Länderrisiko · Südsudan

Südsudan: Sanktionen und Länderrisiko

Für Südsudan weist der easycompliance Länderrisiko-Indikator (eLI) 51 von 100 Punkten aus – Risikoklasse „hoch“, Rang 14 von 250 Ländern. Maßgeblich sind 182 aktive Sanktionslisten-Einträge, ein EU-Waffenembargo, die Graue Liste der FATF und die EU-Liste der Hochrisiko-Drittländer. Allein in den letzten 12 Monaten kam 1 Listung hinzu – Geschäftspartner mit Bezug zu Südsudan müssen deshalb laufend geprüft werden.

Tobias Siemssen, LL.M. CEO, Siemssen Consulting GmbH Ich bin Jurist, Steuerberater, Systementwickler, Unternehmer und Investor. Ich habe easycompliance entwickelt und verbinde juristische Expertise praxisnah mit über 15 Jahren Compliance-Erfahrung, neuester Technologie und internationalem Blick. LinkedIn XING E-Mail Telefon KI-Transparenz So entstehen unsere Länderseiten Die Länderinformationen werden mit Hilfe von KI aggregiert – aus den Sanktions- und PEP-Daten von easycompliance sowie aus öffentlichen und privaten Quellen wie EUR-Lex, BAFA, FATF und Reguvis. Rechtsangaben in KI-Texten werden automatisch mit diesen Quellen abgeglichen; die Redaktion kann jeden Text korrigieren. Wie wir KI nutzen Zuletzt aktualisiert:

SS Südsudan · auf der Weltkarte
hoch

Rang 14 von 250 Ländern · Stand 27.10.2026

182Listeneinträge
2Länderprogramme
1neue Listungen 12 M.
2.225PEP-Datensätze

Sanktionslage mit Bezug zu Südsudan

Für Geschäfte mit Bezug zu Südsudan gelten EU- und US-Sanktionen nebeneinander. In der EU setzt die Verordnung (EU) 2015/735 die von UN und EU getragenen Maßnahmen um; laut BAFA umfassen sie ein Waffenembargo, die Einstufung als Dual-Use-Embargoland, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen und ein Erfüllungsverbot, sodass Rüstungsgüter nicht geliefert werden dürfen, für Dual-Use-Güter zusätzliche Genehmigungspflichten greifen können und gelisteten Personen und Organisationen keine Gelder oder wirtschaftlichen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden dürfen. In den USA sind die Executive Order 13664 und die South Sudan Sanctions Regulations (31 C.F.R. part 558) Grundlage für das Sperren von Vermögenswerten designierter Personen und Organisationen, was vor allem bei US-Dollar-Zahlungen und US-Partnern relevant ist. Zudem steht Südsudan auf der grauen Liste der FATF und gilt als EU-Hochrisikodrittland, weshalb Verpflichtete verstärkte Sorgfaltspflichten anwenden müssen. Unternehmen sollten Geschäftspartner, wirtschaftlich Berechtigte und Zahlungswege fortlaufend gegen EU- und US-Listen prüfen und Ausfuhren vorab exportkontrollrechtlich bewerten.

Mit Bezug zu Südsudan stehen 182 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 124 Personen und 58 Organisationen. 2 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen Südsudan (SOUTH SUDAN, SSD); die übrigen Einträge stammen aus thematischen Programmen, etwa zu Terrorismus oder Proliferation. In den letzten 12 Monaten kam 1 Eintrag hinzu; die Maßnahmen wurden einmal durch eine Verordnung oder Verordnungsänderung angepasst. Unsere PEP-Datenbank enthält 2.225 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Südsudan.

Lagebild mit Hilfe von KI erstellt aus den Listendaten und amtlichen Quellen, Stand 27.10.2026. Quellen: eur-lex.europa.eu · www.sanctionsmap.eu · ofac.treasury.gov.

Warum Geschäftspartner mit Bezug zu Südsudan laufend geprüft werden müssen

1neue Listung mit Bezug zu Südsudan in 12 Monaten
alle 365 Tageeine neue Listung im Schnitt
24.06.2026letzte Änderung: EU-Rechtsakt (EU) 2026/1402

Eine Prüfung beim Vertragsabschluss genügt nicht. Die Sanktionslisten ändern sich laufend, und jede Änderung kann einen Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden betreffen, der gestern noch unauffällig war.

