Länderrisiko · Russland

Russland: Sanktionen und Länderrisiko

Für Russland weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 85 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „sehr hoch“, Rang 3 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 31.355 aktive Sanktionslisten-Einträge, ein EU-Waffen- und Wirtschaftsembargo und die EU-Liste der Hochrisiko-Drittländer. Allein in den letzten 12 Monaten kamen 4.212 Listungen hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zu Russland müssen deshalb laufend geprüft werden.

Tobias Siemssen, LL.M. CEO, Siemssen Consulting GmbH Ich bin Jurist, Steuerberater, Systementwickler, Unternehmer und Investor. Ich habe easycompliance entwickelt und verbinde juristische Expertise praxisnah mit über 15 Jahren Compliance-Erfahrung, neuester Technologie und internationalem Blick. LinkedIn XING E-Mail Telefon KI-Transparenz So entstehen unsere Länderseiten Die Länderinformationen werden mit Hilfe von KI aggregiert – aus den Sanktions- und PEP-Daten von easycompliance sowie aus öffentlichen und privaten Quellen wie EUR-Lex, BAFA, FATF und Reguvis. Rechtsangaben in KI-Texten werden automatisch mit diesen Quellen abgeglichen; die Redaktion kann jeden Text korrigieren. Wie wir KI nutzen Zuletzt aktualisiert:

RU Russland · auf der Weltkarte
sehr hoch

Rang 3 von 250 Ländern · Stand 27.10.2026

31.355Listeneinträge
10Länderprogramme
4.212neue Listungen 12 M.
33.340PEP-Datensätze

Sanktionslage mit Bezug zu Russland

Für Geschäfte mit Russlandbezug gilt laut BAFA ein Waffen- und Wirtschaftsembargo. Es umfasst unter anderem Beschränkungen für Dual-Use-Güter, Ausfuhren, Einfuhren und Dienstleistungen, außerdem Finanzsanktionen und ein Erfüllungsverbot, und stützt sich insbesondere auf die Verordnung (EU) 833/2014. Daneben bestehen EU-Listungsregime zur Destabilisierung der Ukraine, zur Lage in Russland und zu destabilisierenden Aktivitäten Russlands, deren Listungen Vermögenssperren und Bereitstellungsverbote auslösen. Die USA sanktionieren Russland unter anderem auf Grundlage der Executive Orders 14024 und 14065, des CAATSA und des Magnitsky Act; nach OFAC können auch Nicht-US-Unternehmen sanktioniert werden, die den russischen militärisch-industriellen Komplex unterstützen. Russland ist von der EU als Drittland mit hohem Geldwäscherisiko eingestuft, was verstärkte Sorgfaltspflichten nach sich zieht, während keine FATF-Listung besteht. Unternehmen sollten Geschäftspartner, Eigentums- und Kontrollstrukturen sowie Güter und Dienstleistungen vor jeder Transaktion gegen die geltenden Verbote und Sanktionslisten prüfen.

Mit Bezug zu Russland stehen 31.355 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 12.301 Personen und 19.054 Organisationen. 10 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen Russland (CAATSA - RUSSIA, MAGNIT, PEESA-EO14039, RU2, RU4 u. a.); die übrigen Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zu Terrorismus oder Proliferation. In den letzten 12 Monaten kamen 4.212 Einträge hinzu; die Maßnahmen wurden 52-mal durch Verordnungen oder Verordnungsänderungen angepasst. Unsere PEP-Datenbank enthält 33.340 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Russland.

Lagebild mit Hilfe von KI erstellt aus den Listendaten und amtlichen Quellen, Stand 27.10.2026. Quellen: eur-lex.europa.eu · www.consilium.europa.eu · ofac.treasury.gov · ofac.treasury.gov.

Warum Geschäftspartner mit Bezug zu Russland laufend geprüft werden müssen

4.212neue Listungen mit Bezug zu Russland in 12 Monaten
81neue Listungen pro Woche im Schnitt
25.01.2027letzte Änderung: EU-Rechtsakt (EU) 2026/1848

Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.

  • Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
  • Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
  • Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
  • Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.

PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend

Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Weil die EU Russland als Drittland mit hohem Geldwäscherisiko führt, gelten zusätzlich verstärkte Sorgfaltspflichten nach § 15 Abs. 3 Nr. 2 GwG. Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 3.271 PEP-Datensätze mit Bezug zu Russland neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen

Sanktionsprogramme mit Bezug zu Russland

Mit Bezug zu Russland stehen 31.355 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 12.301 Personen und 19.054 Organisationen (EU 1.958, USA 8.252, HADDEX 21.145). 10 Programme richten sich ausdrücklich gegen Russland, darunter CAATSA - RUSSIA, MAGNIT, PEESA-EO14039, RU2, RU4, RU5; die übrigen sind thematisch, etwa zu Terrorismus oder Proliferation, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.

