vermögen der iranischen Regierung und iranischer Finanzinstitute sperrt.USA10
IRGCIslamic Revolutionary Guard CorpsUSA10
RU5EU-Russische Föderation (destabilisierende Aktivitäten Russlands)EU11
SOMEU-SomaliaDie Europäische Union hat dieses Sanktionsprogramm wegen der Lage in Somalia erlassen. Es umfasst unter anderem ein Waffenembargo, Beschränkungen für militärische Hilfe, ein Einfuhrverbot für Holzkohle aus Somalia und gezielte Maßnahmen gegen bestimmte Personen und Organisationen.EU10
TEREU-Bekämpfung des TerrorismusEU10

Neueste Listungen mit Bezug zu den USA

DatumListe / ProgrammTypName
29.09.2026USSDN - SDGT, ILLICIT-DRUGS-EO14059PersonI***** Z****** S*******
29.09.2026USSDN - NPWMD, IFSRPersonA** F****** A*****
09.09.2026UKHMTPersonב*** מ*** מ***
09.09.2026UKHMTPersonב****** "***** ג*******
24.07.2026USSDN - SDGT, ILLICIT-DRUGS-EO14059PersonJ*** C***** G*******
25.06.2026USSDN - SDGTOrganisationH*** L*** F********* F** R***** A** D**********
24.04.2026USSDN - ILLICIT-DRUGS-EO14059OrganisationE**** G**** L**
12.03.2026USDPLPersonA****** T*****
24.02.2026AUDFATPersonA**** K****** G*******
19.02.2026USSDN - SDGT, ILLICIT-DRUGS-EO14059OrganisationH**** M********* I************* L**
15.12.2025USDPLPersonJ* M**** S********
15.12.2025USDPLPersonJ* M**** S********
15.12.2025USDPLPersonJ*** R*** P****** A*****
15.12.2025USDPLPersonN****** G******
15.12.2025USDPLPersonR****** G* S***
15.12.2025USDPLPersonM**** A****** S******** V*******
15.12.2025EG-VO Nr.2568/2025-A01PersonJ*** M*** D*****
12.12.2025CHSECO - RUSSIAOrganisationM***************** M******* R********* +* R********* I***
12.12.2025CHSECO - RUSSIAOrganisationA*****
04.12.2025USDPLPersonF******** J***** B*******
24.11.2025USDPLPersonK***** S****
24.11.2025USDPLPersonV**** M*******
24.11.2025USDPLPersonS**** A***** V********
24.11.2025USDPLPersonP**** M*******
24.11.2025USDPLPersonM****** D**** G******

Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen

In den letzten 24 Monaten kamen 80 Einträge mit Bezug zu den USA neu auf die Listen, davon 30 in den letzten 12 Monaten.

05101520Nov 2024: 1 neue ListungDez 2024: 4 neue ListungenJan 2025: 1 neue ListungJan 25Feb 2025: 4 neue ListungenMär 2025: 0 neue ListungenApr 2025: 0 neue ListungenApr 25Mai 2025: 0 neue ListungenJun 2025: 12 neue ListungenJul 2025: 0 neue ListungenJul 25Aug 2025: 18 neue ListungenSep 2025: 4 neue ListungenOkt 2025: 6 neue ListungenOkt 25Nov 2025: 10 neue ListungenDez 2025: 10 neue ListungenJan 2026: 0 neue ListungenJan 26Feb 2026: 2 neue ListungenMär 2026: 1 neue ListungApr 2026: 1 neue ListungApr 26Mai 2026: 0 neue ListungenJun 2026: 1 neue ListungJul 2026: 1 neue ListungJul 26Aug 2026: 0 neue ListungenSep 2026: 4 neue ListungenOkt 2026: 0 neue ListungenOkt 26

Embargo: Was für die USA gilt

Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für die USA kein länderbezogenes Embargo. Personenbezogene Sanktionen gelten trotzdem: 907 Personen und Organisationen mit Bezug zu den USA stehen auf den Sanktionslisten. Geschäftspartner mit Bezug zu den USA müssen deshalb ebenso geprüft werden.

Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.

Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel

178gelistete Organisationen mit Bezug zu den USA
> 50 %Eigentum – Schwelle der EU
≥ 50 %OFAC 50 Percent Rule (USA)

Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.