  • Listungen wirken sofort. EU-Sanktionsverordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Neue Listungen treten in der Regel am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft – ohne Übergangsfrist und auch für laufende Geschäftsbeziehungen.
  • Ab dann gilt das Bereitstellungsverbot. Gelisteten Personen und Organisationen dürfen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – keine Zahlung, keine Lieferung, auch nicht aus einem bestehenden Vertrag.
  • Verstöße sind strafbar. Wer gegen das Bereitstellungsverbot verstößt, macht sich nach § 18 AWG strafbar; in besonders schweren Fällen drohen Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.
  • Auch Einstufungen ändern sich. Die FATF aktualisiert ihre Listen dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober), die EU passt ihre Hochrisikoliste per Delegierter Verordnung an.

PEP-Prüfung: Ämter wechseln laufend

Für Verpflichtete nach § 2 GwG gehört die Abklärung, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte politisch exponierte Personen sind, zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG) – ebenso die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Weil die EU Südsudan als Drittland mit hohem Geldwäscherisiko führt, gelten zusätzlich verstärkte Sorgfaltspflichten nach § 15 Abs. 3 Nr. 2 GwG. Der PEP-Status entsteht und endet durch Wahlen, Ernennungen und Rücktritte: In den letzten 90 Tagen kamen 241 PEP-Datensätze mit Bezug zu Südsudan neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben.

So geht es automatisch: easycompliance prüft Ihren gesamten Datenbestand täglich gegen die aktuellen Sanktions- und PEP-Listen und meldet Treffer per E-Mail. Sanktionslistenprüfung · PEP-Prüfung · Kostenlos testen

Sanktionsprogramme mit Bezug zu Südsudan

Mit Bezug zu Südsudan stehen 182 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 124 Personen und 58 Organisationen (EU 14, USA 58, HADDEX 110). 2 Programme richten sich ausdrücklich gegen Südsudan, darunter SOUTH SUDAN, SSD; die übrigen sind thematisch, etwa zu Terrorismus oder Proliferation, und erfassen Personen und Organisationen mit Staatsangehörigkeit oder Sitz im Land. Die vollständige Tabelle steht unter Listungen & Daten.

Listungen und Daten im Detail

Die Tabellen sind durchsuchbar und sortierbar. Namen sind wie auf unserer Übersicht aller Sanktionslisten maskiert; den vollständigen Abgleich übernimmt die Sanktionslistenprüfung bzw. die PEP-Prüfung.

Alle Programme mit Bezug zu Südsudan

CodeProgrammHerausgeberEinträgeNeu
(12 M.)
SOUTH SUDAN LänderprogrammSouth Sudan Sanctions Regulations, 31 C.F.R. part 558; Executive Order 13664Die USA haben dieses Programm 2014 eingeführt, das OFAC setzt es um. Es sieht gezielte Sanktionen gegen bestimmte Personen und Organisationen vor, die den Frieden, die Sicherheit oder die Stabilität des Südsudan und der umliegenden Region gefährden.USA240
SSD LänderprogrammEU-SüdsudanEU90
ENTUS-Entity ListUSA150
GLOMAGGlobal Magnitsky Sanctions EO 13818USA140
HMTUK-United Kingdom HMT (Her Majesty's Treasury)Vereinigtes Königreich111
UNSUN-United Nations Security Council Consolidated ListVereinte Nationen90
AUSAU-Australia DFAT (Department of Foreign Affairs and Trade)Australien80
SECCH-Swiss SECO (State Secretariat for Economic Affairs)Schweiz80
CAREU-Central African RepublicDas EU-Programm beruht auf der Verordnung (EU) Nr. 224/2014 des Rates. Es sieht restriktive Maßnahmen gegen Personen und Organisationen vor, die Frieden, Stabilität oder Sicherheit in der Zentralafrikanischen Republik untergraben.EU70
HRVEU-Schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstößeDer Rat der EU hat diese globale Sanktionsregelung am 7. Dezember 2020 mit dem Beschluss (GASP) 2020/1999 geschaffen. Sie richtet sich gegen Personen, Organisationen und Einrichtungen, die weltweit für schwere Menschenrechtsverletzungen und -verstöße verantwortlich sind.EU40
SDGTSpecially Designated Global TerroristUSA20