Listungen und Daten im Detail

Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.

Alle Programme mit Bezug zu Russland

CodeProgrammHerausgeberEinträgeNeu
(12 M.)
RUSSIA-EO14024 LänderprogrammBlocking Property With Respect To Specified Harmful Foreign Activities of the Government of the Russian FederationDas Programm wurde von den USA erlassen und wird vom OFAC verwaltet. Es beruht auf der Executive Order 14024 vom 15. April 2021 und richtet sich gegen bestimmte schädliche ausländische Aktivitäten der Regierung der Russischen Föderation.USA6.35523
RUS LänderprogrammEU-Russische Föderation (Unabhängigkeit der Ukraine untergrabend)EU4.7202.130
RU2 LänderprogrammEU-Russische Föderation (Lage in der Ukraine destabilisierend)EU1.896342
RU4 LänderprogrammEU-Russische Föderation (Lage in Russland)EU11562
RU5 LänderprogrammEU-Russische Föderation (destabilisierende Aktivitäten Russlands)EU10039
CAATSA - RUSSIA Länderprogramm—Die USA haben das Programm auf Grundlage des Countering America's Adversaries Through Sanctions Act of 2017 erlassen, die Verwaltung liegt beim OFAC. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die mit bestimmten Aktivitäten der Russischen Föderation in Verbindung stehen.—8419
MAGNIT LänderprogrammSergei Magnitsky Rule of Law Accountability Act of 2012USA640
PEESA-EO14039 Länderprogramm—Das Programm wurde von den USA erlassen und wird vom OFAC verwaltet. Es beruht auf der Executive Order 14039 vom 20. August 2021 und sperrt Vermögen im Zusammenhang mit bestimmten russischen Energieexportpipelines, darunter das Projekt Nord Stream 2.—270
RUSSIA-EO14065 LänderprogrammExecutive Order 14065Die Executive Order 14065 wurde von den USA erlassen. Sie verbietet bestimmte Tätigkeiten mit den sogenannten Regionen Volksrepublik Donezk und Volksrepublik Luhansk der Ukraine sowie mit weiteren Regionen der Ukraine, die das US-Finanzministerium festlegt.USA80
SECCH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs)Schweiz2.207976
HMTUK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury)Vereinigtes Königreich2.009361
AUSAU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade)Australien1.473170
ENTUS-Entity ListUSA1.0800
SSI-UKRAINE-EO13662Ukraine - Sectoral Sanctions Identifications List - Executive Order 13662USA71111
CYBER2Sanctions Related to Significant Malicious Cyber-Enabled ActivitiesSanktionsprogramm des US-Finanzministeriums (OFAC). Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die für erhebliche böswillige Aktivitäten im Cyberraum verantwortlich sind oder daran beteiligt sind.USA1590
UKRAINE2Ukraine - associated with Executive Order 13661USA1481
METJP-Japanese End User List METI (Ministry of Economy, Trade and Industry)Japan13233
HRVEU-Schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstößeDer Rat der EU hat diese globale Sanktionsregelung am 7. Dezember 2020 mit dem Beschluss (GASP) 2020/1999 geschaffen. Sie richtet sich gegen Personen, Organisationen und Einrichtungen, die weltweit für schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstöße verantwortlich sind.EU963
NPWMDNon-proliferation Sanctions Weapons of Mass DestructionUS-Sanktionsprogramm zur Nichtverbreitung, das vom US-Finanzministerium (OFAC) verwaltet wird. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die an der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägersystemen beteiligt sind oder diese unterstützen.USA693
ELECTION-EO13848Imposing Certain Sanctions in the Event of Foreign Interference in a United States ElectionUSA550
UKRAINE-EO13685Ukraine Executive Order 13685US-Sanktionsprogramm nach Executive Order 13685 vom 19. Dezember 2014, verwaltet von OFAC. Es richtet sich gegen Personen und Einrichtungen in der Krim-Region der Ukraine und verbietet dorthin Ein- und Ausfuhren von Waren, Dienstleistungen und Technologie sowie Neuinvestitionen von US-Personen.USA552
SDGTSpecially Designated Global TerroristUSA454