Mit Bezug zu den USA stehen derzeit 178 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei Geschäftspartnern mit verschachtelten Beteiligungen lohnt sich trotzdem der Blick auf die Eigentümerstruktur.

Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.

SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel

FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex

FATF-Einstufung: nicht gelistet

Die FATF führt die USA derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.

EU-Hochrisiko-Drittland: nein

Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt die USA nicht.

Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 64 von 100

Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht die USA 64 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.

PEP-Daten mit Bezug zu den USA

Unsere PEP-Datenbank enthält 74.468 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu den USA, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 7.929 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

Was Unternehmen bei Bezug zu den USA tun sollten

Ihr Geschäft mit den USA

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So setzt sich der eLI-Score zusammen

Der Score von 28 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.

Sanktionsintensität · 40 %
48 /100 · 19,0 P.
Sanktionsprogramme & Embargo · 15 %
0 /100 · 0,0 P.
Sanktionsdynamik (12 Monate) · 10 %
0 /100 · 0,0 P.
Amtliche Einstufungen (FATF / EU) · 25 %
0 /100 · 0,0 P.
PEP-Dichte · 10 %
90 /100 · 9,0 P.

Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu den USA

Gegen die USA richtet sich kein eigenes Sanktionsprogramm. Mit Bezug zu den USA stehen 907 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 729 Personen und 178 Organisationen (Stand 27.10.2026): Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land, gelistet unter thematischen Programmen etwa zur Terrorismusbekämpfung oder Nichtverbreitung. Die Prüfpflicht aus den EU-Verordnungen (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002 gilt deshalb auch bei Geschäften mit den USA.

Weil sich die Listen laufend ändern: In den letzten 12 Monaten kamen 30 Einträge mit Bezug zu den USA neu hinzu. Neue Listungen gelten in der Regel ab dem Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU – ohne Übergangsfrist und auch für bestehende Geschäftsbeziehungen. Wer einem inzwischen gelisteten Partner weiter Gelder oder Waren bereitstellt, verstößt gegen das Bereitstellungsverbot und macht sich nach § 18 AWG strafbar. Deshalb sollten Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende täglich gegen die aktuellen Listen geprüft werden.

Die FATF führt die USA derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die FATF aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober; der eLI gleicht die Einstufung wöchentlich ab (zuletzt geprüft am 27.10.2026).

Nein. Die EU-Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675) führt die USA nicht. Es gelten die allgemeinen Sorgfaltspflichten nach § 10 GwG; die eigene Risikoanalyse nach § 5 GwG kann im Einzelfall dennoch ein erhöhtes Risiko ergeben.

Für Verpflichtete nach § 2 GwG ja: Sie müssen klären, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte PEP sind (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG), und die Geschäftsbeziehung kontinuierlich überwachen (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Der PEP-Status ändert sich laufend durch Wahlen und Ernennungen: In den letzten 90 Tagen kamen 7.929 PEP-Datensätze mit Bezug zu den USA neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Für Unternehmen, die nicht unter das Geldwäschegesetz fallen, besteht keine gesetzliche PEP-Prüfpflicht.

Nein. Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für die USA kein Embargo. Personenbezogene Sanktionen gelten trotzdem: 907 Personen und Organisationen mit Bezug zu den USA stehen auf den Sanktionslisten, vor allem unter thematischen Programmen etwa zur Terrorismusbekämpfung. Geschäftspartner mit Bezug zu den USA müssen deshalb ebenso gegen die Listen geprüft werden. Ob ein konkretes Geschäft betroffen ist, hängt von Gut, Empfänger und Verwendungszweck ab; die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Ja, unter Umständen. Nach den EU-Sanktionsverordnungen dürfen gelisteten Personen Gelder und wirtschaftliche Ressourcen auch nicht mittelbar bereitgestellt werden. Ein nicht gelistetes Unternehmen ist betroffen, wenn gelistete Personen mehr als 50 % der Anteile halten oder es im Einzelfall kontrollieren; nach der OFAC 50 Percent Rule genügen in den USA 50 % oder mehr. Mit Bezug zu den USA stehen derzeit 178 Organisationen auf den Sanktionslisten, deren Beteiligungen eine reine Namensprüfung nicht erkennt.

Länder mit ähnlichem Risikoprofil

Mali 28 Pakistan 29 Moldau 26 Nicaragua 30 Somalia 30

Quellen

Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.

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