Neueste Listungen mit Bezug zu Südsudan

DatumListe / ProgrammTypName
16.01.2026UKHMTPersonM****** M***** L****
18.08.2025USSDN - GLOMAGPersonK** A**** A***
21.03.2025UNSCSL - SouthSudanPersonB** M*****
21.03.2025UNSCSL - SouthSudanPersonD****
06.02.2024UNSCSL - CARPersonS**** K***
06.02.2024UNSCSL - CARPersonB***** Y**********
08.12.2023USSDN - SOUTH SUDANPersonG***** K**** B***
08.12.2023USSDN - SOUTH SUDANPersonJ***** M****** W*****
08.12.2023USSDN - SOUTH SUDANPersonG****** N**** H***
14.08.2023UNSCSL - SouthSudanPersonM***** C******* Y** M*****
07.08.2023UNSCSL - SouthSudanPersonG****** J**
07.08.2023UNSCSL - SudanPerson"****
20.07.2023EG-VO Nr.2471/2025-A01PersonJ**** M*** N****
20.06.2023USSDN - SOUTH SUDANPersonA***** F*****
20.06.2023USSDN - SOUTH SUDANPersonJ**** N****
27.03.2023UKHMTPersonA**********
08.03.2023UKHMTPersonJ**** N**** M***
07.03.2023EG-VO Nr.2471/2025-A01PersonG***** K**** B***
07.03.2023EG-VO Nr.2999/2024-A01PersonG****** N**** H***
13.12.2022UKHMTPersonG****** N**** H***
13.12.2022UKHMTPersonG***** K**** B***
04.03.2022UKHMTPersonF******* Y********** B*****
12.01.2022UKHMTPersonP*** M***** A*** A***
09.12.2021USSDN - GLOMAGOrganisationW****** C*********** C****** L******
22.03.2021EG-VO Nr. 478/2021-A01PersonG****** M**** L*****

Neueste PEP-Einträge mit Bezug zu Südsudan

Nur Funktionsbereich, ohne Angehörige und nahestehende Personen.

Neu/geändertFunktionsbereichName
01.10.2026Regierung & VerwaltungP***** J*** N*******
01.10.2026Regierung & VerwaltungA*** A***** A***
01.10.2026Regierung & VerwaltungM***** K** M****
01.10.2026Regierung & VerwaltungJ***** W***
01.10.2026Regierung & VerwaltungC****** A**** M*****
01.10.2026Regierung & VerwaltungG**** K** M*******
01.10.2026Militär & SicherheitR**** D****** S*****
01.10.2026Sonstige öffentliche FunktionD***** M***** T****
01.10.2026Regierung & VerwaltungM**** M***** G******
01.10.2026JustizC****** A**** J***
01.10.2026Regierung & VerwaltungJ***** N**** P*****
24.09.2026Regierung & VerwaltungA**** S***** A****
24.09.2026Parlament & ParteienA*** P***** A***** D***
02.09.2026Regierung & VerwaltungC********* B****** R****
02.09.2026Regierung & VerwaltungL*** T****** T****
02.09.2026Regierung & VerwaltungL****** M******* M***** U****
02.09.2026Regierung & VerwaltungW****** A**** K*** D**
02.09.2026Regierung & VerwaltungL*** J***** D***
02.09.2026Regierung & VerwaltungS****** L***** M*****
02.09.2026Regierung & VerwaltungK****** G****** B****

Verordnungen der letzten 12 Monate

ProgrammRechtsaktGeändertVeröffentlicht
SSD(EU) 2026/1402Anhang II24.06.2026

Sanktionsdynamik: neue Listungen und Verordnungen

In den letzten 24 Monaten kamen 4 Einträge mit Bezug zu Südsudan neu auf die Listen, davon 1 in den letzten 12 Monaten. Zu Programmen, die sich ausdrücklich gegen Südsudan richten, gab es in den letzten 12 Monaten 1 Verordnung bzw. Verordnungsänderung.