UKRAINEUkraine - associated with Executive Order 13660Von den USA mit Executive Order 13660 vom 6. März 2014 begründetes, von OFAC verwaltetes Programm. Es richtet sich gegen Personen, die demokratische Prozesse, Frieden, Sicherheit, Souveränität oder territoriale Integrität der Ukraine untergraben oder ukrainisches Vermögen veruntreuen.USA410
PLSPL-Lista osób i podmiotów objetych sankcjamiPolen394
CYBER4Executive Order 13694; Executive Order 13757; Executive Order 14144; Executive Order 14306US-Sanktionen auf Grundlage der Executive Orders 13694, 13757, 14144 und 14306, verwaltet vom US-Finanzministerium (OFAC). Sie richten sich gegen Personen und Organisationen, die für erhebliche böswillige Aktivitäten im Cyberraum verantwortlich sind.USA3720
DPRK3North Korea Sanctions Regulations (E.O.13722)Von den USA erlassene und vom OFAC verwaltete Sanktionen nach E.O. 13722: Das Vermögen der Regierung Nordkoreas und der Partei der Arbeit Koreas wird gesperrt. Außerdem sind Exporte und Reexporte nach Nordkorea sowie neue Investitionen dort verboten.USA271
CYBEU-CyberangriffeDer Rat der Europäischen Union hat im Mai 2019 einen Sanktionsrahmen geschaffen. Er erlaubt gezielte restriktive Maßnahmen, um Cyberangriffe abzuwehren und darauf zu reagieren, die eine Bedrohung von außen für die EU oder ihre Mitgliedstaaten darstellen.EU2611
CWCEU-Chemical Weapons Convention (Verbreitung und Einsatz chemischer Waffen)Der Rat der Europäischen Union hat am 15. Oktober 2018 restriktive Maßnahmen gegen die Verbreitung und den Einsatz chemischer Waffen beschlossen. Sie richten sich gegen die daran beteiligten Personen und Organisationen.EU246
IFSRIranian Financial Sanctions Regulations, 31 CFR part 561Die USA haben die Iranian Financial Sanctions Regulations (31 CFR part 561) erlassen. Sie richten sich gegen ausländische Finanzinstitute, die bestimmte Transaktionen oder Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit Iran erleichtern.USA214
NPSUS-Nonproliferation Sanctions (Listen siehe unten)USA190
GLOMAGGlobal Magnitsky Sanctions EO 13818USA170
DPRK2North Korea Sanctions Regulations (E.O.13687)US-Sanktionen gegen Nordkorea nach den North Korea Sanctions Regulations auf Grundlage der Executive Order 13687, verwaltet vom US-Finanzministerium (OFAC). Sie richten sich gegen Amtsträger, Behörden und sonstige Stellen der Regierung Nordkoreas und der Arbeiterpartei Koreas.USA160
DPRK4North Korea Sanctions Regulations (E.O.13810)Von den USA erlassene und vom OFAC verwaltete zusätzliche Sanktionen gegen Nordkorea nach E.O. 13810. Sie sollen verhindern, dass Nordkorea seine Programme für Massenvernichtungswaffen und ballistische Raketen finanzieren kann, und führen neue Kriterien für Listungen ein.USA141
BELARUS-EO14038Executive Order 14038Die USA haben das Programm mit der Executive Order 14038 erlassen, die Verwaltung liegt beim OFAC. Es weitet die Sanktionen in Bezug auf Belarus aus und richtet sich gegen Personen und Organisationen, die die belarussische Regierung unterstützen oder in bestimmten Wirtschaftssektoren des Landes tätig sind.USA130
TCOTransnational Criminal Organizations Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 590; Executive Order 13581USA131
UNSUN-United Nations Security Council Consolidated ListVereinte Nationen121
TALEU-ISIL (Da'esh) und Al-Qaida-Netzwerk (früher auch: Taliban/Osama bin Laden)EU110
DPLUS-Denied Persons ListDie Denied Persons List wird vom Bureau of Industry and Security (BIS) im US-Handelsministerium geführt. Sie erfasst Personen und Unternehmen, denen die Exportberechtigung entzogen wurde. Geschäfte mit ihnen über Güter, die dem US-Exportrecht unterliegen, sind untersagt.USA108
IRAN-CON-ARMS-EOBlocking Property of Certain Persons with respect to the conventional arms acitivities of IranUSA103
DPRKNorth Korea Sanctions Regulations (E.O.13551)US-Sanktionen gegen Nordkorea nach den North Korea Sanctions Regulations auf Grundlage der Executive Order 13551, verwaltet vom US-Finanzministerium (OFAC). Sie richten sich u. a. gegen Personen, die am Waffenhandel, am Handel mit Luxusgütern oder an illegalen Wirtschaftsaktivitäten Nordkoreas beteiligt sind.USA81

Neueste Listungen mit Bezug zu Russland

DatumListe / ProgrammTypName
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01OrganisationS**** S******* L**
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01OrganisationV**** M***** S******* L**
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01OrganisationD** L******** D***
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01OrganisationО** ‚***** Г****
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01OrganisationH**** T**** F**
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01OrganisationО** ‚******* С*****
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01OrganisationB***** T****** İ***** E********* v* D** T****** L****** Ş****** (*** Ş***
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01OrganisationD* I**** L**
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01OrganisationО** ‚****** Г*****
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01PersonС******* И******* Г******
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01PersonИ***** А************ С*****
15.10.2026EG-VO Nr.2333/2026-A01PersonD***** M*********** C********
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationФ********** г************** у******** п********** 1* с************ з**** ч**********
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationA*********** o********* 3* S************ z****
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationA*********** o********* 8* B************ r******** z****
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationП******** а********** о******* а********** к********* р****
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationA*********** o********* P************
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationA*********** o********* P*************** k******* A*****
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationA*********** o********* T********** m****** k************** b**** A****
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationО******* а********** о******* а********* з**** с************
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationA*********** o********* 5** A*********** r******** z****
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationО******* с* о*********** о*************** н********************** п********** а*****
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationA*********** o********* 3*** Z**** p* r****** v******************* i**********
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationA*********** o********* I******** m******** A*************
12.10.2026EG-VO Nr.2281/2026-A01OrganisationA*********** o********* B******** h********** z**** i**** 5******** S***

Verordnungen der letzten 12 Monate

ProgrammRechtsaktGeändertVeröffentlicht
RU2(EU) 2026/1848Anhang XXXXVII25.01.2027
RUS(EU) 2026/2333Anhang I15.10.2026
RUS(EU) 2026/2281Anhang I12.10.2026
RUS(EU) 2026/2292Anhang I12.10.2026
RU5(EU) 2026/2257Anhang I09.10.2026
RUS(EU) 2026/2263Anhang I08.10.2026
RUS(EU) 2026/2184Anhang I28.09.2026
RU4(EU) 2026/2193Anhang I28.09.2026
RU5(EU) 2026/2165Anhang I24.09.2026
RUS(EU) 2026/2160Anhang I22.09.2026
RU2(EU) 2026/1848Anhang XXXXV23.08.2026
RU2(EU) 2026/1848Anhang XIV13.08.2026
RU2(EU) 2026/1848Anhang XXXXIV13.08.2026
RU2(EU) 2026/1848Anhang XXXXV13.08.2026
RUS(EU) 2026/1940Anhang I07.08.2026
RU2(EU) 2026/1848Anhang IV24.07.2026
RU2(EU) 2026/1848Anhang XXXXII24.07.2026
RU2(EU) 2026/1848Anhang XXXXVII24.07.2026
RUS(EU) 2026/1843Anhang I23.07.2026
RUS(EU) 2026/1844Rechtsakt23.07.2026
RUS(EU) 2026/1779Anhang I17.07.2026
RU2(EU) 2026/1805Rechtsakt16.07.2026
RU4(EU) 2026/1708Anhang IV13.07.2026
RU5(EU) 2026/1710Anhang I13.07.2026
RUS(EU) 2026/1336Rechtsakt15.06.2026
RU5(EU) 2026/1356Anhang I15.06.2026
RUS(EU) 2026/1361Anhang I15.06.2026
RU4(EU) 2026/1362Anhang IV15.06.2026
RU4(EU) 2026/1147Anhang IV27.05.2026
RU2(EU) 2026/506Anhang XIV14.05.2026
RU2(EU) 2026/506Anhang XXXXIV14.05.2026
RU2(EU) 2026/506Anhang XXXXV14.05.2026
RUS(EU) 2026/1055Anhang I11.05.2026
RU2(EU) 2026/506Anhang IV24.04.2026
RU2(EU) 2026/506Anhang XXXXII24.04.2026
RUS(EU) 2026/506Anhang XXXXVII24.04.2026
RUS(EU) 2026/509Anhang I23.04.2026
RU5(EU) 2026/885Anhang I21.04.2026
RUS(EU) 2026/613Anhang I16.03.2026
RU5(EU) 2026/647Anhang I16.03.2026
RUS(EU) 2026/695Anhang I15.03.2026
RU4(EU) 2026/431Anhang IV23.02.2026
RU5(EU) 2026/259Anhang I29.01.2026
RU4(EU) 2025/2638Anhang IV22.12.2025
RU2(EU) 2025/2618Anhang XXXXII19.12.2025
RU5(EU) 2025/2568Anhang I15.12.2025
RUS(EU) 2025/2588Anhang I15.12.2025
RU2(EU) 2025/2033Anhang XXXXIV02.12.2025
RU2(EU) 2025/2033Anhang XXXXV25.11.2025
RU4(EU) 2025/2356Anhang IV20.11.2025
RU2(EU) 2025/2033Anhang XIV12.11.2025
RU2(EU) 2025/2033Anhang XXXXV12.11.2025

Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen

In den letzten 24 Monaten kamen 7.198 Einträge mit Bezug zu Russland neu auf die Listen, davon 4.212 in den letzten 12 Monaten. Zu Programmen, die sich ausdrücklich gegen Russland richten, gab es in den letzten 12 Monaten 52 Verordnungen bzw. Verordnungsänderungen.