012Nov 2024: 0 neue ListungenDez 2024: 0 neue ListungenJan 2025: 0 neue ListungenJan 25Feb 2025: 0 neue ListungenMär 2025: 2 neue ListungenApr 2025: 0 neue ListungenApr 25Mai 2025: 0 neue ListungenJun 2025: 0 neue ListungenJul 2025: 0 neue ListungenJul 25Aug 2025: 1 neue ListungSep 2025: 0 neue ListungenOkt 2025: 0 neue ListungenOkt 25Nov 2025: 0 neue ListungenDez 2025: 0 neue ListungenJan 2026: 1 neue ListungJan 26Feb 2026: 0 neue ListungenMär 2026: 0 neue ListungenApr 2026: 0 neue ListungenApr 26Mai 2026: 0 neue ListungenJun 2026: 0 neue ListungenJul 2026: 0 neue ListungenJul 26Aug 2026: 0 neue ListungenSep 2026: 0 neue ListungenOkt 2026: 0 neue ListungenOkt 26

Embargo: Was für Südsudan gilt

Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Südsudan ein Waffenembargo. Es umfasst: Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Erfüllungsverbot, Sonstiges. Im eLI zählt es mit 15 Punkten zur Komponente „Sanktionsprogramme & Embargo“ (Waffenembargo 15, Wirtschaftsembargo 15 Punkte).

Embargo-Matrix Südsudan laut BAFA-Übersicht, Stand 15.06.2026
MaßnahmeVerordnung (EU) 2015/735zuletzt geändert: Verordnung (EU) 2025/1347
Waffenembargo gilt
Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung gilt
Güter der internen Repressiongilt nicht
Ausfuhr- und Lieferbeschränkungengilt nicht
Einfuhr- und Beförderungsbeschränkungengilt nicht
Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen gilt
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote) gilt
Erfüllungsverbot gilt
Sonstiges gilt
Fundstellen: Verordnung (EU) 2015/735
Waffenembargo
  • §§ 74ff. AWV in Bezug auf Güter des Teil I Abschnitt A der Ausfuhrliste
Beschränkungen für Dienstleistungen, Vermittlung, technische Hilfe und Finanzhilfen
  • Verbote für Dienstleistungen i. Z. m. militärischen Aktivitäten Art. 2
Finanzsanktionen (Einfriergebote, Bereitstellungsverbote)
  • Art. 5 i.V.m den Anhängen I und II
Erfüllungsverbot
  • Art. 17
Sonstiges
  • Zusammenarbeit mit Behörden Art. 14

Quelle: BAFA, Übersicht über die länderbezogenen Embargos, Stand 15.06.2026. Die Übersicht ist nach Angabe des BAFA unverbindlich und bildet weder Umgehungsverbote noch Ausnahmen oder Altverträge ab; maßgeblich sind die im Amtsblatt der EU veröffentlichten Rechtsakte. „Waffenembargoland nach der Dual-Use-Verordnung“: Genehmigungspflicht für nicht gelistete Dual-Use-Güter bei militärischer Endverwendung (Art. 4 Abs. 1 b) Verordnung (EU) 2021/821). Alle Länder mit Embargo: Übersicht der Embargoländer.

Vor Lieferungen, Einkäufen und Dienstleistungen mit Bezug zu Südsudan prüfen Sie Güter, Genehmigungspflichten und Empfänger – die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Mittelbares Bereitstellungsverbot: die 50-%-Regel

58gelistete Organisationen mit Bezug zu Südsudan
> 50 %Eigentum – Schwelle der EU
≥ 50 %OFAC 50 Percent Rule (USA)

Das Bereitstellungsverbot der EU-Sanktionsverordnungen schützt nicht nur vor Geschäften mit gelisteten Personen und Organisationen selbst. Gelder und wirtschaftliche Ressourcen dürfen ihnen auch nicht mittelbar zufließen – etwa über ein Unternehmen, das ihnen gehört oder das sie kontrollieren. Die EU stellt dabei auf ein Eigentum von mehr als 50 % ab, mehrere gelistete Anteilseigner werden zusammengerechnet; bei Kontrolle entscheidet der Einzelfall. In den USA gilt nach der OFAC 50 Percent Rule jedes Unternehmen als blockiert, das zu 50 % oder mehr von gelisteten Personen gehalten wird.

Mit Bezug zu Südsudan stehen derzeit 58 Organisationen auf den Sanktionslisten. Ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind häufig selbst nicht gelistet – eine reine Namensprüfung gegen die Sanktionslisten erkennt sie deshalb nicht. Bei einem Länderrisiko der Klasse „hoch“ lohnt sich der Blick auf die Eigentümerstruktur von Geschäftspartnern besonders.

Eigentums- und Kontrollbeziehungen zu sanktionierten Personen bildet die Watchlist Sanctions Control & Ownership (SCO) von Dow Jones ab, die easycompliance im Tarif easy Watchlist automatisiert prüft. Ob Sie SCO wirklich brauchen, hängt von Ihrem Geschäft ab – die Einordnung der Rechtslage und der Risiko-Check helfen bei der Entscheidung.