02550751001251501752002252502753003253503754004254504755005255505756006256506757007257507758008258508759009259509751000102510501075110011251150117512001225125012751300132513501375140014251450147515001525155015751600162516501675170017251750Nov 2024: 166 neue ListungenDez 2024: 336 neue ListungenJan 2025: 686 neue ListungenJan 25Feb 2025: 280 neue ListungenMär 2025: 227 neue ListungenApr 2025: 51 neue ListungenApr 25Mai 2025: 363 neue ListungenJun 2025: 148 neue ListungenJul 2025: 250 neue ListungenJul 25Aug 2025: 90 neue ListungenSep 2025: 102 neue ListungenOkt 2025: 288 neue ListungenOkt 25Nov 2025: 71 neue ListungenDez 2025: 173 neue ListungenJan 2026: 93 neue ListungenJan 26Feb 2026: 233 neue ListungenMär 2026: 98 neue ListungenApr 2026: 229 neue ListungenApr 26Mai 2026: 261 neue ListungenJun 2026: 137 neue ListungenJul 2026: 402 neue ListungenJul 26Aug 2026: 679 neue ListungenSep 2026: 106 neue ListungenOkt 2026: 1729 neue ListungenOkt 26

Embargo: Was für Russland gilt

Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Russland ein Waffen- und Wirtschaftsembargo aus 3 Rechtsakten. Es umfasst: Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Ausfuhrbeschränkungen, Einfuhrbeschränkungen, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Erfüllungsverbot, Sonstiges. Im eLI zählt es mit 30 Punkten zur Komponente „Sanktionsprogramme & Embargo“ (Waffenembargo 15, Wirtschaftsembargo 15 Punkte).

Embargo-Matrix Russland laut BAFA-Übersicht, Stand 15.06.2026
MaßnahmeVerordnung (EU) 833/2014zuletzt geändert: Verordnung (EU) 2026/506Verordnung (EU) 2024/2642Maßnahmen angesichts der destabilisierenden Aktivitäten Russlandszuletzt geändert: Durchführungsverordnung (EU) 2026/885Verordnung (EU) 2024/1485Maßnahmen angesichts der Menschenrechtslagezuletzt geändert: Durchführungsverordnung (EU) 2026/1147
Waffenembargo giltgilt nichtgilt nicht
Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung giltgilt nichtgilt nicht
Güter der internen Repressiongilt nichtgilt nichtgilt nicht
Ausfuhr- und Lieferbeschränkungen giltgilt nicht gilt
Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungen giltgilt nichtgilt nicht
Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen giltgilt nichtgilt nicht
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote) gilt gilt gilt
Erfüllungsverbot gilt giltgilt nicht
Sonstiges giltgilt nichtgilt nicht
Fundstellen: Verordnung (EU) 833/2014
Waffenembargo
  • Art. 4 in Bezug auf Rüstungsgütern der Gemeinsamen Militärgüterliste der EU bzw. des Teil I Abschnitt A der Ausfuhrliste
Ausfuhr- und Lieferbeschränkungen
  • Gelistete Dual-Use-Güter des Anhang I der Verordnung (EU) 2021/821 Art. 2 Abs. 1,1a
  • Güter des Anhang VII u.a. Güter der Anti-Folter-Verordnung und Hochtechnologie (Art. 2a)
  • Güter der Verordnung (EU) Nr. 258/2012 Gütern der Feuerwaffenverordnung (Art. 2aa)
  • Gelistete Dual-Use-Güter und Güter des Anhang VII für Organisationen des Anhang IV Art. 2b Abs. 1
  • Software für Erdöl und Erdgasexploration Art.3 Abs.1a i.V.m. Anhang II
  • Güter der Ölraffinerie Art. 3b Abs. 1 i.V.m. Anhang X
  • Güter der Luft- und Raumfahrt sowie Flugturbinenkraftstoffe und Kraftstoffadditive Art. 3c Abs. 1 i.V.m. Anhang XI und XX
  • Güter der Seeschifffahrt Art. 3f Abs. 1 i.V.m. Anhang XVI
  • Luxusgüter Art. 3h Abs. 1 i.V.m. Anhang XVIII
  • Güter, die zur Stärkung der industriellen Kapazitäten RUS beitragen könnten inklusive Güter der Erdöl- und Ergasexploration (zuvor erfasst von Art. 3 Abs. 1 i.V.m Anhang II) Art. 3k i.V.m. Anhang XXIII
  • Güter für LNG-Projekte Art. 3t
  • UKR Kulturgüter Art. 3v
  • Banknoten in der amtlichen Währung eines Mitgliedstaates Art. 5i
  • Verkaufsverbot von ehemaligen russischen Schiffen und Flugzeugen für die Dauer von 5 Jahren Art. 5u
Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungen
  • Rüstungsgüter Art. 4
  • Einfuhr und Beförderung von Eisen- und Stahlerzeugnissen Art. 3g Abs. 1 i.V.m. Anhang XVII
  • Einfuhr und Beförderung von Gütern, die Russland erhebliche Einnahmen erbringen Art. 3i i.V.m. Anhang XXI
  • Beförderungsverbot in der EU für russische Kraftverkehrsunternehmen Art. 3l
  • Einfuhr von Rohöl oder Erdölerzeugnisse Art. 3m i.V.m Anhang XXV
  • Ab dem 21.01.2026: Einfuhr von Erdölerzeugnissen aus russischem Rohöl, die aus Drittländern stammen Art. 3ma
  • Einfuhr von Gold und Goldschmuckwaren Art. 3o i.V.m. Anhang XXVI und XXVII
  • Einfuhr von Diamanten Art. 3p i.V.m. Anhang XXXVIII
  • Ab dem 25.04.2026: Einfuhr von Flüssigerdgas Art. 3ra
  • Einfuhr von LNG Art. 3u
  • Einfuhr UKR Kulturgüter Art. 3v
Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen
  • Rüstungsgüter Art. 4 Abs. 1
  • Dual-Use-Güter des Anhangs I der Verordnung (EU) 2021/821 Art. 2 Abs. 2 lit. a
  • Dienstleistungen in den Bereichen Rechtsberatung, Wirtschaftsprüfung (einschl. Abschlussprüfung), Buchführung, Steuerberatung, Unternehmens- und Public-Relations-Beratung, Bauwesen, Architektur, Ingenieurwesen, IT-Beratung, Werbung, Markt- und Meinungsforschung, weltraumgestützte Dienste, künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechnen, Quanteninformatik, touristische Aktivitäten, Bereitstellung von Software und verwaltete Sicherheitsdienste Art. 5n Abs. 1 – 3 i.V.m. Anhang XXXIX
  • Genehmigungspflicht für nicht verbotene Dienstleistungen an die Regierung Russlands Art. 5n Abs. 4
  • Güter, die den Ausfuhr-, Einfuhr- und Beförderungsverboten unterliegen Art. 2a, 2b, 3, 3b, 3c, 3f-3k, 3m -3p, 3r -4.
  • Ab dem 01.01.2027: Dienstleistungen i. Z. m. LNG Terminals Art.3rb
  • Dienstleistungen i.Z. m. Schiffen der russischen Schattenflotte Art. 3s
  • Dienstleistungen i. Z. m. Eisbrechern und LNG-Tankern Art. 3sa
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
  • Verbot i. Z. m. dem Kapitalmarkt im Energiesektor, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden Art. 3a Abs. 1, 2
  • Beschränkungen des Zugangs zum Kapitalmarkt Art. 5. Art.5a, Art. 5ac, Art. 5ad, Art. 5ag, Art. 5b, Art. 5ba, Art. 5bb, Art. 5j
Erfüllungsverbot
  • Art. 11
Sonstiges
  • Start-, Lande und Überflugverbot für russische Flugzeuge Art. 3d
  • Verbot des Zugangs von russischen Schiffen zu EU-Häfen und Schleusen Art. 3ea, 3eb, 3ec, 3s
  • Verkaufsverbot für Tankschiffe zur Beförderung von Rohöl oder Erdölerzeugnissen Art. 3q
  • Verbot von Weiterverladungsdiensten Art. 3r
  • Verbot von Transaktionen sowie Bekleidung von Posten in Leitungsgremien i. Z. m. bestimmten staatseigenen Unternehmen des Anhang XIX Art. 5aa
  • Verbot von Transaktionen mit Häfen, Schleusen und Flughäfen des Anhang XLVII Art. 5ae Verbot von Transaktionen i Z.m. Nord Stream und Nord Stream 2 Art. 5af
  • Verbot mit Unternehmen in Sonderzonen bestimmte Geschäfte zu vereinbaren Art. 5ah mit Anhang LII
  • Verbot von Transaktionen i. Z.m. mit Personen/Organisationen, die von russischer Zwangsverwaltung profitieren Art. 5ai mit Anhang LIV
  • Verbot von Transaktionen i. Z. m. der Durchsetzung von Gerichtsurteilen Art. 5aj mit Anhang LV
  • Verbot von Transaktionen mit den in Anhang XIV gelisteten Finanzinstituten Art. 5h
  • Verbot i. Z. m. öffentlichen Aufträgen oder Konzessionen Art. 5k
  • Verbot der Bekleidung von Leistungsposten in Unternehmen von kritischer Infrastruktur in der EU Art. 5o
  • Verbot des Bereitstellens von Speicherkapazitäten für Erdgas für russische Staatsangehörige und Personen in Russland Art. 5p
  • Verbot von Transaktionen und Meldepflicht i.Z.m. Markenrechtsverletzungen Art. 5sa i.V.m. Anhang LVI
  • Jedermannspflicht Pflicht zur Meldung sanktionsrechtlichrelevanter Informationen, Art. 6b
Fundstellen: Verordnung (EU) 2024/2642
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
  • Art. 2
Erfüllungsverbot
  • Art. 11
Fundstellen: Verordnung (EU) 2024/1485
Ausfuhr- und Lieferbeschränkungen
  • Güter der internen Repression Art. 2 i.V.m. Anhang I
  • Genehmigungspflicht für Ausrüstung, Technologie und Software für die Infomationssicherheit und Telekommunikation Art. 3 i.V.m. Anhang II
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
  • Art. 6