SCO-Watchlist anfragen Mehr zur 50-%-Regel

FATF, EU-Hochrisikoliste und Korruptionsindex

FATF-Einstufung: Graue Liste

Die FATF führt Südsudan auf ihrer Grauen Liste („Jurisdictions under Increased Monitoring“): Strategische Mängel bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung werden unter verstärkter Beobachtung abgearbeitet. Die Financial Action Task Force (FATF) aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober. Zuletzt gegen die Listen auf fatf-gafi.org geprüft: 27.10.2026.

EU-Hochrisiko-Drittland: ja

Die EU führt Südsudan auf der Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675). Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz müssen bei Bezug zu Südsudan verstärkte Sorgfaltspflichten nach § 15 Abs. 3 Nr. 2 GwG erfüllen.

Korruptionswahrnehmung (CPI 2025): 9 von 100

Im Corruption Perceptions Index 2025 von Transparency International erreicht Südsudan 9 von 100 Punkten (0 = sehr korrupt wahrgenommen, 100 = sehr integer). Der CPI ist eine Zusatzinfo und nicht im eLI-Score enthalten, weil er Wahrnehmung misst und keine Prüfpflicht auslöst.

PEP-Daten mit Bezug zu Südsudan

Unsere PEP-Datenbank enthält 2.225 Datensätze politisch exponierter Personen mit Bezug zu Südsudan, einschließlich Familienangehöriger und nahestehender Personen. In den letzten 90 Tagen kamen 241 Datensätze neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Die neuesten Einträge stehen maskiert und nur mit Funktionsbereich unter Listungen & Daten.

Was Unternehmen bei Bezug zu Südsudan tun sollten

  • Geschäftspartner prüfen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende mit Bezug zu Südsudan täglich gegen die EU-Sanktionslisten prüfen – Pflicht nach VO (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002.
    Sanktionslistenprüfung · Tarife vergleichen
  • 50-%-Regel beachten. Auch nicht gelistete Unternehmen im Eigentum oder unter Kontrolle gelisteter Personen fallen unter das Bereitstellungsverbot. Eigentümerstrukturen deckt die Watchlist SCO ab.
    Mittelbare Sanktionslistenprüfung · SCO-Angebot anfordern
  • Güter und Endverwendung klären. Das Waffenembargo betrifft bestimmte Güter, Dienstleistungen und Zahlungen. Vor Lieferungen Güterlisten, Genehmigungspflichten und das Bereitstellungsverbot prüfen.
    Das Bereitstellungsverbot
  • US-Listen einbeziehen. 58 der Einträge stammen aus US-Listen. Bei US-Bezug (Waren, Dollar-Zahlungen, US-Gesellschaften) die OFAC- und BIS-Listen mitprüfen.
    Welche Listen sind Pflicht? · easy plus anfragen
  • Verstärkte Sorgfaltspflichten. Für GwG-Verpflichtete gelten bei Bezug zu Südsudan verstärkte Sorgfaltspflichten (§ 15 GwG). Dazu gehört die Prüfung auf politisch exponierte Personen.
    PEP-Prüfung · PEP-Angebot anfordern
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So setzt sich der eLI-Score zusammen

Der Score von 51 Punkten ist das gewichtete Mittel aus fünf Komponenten. Die vollständige Methodik steht auf der Übersichtsseite des eLI.

Sanktionsintensität · 40 %
21 /100 · 8,5 P.
Sanktionsprogramme & Embargo · 15 %
65 /100 · 9,8 P.
Sanktionsdynamik (12 Monate) · 10 %
20 /100 · 2,0 P.
Amtliche Einstufungen (FATF / EU) · 25 %
100 /100 · 25,0 P.
PEP-Dichte · 10 %
62 /100 · 6,2 P.

Häufige Fragen zu Sanktionen mit Bezug zu Südsudan

Ja. Mit Bezug zu Südsudan stehen 182 aktive Einträge auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer Staaten – 124 Personen und 58 Organisationen (Stand 27.10.2026). 2 Sanktionsprogramme richten sich ausdrücklich gegen Südsudan, darunter SOUTH SUDAN, SSD. Zusätzlich besteht ein EU-Waffenembargo (Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Erfüllungsverbot, Sonstiges). Die Pflicht, Geschäftspartner zu prüfen, folgt aus den EU-Verordnungen (EG) Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002 sowie den länderbezogenen EU-Verordnungen.