Für die besetzten Gebiete in der Ukraine – Krim und Sewastopol sowie Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja – gelten eigene EU-Embargos (Verordnung (EU) 692/2014, Verordnung (EU) 2022/263). Die BAFA führt sie in ihrer Übersicht unter „Ukraine“; Matrix und Fundstellen stehen auf der Länderseite Ukraine.

Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Die Übersicht ist nach Angabe des BAFA unverbindlich und bildet weder Umgehungsverbote noch Ausnahmen oder Altverträge ab; maßgeblich sind die im Amtsblatt der EU veröffentlichten Rechtsakte. „Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung“: Genehmigungspflicht für nicht gelistete Dual-Use-Güter bei militärischer Endverwendung (Art. 4 Abs. 1 b) Verordnung (EU) 2021/821). Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.

Vor Lieferungen, Einkäufen und Dienstleistungen mit Bezug zu Russland prüfen Sie Güter, Genehmigungspflichten und Empfänger – die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel

19.054gelistete Organisationen mit Bezug zu Russland
> 50 %Eigentum – Schwelle der EU
≥ 50 %OFAC 50 Percent Rule (USA)

Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.

Mit Bezug zu Russland stehen derzeit 19.054 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei einem Länderrisiko der Klasse „sehr hoch“ lohnt sich der Blick auf die Eigentümerstruktur von Geschäftspartnern besonders.

Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.

SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel

FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex

FATF-Einstufung: nicht gelistet

Die FATF führt Russland derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.

EU-Hochrisiko-Drittland: ja

Die EU führt Russland auf der Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675). Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz müssen bei Bezug zu Russland verstärkte Sorgfaltspflichten nach § 15 Abs. 3 Nr. 2 GwG erfüllen.

Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 22 von 100

Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht Russland 22 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.

PEP-Daten mit Bezug zu Russland

Unsere PEP-Datenbank enthält 33.340 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Russland, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 3.271 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

Was Unternehmen bei Bezug zu Russland tun sollten

  • Geschäftspartner prüfen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende mit Bezug zu Russland täglich gegen die EU-Sanktionslisten prüfen – Pflicht nach VO (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002.
    Sanktionslistenprüfung · Tarife vergleichen
  • 50-%-Regel beachten. Auch nicht gelistete Unternehmen im Eigentum oder unter Kontrolle gelisteter Personen fallen unter das Bereitstellungsverbot. Eigentümerstrukturen deckt die Watchlist SCO ab.
    Mittelbare Sanktionslistenprüfung · SCO-Angebot anfordern
  • Güter und Endverwendung klären. Das Waffen- und Wirtschaftsembargo betrifft bestimmte Güter, Dienstleistungen und Zahlungen. Vor Lieferungen Güterlisten, Genehmigungspflichten und das Bereitstellungsverbot prüfen.
    Das Bereitstellungsverbot
  • US-Listen einbeziehen. 8.252 der Einträge stammen aus US-Listen. Bei US-Bezug (Waren, Dollar-Zahlungen, US-Gesellschaften) die OFAC- und BIS-Listen mitprüfen.
    Welche Listen sind Pflicht? · easy plus anfragen
  • Verstärkte Sorgfaltspflichten. Für GwG-Verpflichtete gelten bei Bezug zu Russland verstärkte Sorgfaltspflichten (§ 15 GwG). Dazu gehört die Prüfung auf politisch exponierte Personen.
    PEP-Prüfung · PEP-Angebot anfordern
Ihr Geschäft mit Russland

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So setzt sich der eLI-Score zusammen

Der Score von 85 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.

Sanktionsintensität · 40 %
100 /100 · 40,0 P.
Sanktionsprogramme & Embargo · 15 %
100 /100 · 15,0 P.
Sanktionsdynamik (12 Monate) · 10 %
100 /100 · 10,0 P.
Amtliche Einstufungen (FATF / EU) · 25 %
45 /100 · 11,3 P.
PEP-Dichte · 10 %
84 /100 · 8,4 P.

Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu Russland

Ja. Mit Bezug zu Russland stehen 31.355 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 12.301 Personen und 19.054 Organisationen (Stand 27.10.2026). 10 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen Russland, darunter CAATSA - RUSSIA, MAGNIT, PEESA-EO14039, RU2. Zusätzlich besteht ein EU-Waffen- und Wirtschaftsembargo (Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Ausfuhrbeschränkungen, Einfuhrbeschränkungen, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Erfüllungsverbot, Sonstiges). Die Pflicht, Geschäftspartner zu prüfen, folgt aus den EU-Verordnungen (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002 sowie den länderbezogenen EU-Verordnungen.

Weil sich die Listen laufend ändern: In den letzten 12 Monaten kamen 4.212 Einträge mit Bezug zu Russland neu hinzu, zuletzt angepasst wurden die Maßnahmen durch den EU-Rechtsakt (EU) 2026/1848 vom 25.01.2027. Neue Listungen gelten in der Regel ab dem Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU – ohne Übergangsfrist und auch für bestehende Geschäftsbeziehungen. Wer einem inzwischen gelisteten Partner weiter Gelder oder Waren bereitstellt, verstößt gegen das Bereitstellungsverbot und macht sich nach § 18 AWG strafbar. Deshalb sollten Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende täglich gegen die aktuellen Listen geprüft werden.

Die FATF führt Russland derzeit weder auf der Schwarzen noch auf der Grauen Liste. Die FATF aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober; der eLI gleicht die Einstufung wöchentlich ab (zuletzt geprüft am 27.10.2026).

Ja. Die EU führt Russland auf der Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675). Bei Geschäftsbeziehungen und Transaktionen mit Bezug zu Russland müssen Verpflichtete nach § 15 Abs. 3 Nr. 2 GwG verstärkte Sorgfaltspflichten erfüllen, etwa zusätzliche Informationen über den Vertragspartner und die Herkunft der Mittel einholen.

Für Verpflichtete nach § 2 GwG ja: Sie müssen klären, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte PEP sind (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG), und die Geschäftsbeziehung kontinuierlich überwachen (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Weil die EU Russland als Drittland mit hohem Geldwäscherisiko führt, gelten zusätzlich verstärkte Sorgfaltspflichten (§ 15 Abs. 3 Nr. 2 GwG). Der PEP-Status ändert sich laufend durch Wahlen und Ernennungen: In den letzten 90 Tagen kamen 3.271 PEP-Datensätze mit Bezug zu Russland neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Für Unternehmen, die nicht unter das Geldwäschegesetz fallen, besteht keine gesetzliche PEP-Prüfpflicht.

Ja. Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Russland ein EU-Waffen- und Wirtschaftsembargo; es umfasst Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Ausfuhrbeschränkungen, Einfuhrbeschränkungen, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Erfüllungsverbot, Sonstiges. Rechtsgrundlage sind Verordnung (EU) 833/2014, Verordnung (EU) 2024/2642 und Verordnung (EU) 2024/1485, EU-Verordnungen nach Art. 215 AEUV, die in allen Mitgliedstaaten unmittelbar gelten. Für die besetzten Gebiete in der Ukraine (Krim und Sewastopol sowie Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja) gelten zusätzlich eigene EU-Embargos (Verordnung (EU) 692/2014, Verordnung (EU) 2022/263). Ob ein konkretes Geschäft betroffen ist, hängt von Gut, Empfänger und Verwendungszweck ab; die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Ja, unter Umständen. Nach den EU-Sanktionsverordnungen dürfen gelisteten Personen Gelder und wirtschaftliche Ressourcen auch nicht mittelbar bereitgestellt werden. Ein nicht gelistetes Unternehmen ist betroffen, wenn gelistete Personen mehr als 50 % der Anteile halten oder es im Einzelfall kontrollieren; nach der OFAC 50 Percent Rule genügen in den USA 50 % oder mehr. Mit Bezug zu Russland stehen derzeit 19.054 Organisationen auf den Sanktionslisten, deren Beteiligungen eine reine Namensprüfung nicht erkennt.

Länder mit ähnlichem Risikoprofil

Afghanistan 46 Algerien 27 Trinidad und Tobago 20 Namibia 19 Vanuatu 19

Quellen

Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.

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