Weil sich die Listen laufend ändern: In den letzten 12 Monaten kam 1 Eintrag mit Bezug zu Südsudan neu hinzu, zuletzt angepasst wurden die Maßnahmen durch den EU-Rechtsakt (EU) 2026/1402 vom 24.06.2026. Neue Listungen gelten in der Regel ab dem Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU – ohne Übergangsfrist und auch für bestehende Geschäftsbeziehungen. Wer einem inzwischen gelisteten Partner weiter Gelder oder Waren bereitstellt, verstößt gegen das Bereitstellungsverbot und macht sich nach § 18 AWG strafbar. Deshalb sollten Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende täglich gegen die aktuellen Listen geprüft werden.

Die FATF führt Südsudan auf ihrer Grauen Liste („Jurisdictions under Increased Monitoring“): Strategische Mängel bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung werden unter verstärkter Beobachtung abgearbeitet. Die Einstufung fließt mit 55 Punkten in die Komponente „Amtliche Einstufungen“ des eLI ein (Gewicht 25 %). Die FATF aktualisiert ihre Listen nach den Plenarsitzungen im Februar, Juni und Oktober.

Ja. Die EU führt Südsudan auf der Liste der Drittländer mit hohem Geldwäscherisiko (Delegierte Verordnung (EU) 2016/1675). Bei Geschäftsbeziehungen und Transaktionen mit Bezug zu Südsudan müssen Verpflichtete nach § 15 Abs. 3 Nr. 2 GwG verstärkte Sorgfaltspflichten erfüllen, etwa zusätzliche Informationen über den Vertragspartner und die Herkunft der Mittel einholen.

Für Verpflichtete nach § 2 GwG ja: Sie müssen klären, ob Vertragspartner oder wirtschaftlich Berechtigte PEP sind (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG), und die Geschäftsbeziehung kontinuierlich überwachen (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG). Weil die EU Südsudan als Drittland mit hohem Geldwäscherisiko führt, gelten zusätzlich verstärkte Sorgfaltspflichten (§ 15 Abs. 3 Nr. 2 GwG). Der PEP-Status ändert sich laufend durch Wahlen und Ernennungen: In den letzten 90 Tagen kamen 241 PEP-Datensätze mit Bezug zu Südsudan neu hinzu oder erhielten geänderte Namensangaben. Für Unternehmen, die nicht unter das Geldwäschegesetz fallen, besteht keine gesetzliche PEP-Prüfpflicht.

Ja. Die BAFA-Übersicht der länderbezogenen Embargos (Stand 15.06.2026) führt für Südsudan ein EU-Waffenembargo; es umfasst Waffenembargo, Dual-Use-Embargoland, Dienstleistungsbeschränkungen, Finanzsanktionen, Erfüllungsverbot, Sonstiges. Rechtsgrundlage ist Verordnung (EU) 2015/735, eine EU-Verordnung nach Art. 215 AEUV, die in allen Mitgliedstaaten unmittelbar gilt. Ob ein konkretes Geschäft betroffen ist, hängt von Gut, Empfänger und Verwendungszweck ab; die Sanktionslistenprüfung der Geschäftspartner ersetzt diese güterbezogene Prüfung nicht.

Ja, unter Umständen. Nach den EU-Sanktionsverordnungen dürfen gelisteten Personen Gelder und wirtschaftliche Ressourcen auch nicht mittelbar bereitgestellt werden. Ein nicht gelistetes Unternehmen ist betroffen, wenn gelistete Personen mehr als 50 % der Anteile halten oder es im Einzelfall kontrollieren; nach der OFAC 50 Percent Rule genügen in den USA 50 % oder mehr. Mit Bezug zu Südsudan stehen derzeit 58 Organisationen auf den Sanktionslisten, deren Beteiligungen eine reine Namensprüfung nicht erkennt.

Länder mit ähnlichem Risikoprofil

Haiti 48 Libanon 57 Jemen 59 Kenia 39 Britische Jungferninseln 38

Quellen

Hinweis: Der eLI ist ein statistischer Orientierungswert auf Länderebene. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Einzelfallprüfung von Geschäftspartnern. Alle Angaben ohne Gewähr.

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